Luxus- Gugl/ Luxury Bundt Cake

Kennt ihr das auch noch, die Sammlungen von aus Zeitschriften rausgerissenen Rezept-Seiten? Als ich heute den „Trost-Gugl“ von Julia entdeckte fiel mir eine lange vernachlässigte Seite aus meiner Loseblattsammlung ein- immerhin eins das im Ringordner gelocht und abgeheftet wurde. Und eins das ich tatsächlich öfter gebacken hatte, damals, in Zeiten ohne die immerwährende Überflutung mit Rezepten aus internetz und Blogistan.

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Do you also remember the collections of recipes torn out from magazines? Reading about Julia’s „consolation gugl“ I remembered a long forgotten sheet from my collection, even one perforated and kept in a folder; one I baked regularly, during those times before the never-ending flood of recipes from internet and blogistan.

Der mußte es heute ganz dringend sein- denn genau wie Julia plagt auch mich ein Schnupfen; Körper und Seele sehnen sich nach Trost und Wärme- und aus dem Haus gehen mag man deswegen nicht.

That one it had to be for today as I’m plagued by a head cold as well as Julia; body and soul are craving for consolation and warmth- without leaving the house, preferably.

Der Kuchen ist recht einfach in der Zubereitung, nur wenn er zu lange im Ofen war nimmt er das übel indem er Anflüge von Trockenheit zeigt.

The cake is simple to prepare, only when left too long in the oven it will show some sign of displeasure and become dry.

Also los gehts- Mehl, Stärke, Zucker, Mandeln, Zitronenschale, Backpulver werden in der großen Rührschüssel vermischt. In einer weiteren Schüssel werden Eier mit Milch verschlagen und unter die Mehlmischung gerührt- ich nehme hierfür das „Paddle“ von der Kenwood. Die Butter wird im Öl (ich hab Sonnenblumenöl verwendet) geschmolzen und ebenfalls untergerührt, zum Schluß kommen die Schoko-Drops und die etwas  abgetropften Rumsrosinen rein und werden nur untergehoben.

So let’s get going – put flour, starch flour, sugar, almonds, lemon peel, baking powder into the big mixing bowl. In another bowl mix eggs and milk, pour over the flour mix and stir- I use the „paddle“ attachment of my kenwood. Melt the butter with the oil and also pour into the flour mix and stir, and at last the lightly drained rumraisins and chocolate drops are just folded in.

Den ziemlich flüssigen Teig in die vorbereitete Napfkuchenform gießen und bei 170° Umluft eine Stunde backen. Etwas in der Form auskühlen lassen, stürzen, mit Puderzucker bestäuben- und ungeduldig warten bis endlich ein passender Zeitpunkt kommt für ein Probestückchen…..

Pour the somewhat liquid dough into the well-oiled bundt tin and bake, at 170° circulating heat for about one hour. Let cool a bit, then remove from the tin and sprinkle with powdered sugar. And wait… for the exact right moment to take a test- bite…..

Ach, fast hätte ichs vergessen- da ja alles aus meiner Vorratskammer kam, kriegt auch Susanne Magentratzerlein Stück für ihre Schatzsuche im Vorratsschrank.

 

Oh, I nearly forgot- as all things needed came from my pantry I give a piece to Susanne Magentratzerl for her treasure hunt in pantries.

Hard Facts

100g Rosinen, in Rum eingeweicht / raisins soaked in rum

375g Mehl Typ 405 / flour type 405 ( cake flour)

125g Speisestärke/ starch

150g Zucker/ sugar

50g geriebene Mandeln, davon 2 Stück Bittermandeln/  grated almonds with 2-3 bitter almonds

abgeriebene Schale von 1 Zitrone/ grated peel of 1 lemon

1 Päckchen Backpulver/ sachet baking powder

Prise Salz/ pinch of salt

4 Eier/ eggs

220 ml Milch/ milk

150g Butter

100g Pflanzenöl/ vegetable oil

50g Schoko-Drops (kleine, Zartbitter)/ chocolate drops (small, dark)

bleibt gesund!

 

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Artischocke! Artichoke!

aus eigener Ernte, ob ihrs glaubt oder nicht! Eine dieser herrlichen Blüten zeigte sich erntereif, und das bereits ein Jahr nach der Pflanzung- ich bin hellauf begeistert.

Harvested in my own garden, believe it or not! One of those gorgeous flowers seemed ripe- in the first year after the planting and I’m totally delighted.

Nur, was anstellen mit dieser Köstlichkeit? Zwar bin ich erfahren im Artischocken-Essen, zubereiten allerdings ist doch nochmal was sehr anderes. Doch- wozu habe ich einen Profi in der Familie? Tatsächlich war dieser bereit mir telefonischen Rat zu erteilen…. bißchen putzen, sehr dünn schneiden, Olivenöl, Pfeffer, Salz, Zitrone, Parmesan-Späne und eine Weile ziehen lassen, so lautete die Anweisung.

But, what to make out of this delicacy? Experienced I am – in eating artichokes; preparing them is quite another pair of shoes. But, hey, what for do I have a professional in my family? He even was willing to give me advice over the telephone…. a few cleaning cuts, chop very thinly, olive oil, pepper, salt, lemon juice, parmesan shavings and let marinade for a little while, those were the given directions.

Nahezu akribisch befolgt- bis auf Parmesan-Späne , die hab ich durch Pecorino Nero ersetzt.

Which I followed to the letter, save the parmesan which I substituted with Pecorino Nero.

Großartig!

Great!

