Kugelrund und liebenswert/ loveably and roly-poly round as a ball

Der sehr lesenswerte blog „feed me up befor you gogo“ verlängert sein event „blog den Suchbegriff“ und so kriegt ein weiterer dieser fantasie-anregenden Kurz-Sätze die Chance sich hier auszubreiten. Wie wär’s mit einer Sandwichwand beispielsweise, sollte ich hierfür einen Architekten zu Rate ziehen? Oder ist gar der englische „wand“, der Zauberstab a la Harry Potter gemeint? Hübsch wiederum ein goody cacao Kuchen, ich denke diese Suche war erfolgreich. Der schrägste Suchbegriff war bislang das „Huhn im Rückwärtsgang“- das Rezept hierfür muß ich erst noch erfinden. Am Meisten inspiriert hat mich grade der schöne Satz „Ich liebe dich auch kugelrund“. Das ist doch mal eine erfreuliche Aussage- schade nur dass ich kaum die richtige Adresse bin, kugelrund scheint in meinen Genen nicht vorgesehen zu sein. Also, hört einfach hin, all ihr die ihr euch nach kugelrund bewegt- ihr werdet geliebt!

Ein Teller runder Lieblichkeit/ a plate full of round loveliness
Ein Teller runder Lieblichkeit/ a plate full of round loveliness

The very readable blog „feed me up before you gogo“ has prolonged the event „blog your search item“ , so  another search term gets the chance to appear here in full breadth, there always are some to spurn my fantasy. „Sandwichwand“ – whatever should that mean? In German, wand means wall, so should I ask an architect for help? Or was it wand as used by Harry Potter that the searcher was after? Nice and easy seems „goody cacao kuchen/cake“ and I think this search might have been successful. The weirdest thing was „chicken in reverse gear“- the recipe for that one still waits to be invented. Most inspired I felt by: „I love you also roly-poly round as a ball“. This seems to be a very pleasing statement…. pity I don’t fit as a roly-poly condition is not designated in my genes. So just listen, all you who aspire roundness- you are loved!

Tja, nur was tische ich nun Kugelrundes Geliebtes auf? Knödel? Kann ich nicht, sind daher wenig geliebt. Eis? Lieber bei schönerem Wetter. Pralinen? Sind noch etliche von Weihnachten über, außerdem ist ein Pralinenseminar in Sicht und vorher gibt es hier keine, zumindest keine selbstgemachten. Fleisch- oder Fischklößchen? So zwischen den Jahren lieber was anderes, leichteres…. ich habs! Brötchen! Gabs schon ewig keine mehr, gehen durchaus als rund durch und werden auf alle Fälle geliebt.

But, what to put on my plate, beloved and round? Dumplings? No, I too often fail there and do not love them overmuch. Icecream-cones? Waiting for more lovely weather. Pralines? Still so many left over from Christmas, and what’s more I will attend a praline workshop next year, before that no more pralines here. Meat- or fishballs?  In these days between Christmas and New years Eve I prefer something else, something lighter…… I got it-rolls! There were none for quite some time, they apply for roundness and are loved for sure.

Die Lieblingsbrötchen hier im Haus sind Zorras Schweizer Bürli, da gibt es nix dran zu rütteln, und auch dieses neue Experiment, inspiriert durch Stefanie von Hefe und mehr ändert daran nix. Hübsch sind sie geworden, hübsch und rund und schmecken sehr gut, die Knusprigkeit fehlt mir allerdings etwas. Kugelrund und weich… gäben die sicher auch perfekte Hamburger-Brötchen ab, die Idee kommt mir grade so beim Schreiben.

The best loved rolls here around are zorras Swiss Buerli, no doubt about that. Those rolls of today inspired by Stefanie von Hefe und mehr didn’t change that. Nice-looking, round, nice tasting but lacking a bit in crunchiness. With the round shape and smoothness they would make great hamburger buns, I realize just now as I write along.

Wie immer und alle das machen habe ich das Rezept zur freien Interpretation verwendet, Wasser durch Yoghurt, Butter durch Walnußöl ersetzt und zudem ein paar grob gehackte Walnüsse zugefügt. Kugelrund, liebenswert und interessant.

Like everyone does always I took the recipe as inspirational source, replaced water with yoghurt, butter with walnut oil and added some roughly crushed walnuts. Round and soft and interesting.

Am Vortag mittags hab ich den Teig zusammengerührt, die Kartoffeln schneide ich dafür in dünne Scheibchen die sich normalerweise beim Rühren ziemlich spurlos verteilen, diesmal blieben ein paar Stückchen übrig was das Ergebnis umso interessanter macht. Es dauerte recht lange- bestimmt 10 min-  und brauchte einige Male  Abkratzen und wieder neu starten bis sich ein Teig gebildet hatte, dann erst kam Salz dazu, nochmal 4 Minuten kneten und dann erst die Walnüsse ganz kurz mitlaufen lassen. Tatsächlich löste sich dann der Teig vollständig vom Schüsselrand, sehr liebenswert. Ich hab ihn dann in der geölten Schüssel gehen lassen, einmal gefaltet nach ca 30 min und dann für ungefähr 16 Stunden bei Zimmertemperatur, also knapp unter 20°, sich selber überlassen, und ging arbeiten.

Around 1 pm I started mixing the dough, normally the potato slices disappear while mixing, maybe they could have been boiling a little longer. So here remain some potatoe pieces that add character…. It took some time for the dough to develop a structure, around 10 min of kneading and scraping, then the salt came in and I let knead for another 4 min, adding the walnuts at the end. Indeed the dough finally came loose of the bowl, very lovely. I put it into an oiled bowl, folded once after 30 min, went to work and left the bowl with the dough in the kitchen (temp short of 20°C) for around 16 hours.

Am nächsten Morgen sah der Teig sehr lieblich entwickelt aus, ich hab ihn auf die bemehlte Arbeitsfläche gekippt und mit der Teigkarte in 8 ungefähr gleich große Stücke geteilt. Jedes dieser Stücke liebevoll mit bemehlten Händen rund geformt- meine beliebteste Methode ist einfach die Ecken der abgeteilten Stücke in die Mitte der Unterseite umschlagen, von allen Seiten, und immer noch ein wenig nachziehen bis die Oberseite schön gespannt aussieht. Nun mit der Unterseite aufs Blech gesetzt und den Ofen mit einem Schwaden auf 250° vorgeheizt. Nach 20 min eingeschoben und auf 230 runter, nach 15 min den Schwaden entfernt, auf 250° hoch und mit leicht geöffneter Backofentüre nochmal knapp 10 min fertiggebacken.

Come morning the dough has developed quite lovely, I dropped it onto the floured counter and cut it into 8 equal pieces. Each of those pieces I shaped into lovely rounds following my beloved method- just folding the edges to the middle of the bottom side, always working round a bit more in that direction until the top side has a tight look and feel. Now they may sit on the baking sheet on their bottom side and the oven gets pre-heated to 250°C, with a lot of steam. After 20 min or so the sheet goes into the oven, temp down to 230°C, for 15 min. Then I removed the steam, heated up again to 250°C and baked them nearly ten more minutes with the door lightly ajar.

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Liebenswert, nicht?

Loveable, aren’t they?

Hard facts

180g mehlig kochende Kartoffeln, gekocht, abgekühlt und in dünne Scheiben geschnitten/ floury potatoes, boiled, cooled and thinly sliced

300g Ruchmehl (Gelbweizen, Typ 1200)/wheatflour type 1200

170g Yoghurt

30 g Walnußöl/ walnut oil

10g Backmalz/ baking malt

3 g Hefe/ baker’s yeast

10g Salz /salt

30g grobgehackte Walnüsse/ roughly chopped walnuts

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BBD 62 – nachgebacken/ copy & bake

Copy & bake, unter dieses Motto hat zorra den bread baking day diesen Monat gestellt. Trotz der riesigen Auswahl – mehr als 350 verschiedene Brote wurden zum World Bread Day gebacken und eingereicht- fiel mir die Wahl ganz leicht- es gab ein Brot das mir direkt aus dem Bildschirm zurief- mich, nimm mich- und das war Dieses.

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Copy & bake is the chosen motto for this month’s bread baking day, organized by zorra herself. There are a lot of breads to choose from the world bread day roundup, more than 350. In spite of that I had no difficulty because there was that one that smiled at me and said- me, it’s me you want.

Wie das so üblich ist unter uns vom Brotbackvirus infizierten, die spielen mit den Vorgaben, fügen hinzu, nehmen weg, und machen so ihre eigene Brotkreation- so geschehen auch hier, ich habe entschieden dieses Brot braucht Walnüsse. Und ein gutes Zeitmanagement….