Classic Lemon Cheesecake

Zorra vom kochtopf  wünscht sich zum 8. Geburtstag ihrer monatlichen Blog-Events dass wir uns von Australiens Küchen inspirieren lassen, ganz schön anspruchsvoll- in diese Ecke unsrer Erde hat es mich bislang nämlich noch nicht verschlagen. So bin ich ganz froh dass sie uns interessante und hilfreiche Adressen zum Stöbern gleich in der Einladung mitliefert, unter anderem die Seite der australischen Köchin Donna Hay. Gleich bei der ersten Sitzung fiel mir ein Rezept besonders ins Auge- zwar hab ich zwischenzeitlich noch viele andere Quellen angezapft, im Ende bleib ich aber doch bei meiner ersten Entdeckung.

Zorra from kochtopf alias cooking pot celebrates the 8th anniversary of monthly blog-events and wishes us to contribute something inspired by australian cuisine- somehow a challenge as this corner of the earth I did not visit-yet. So I’m glad she provided some inspiring links along with the invitation, and ventured to study the pages of Donna Hay. Found something, of course- and after consulting some other sources came back to my first choice.

Zitronig....
Zitronig….

Käsekuchen! Mit Zitrone! Sehr attraktiv, für die Idee weniger Kohlehydrate, mehr Eiweiß in meinem alltäglichen Speiseplan, die fabelhaften mallorquinischen Zitronen kommen zu Ehren, und Käsekuchen zählt seit ich denken kann zu meinen Favoriten.

Cheesecake! With lemons! Very attractive- as I am on my way to reduce my daily intake of carbohydrates and increase proteins, I can use the fabulous majorcan lemons, and cheesecake is one of my favorites since ever.

Nun also Käsekuchen nach Donna Hay- deren unkomplizierte Art ich sehr schätze und deshalb ihre Bücher immer wieder gern verschenke.

Krümelboden
Krümelboden

Für den Boden werden einfach alle Zutaten locker miteinander verknetet- ich habe nach einem erschreckten Blick auf meine Zucker- Vorräte braunen Zucker verwendet, und eine Prise Hirschhornsalz zugefügt- in die gefettete Form gebröselt und mit den Händen zurechtgedrückt- sehr einfache Methode die gut geklappt hat, so werde ich den salzigen Mürbeteig (mit dem ich ziemlich auf Kriegsfuß stehe) nächstes Mal versuchen. Der Boden kommt dann für ungefähr eine halbe Stunde in den auf 150° vorgeheizten Ofen.

doch ein richtiger Boden
doch ein richtiger Boden

Now, cheesecake a la Donna Hay- whom I like for her uncomplicated recipes; her books make nice gifts.

For the crust I simply assembled all ingredients, substituting brown sugar for white after a look in my pantry, and adding a pinch of ammonium bicarbonate, crumbling the dough onto the oiled springform base and pressed with the hands- a very simple method that worked very well; next time I will try that with salty pie crust (that one giving me a hard time). The crust is baked at 150°C for about half an hour.

Ofenhöhe
Ofenhöhe

Dann gehts an die Füllung- die Zitronen fallen in dieser Jahreszeit sehr üppig aus, wie oben zu sehen ist,  eine halbe gibt bereits die erwünschten 60ml Saft. Alles bis auf die Stärke und Sahne wird mit dem großen Schneebesen der Küchenmaschine auf schwacher Stufe gerührt bis eine homogene Masse entsteht, das dauert so 6 min, dann kommt die mit der Sahne glattgerührte Stärke dazu.

Inzwischen ist der Boden fertiggebacken, ich lass ihn 5 min abkühlen bevor ich die Füllung drübergieße. Das Ganze kommt dann wieder in den Ofen, nach 1 Stunde 10 min wird der ausgeschaltet und der Kuchen bleibt nochmal eine Stunde drin, mindestens.

Fertig? na, fast
Fertig? na, fast

Time to prepare the filling, big lemons this time of year, as can be seen above….. Just place everything  into the bowl except cream and cornstarch and mix until smooth and well combined – about 6 min- then stir the cornstarch with the cream until smooth and add to the cheesy mixture.

Meanwhile the crust is ready and I let it cool for about 5 min before I pour the filling on top. The cake goes into the oven, after 1 hour 10 min I turn the oven off and let the cake cool down for another hour before it comes out of the oven and into the cool.

Sahne-Topping
Sahne-Topping

Unmittelbar vor dem Genuß kommt die mit den aromatischen Zutaten geschlagene Sahne auf den Kuchen….

The whipped cream with its aromatic ingredients comes on top immediately before the indulgement….

Topp!
Luftig, cremig, topp!

Hard Facts

Boden / Crust

150g Mehl 405/ flour type 405

100g Butter

55g brauner Zucker / brown sugar

Prise Hirschhornsalz/ pinch of ammonium bicarbonate

Füllung/ Filling

330g Frischkäse (Exquisa)/ cream cheese

500g Ricotta

200g Zucker/ sugar

60ml Zitronensaft/ lemon juice

2 TL Zitronenschale/ tsp lemon peel finely grated

3 El Sahne/ Tbsp whipping cream

1 1/2 El Stärkemehl/ tbsp cornstarch

Garnitur/ Topping

200 ml Schlagsahne / whipping cream

etwas Vanillezucker, Zitronenschale, Zitronensaft

Inspiration hier/ here

a little bit of vanilla, sugar, lemon rind and juice

Music from „down under“ – Mignight Oil, Olympic Games at Sydney in the year 2000