As is common practice among us who have been infected with the breadbaking virus, we tinker with a recipe, put some in, take some away, and thus create their own special bread. Here I decided this bread needs walnuts. And good time management….

Abends nach der Arbeit und vor dem Schlafengehen wird noch schnell das Quellstück zusammengerührt, und über Nacht stehengelassen.

On the evening after work before going to sleep the soaker gets stirred together and is left overnight.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück kommen alle weiteren Zutaten außer Salz, Ghee, ganzen Nüssen und Hefe hinzu, werden von Hand zusammengeknetet und 20 Minuten stehengelassen.

Come morning after breakfast all other ingredients save whole walnuts, ghee, salt and yeast are added and kneaded together by hand, then left for 20 minutes.

Nun kommt die Küchenmaschine zum Einsatz, die Hefe kommt dazu, alles 5 min auf niederster Stufe kneten lassen, dann Salz, Ghee und Walnüsse zugeben und nochmals 1-2 min auf Stufe 2 kneten lassen.

Now the machine may do the work, add the yeast and let knead for about 5 min on low speed, then add the whole nuts, ghee and salt and knead with ligthly increased speed for another 1-2 minutes.

Nun kommt die Geh-Phase, erstmal 2 Stunden im Warmen, immer nach 45 min falten. Dann einen länglichen Laib formen und im gut gemehlten Gärkörbchen im Kühlschrank (oder draußen) bei ungefähr 5° für 24 Stunden gehen lassen.

Now we let the dough prove, the first two hours in a warm climate, with folds after 45 and 90 min; then shape an oblong loaf, put it in a heavily floured fermentation basket and set it to rise in the cold- fridge or outside, temperature around 5°C , for 24 hours.

Am nächsten Morgen wird dann gleich der Backofen angeheizt, auf 250°, mit Wasser für Dampf, das Brot kriegt drei schräge Schnitte mit dem Skalpell und kommt direkt aus dem Kühlschrank in den Ofen, nach 10 min auf 210° reduzieren, nach weiteren 10 min abdampfen und auf 190° nochmal 25 min backen. Danach die Temperatur wieder auf 250° hochdrehen und so 7 min bei leicht geöffneter Tür (Kochlöffel reinstecken) fertigbacken.

Next morning the oven preheats (250°C) with water for steam , the bread gets 3 angular cuts with a scalpell, and goes directly from the fridge into the hot oven. After 10 min reduce heat to 210°, after 10 mire minutes let the steam out, reduce heat to 190° for 25 min. Then I turned the heat again to 250, for 7 minutes, with slightly open ovendoor (wooden spoon stuck in).

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Und so sieht es aus, ein lockeres Brot mit sehr feinem Geschmack, allerdings nicht so „krustig“ wie ich es mir vorgestellt hätte, getoastet zeigt es sein volles Potential.

This is the result, a very fine tasting and fluffy bread- I miss the crusty part a bit- especially great for toasting.

Hard Facts

Quellstück
50g Dinkelschrot/ cracked spelt
50g kernige Haferflocken/ coarse oat flakes
150g Buttermilch/ buttermilk
endgültiger Teig/ final dough
75g gemahlene Walnüsse/ grated walnuts
400g Ruchmehl aus Gelbweizen/ swiss flour type 1200
300g Buttermilch/ buttermilk
15g Backmalz

4g Frischhefe/ fresh yeast
12g Salz/ salt
1 El Ghee (oder Butter)/ tbsp ghee or butter
50g Walnüsse, ganz oder in groben Stücken/ walnuts whole or in coarse pieces

Noch ein wenig Novembergrau gefällig?

Some more november gray?

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Chocolate Brownie Miniatures

Ist das ein Plätzchen, ist es kein Plätzchen? Gefunden in dem Buch „Kleingebäck“ aus der Time-Life-Reihe, und für wert befunden auf den Plätzchenteller von Tina gelegt zu werden. Den wünscht sie sich gefüllt vorzufinden wenn sie von ihrer halben Weltreise zurückkommt- und zwar mit Plätzchen-Spezialitäten aus aller Welt.

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Nun sind die wenigen Plätzchen die ich tatsächlich weihnachtlich backe allesamt ziemlich traditionell und eindeutig der Heimat zuzuordnen. Meine ersten Brownies allerdings, die hab gefunden in einem Weihnachtsbackheft, freundin, ca 1986. Also beschließe ich, Brownies, zudem en miniature, auch wenn sie den Teller vollkrümeln, gehören dazu.

Is this a christmas cookie- or is it not? Found it in a book from the Time-Life-Series and worthy for the christmas-cookie-platter that Tina wishes to become filled during her world -travel, filled with goodies from around the world.

Now what christmas goodies I bake are on the traditional side and clearly show their local beackground- but the firts brownie recipe I found in a christmas booklet from the magazine „freundin“- maybe around 1986? So I decide to put them on the plate, even if they crumble a lot a bit.

Los gehts mit der Nußkruste, dafür wird die Butter mit dem Zucker cremig gerührt, die Walnüsse kommen dazu und dann wird die Masse auf den Boden einer gut mit Walnußöl eingefetten Form verteilt. Man kann auch Alufolie oder Backpapier drunterlegen- jenachdem was ihr für Erfahrungen mit Anbacken in eurer Backform habt.

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First the nutty crust- beat the butter and sugar until creamy, add the walnuts, and press this into a prepared (oiled with walnut oil, or covered with tin foil or baking parchment, depending on your baking tin) dish.

Für den Teig als erstes die Schokolade schmelzen, in einer weiteren Schüssel wird wieder Butter mit Öl und Zucker schaumig gerührt, nach und nach kommen die Eier dazu, Gewürze, Schokolade, zum Schluß Mehl mit Backpulver und Salz und natürlich die gehackten Walnüsse.

First step for the batter is melting the chocolate. Then butter, oil and sugar are beaten until creamy, one after another add eggs, spices, chocolate, latest the flour mixed with the baking powder and salt and of course the chopped walnuts.

Dieser Teig wird nun über der Nussmasse verteilt, vorsichtig (so dass die Nußkruste am Boden bleibt) glattgestrichen und das Ganze kommt in den Backofen, vorgeheizt auf 170° Ober-Unterhitze für ca 35-40 min. Nicht zu lange, sonst gibt es noch mehr Krümel!

This batter comes on top of the nutty crust, cautiously (as not to disturb the nutty crust) smooth down, and then the whole thing goes into the oven, preheated to 170°C top-bottom-heat, for about 35 to 40 min. Not too long, you know, crumbles!

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Nun darf der Kuchen in der Form abkühlen, erst dann wird er gestürzt und glasiert. Für die Glasur alle Zutaten über dem warmen Wasserbad gerade so schmelzen und über dem gestürzten abgekühlten Kuchen gleichmäßig verteilen- auch hier heißt es wieder Vorsicht, damit die Kruste an Ort und Stelle bleibt! Nach ungefähr 20 min kann der Kuchen in „Miniatur-Brownies“ geschnitten werden- und dann, mal sehen, wie viele davon es schaffen bis auf den Plätzchenteller! (Ich kanns euch verraten- nicht eins!)

Now the cake may cool off in the dish before it is toppled upside down and glazed. For the glaze all ingredients are just melted together on the „bain-marie“ , then spread on top of the cake- cautiously again- the crust should remain were it is! After 20 min you can cut the cake into those „miniature“ brownies- and it remains to be seen hwo many of them will make it onto any christmas platter!  (I can tell you, confidentially of course- not one!)

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Hard facts

Nusskruste/ Nutty Cruts

45g Butter

3 El braunen Zucker/ tbsp brown sugar

90g feingehackte Walnüsse/ finely chopped walnuts

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Teig/ Batter

125g dunkle Schokolade/ dark chocolate

90g Butter

35g Walnußöl/ walnut oil

175g Zucker

3 Eier

1 Tl echter Vanillezucker 10%/ tsp real vanilla sugar 10%

1/2 Tl Lebkuchengewürz/ gingerbread spice

45g Mehl/ flour

1/2 Tl Backpulver/ baking powder

1 Prise Salz/ pinch of salt

45g Mehl

90g grobgehackte Walnüsse/ walnuts coarsely chopped

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Glasur/ glaze

90g dunkle Schokolade/ dark chocolate

10g Butter

1 El Sirup (ich hatte noch selbstgemachten Pomeranzensirup, es tut aber auch Ahorn- oder einfacher Zuckersirup) / syrup (I used home-made seville oranges syrup, but maple or light cornsyrup should work as well)

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Time- Life gibt übrigens immer die ursprüngliche Quelle an- „Best loved Recipes of the American People“ von Ida Bailey Allen.

Time-Life names the source of this recipe: „Best loved Recipes of the American People“ by Ida Bailey Allen.

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