L’important, c‘ est la rose

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Fast hätte ich sie nicht geschafft, diese Station der kulinarischen Weltreise– dabei macht Melli von der Tomateninsel  diesen Monat doch in einem meiner liebsten Reiseländer halt, das auch noch mit einer der besten Küchen der Welt aufwarten kann- irgendwie mußte es doch möglich sein die Türkei in meinem zugegebenermaßen sehr engen Zeitplan unterzubringen. Hochmotiviert hab ich also meine türkisch-orientalischen Kochbücher gewälzt- um dann doch von keiner Idee so richtig begeistert zu werden. Ist halt auch schwierig, in der kurze Spargel und Erdbeer-Saisaon sich mit Walnußgebäcken, Linsensuppen, Auberginen, Tomaten und Schafskäse zu befassen- von dem einen hat man nach dem Winter genug, das andere wird uns noch den ganzen Sommer im Überfluß begleiten….. doch da! Auf der letzten Seite des schönen Buchs Granatapfel, Sumach und Zitrusduft von Silvena Rowe- Rosenblütenmarmelade! So richtig, ohne Zusätze von Apfelsaft, kein Gelee, sondern eine richtige Marmelade mit richtig Mengen an duftenden Rosenblättern. Davon träume ich seit Jahrzehnten…. Da tatsächlich zwei der duftenden Rosenstöcke in meinem Mini-Gärtchen blühten was das Zeug hält, bin ich eines schönen Morgens mit der Schere bewaffnet diesen zu Leibe gerückt und habe geerntet- rosa Apotheker-Rosen, weiße Tee-Rosen – beides kann ich nur vermuten, die wohnen schon länger da als ich; noch ein paar zwar wenig duftende aber dafür tiefrote Blätter für die Farbe- und tatsächlich, von den im Rezept vorgeschlagenen 400g hatte ich genau die Hälfte erreicht, auf mehr zu hoffen wäre vergebliche Liebesmüh. Eine Gedenkminute an die prachtvolle Louise Odier in meinem alten Garten- eine Rose von ungeahnten Ausmaßen, eines Parks würdig, mit hunderten von wundervollen rosa gefüllten Blüten, ein duftendes Rosenmeer und das über mehrere Wochen. Damals hätte ich in Großproduktion gehen können- hätte ich dies Rezept schon gehabt.

I nearly did not make it, this stop of the vegetarian culinary world travel and that in one of my favorite destinations that also offers one of the best culinary experiences in the world- Turkey. I simply had to manage even with my just now very tight timetable. Highly motivated I browsed my oriental cookbooks, with all their ideas of lentil soups, walnut bakery, aubergines, tomatoes and sheep’s cheese and nothing spoke to me during this season where asparagus and strawberries simply have to be enjoyed as often as possible. But there! on the very last page of Silvena Rowes beautiful book Purple Citrus & Sweet Perfume – Rose Petal Jam! With lots and lots of fragrant rose petals, no apple juice, no jelly, just what I dream about for some years. And as just now two of the fragrant rose bushes in my miniature garden are blooming I went out with the scissors one morning and harvested- rose-coloured apothecary roses, white tea roses, I guess as both live here longer than me.  A few not-so-fragrant one of deepest red- and alas, just half of the suggested 400g was gathered in my basket. One minute to think of my magnificent Louise Odier in the old garden, with hundreds and hundreds of blooms of soft pink, filling the air all around with their scent, I could have made a living out of rose petal jam then, if I would have had this recipe.

Die Rosenblüten werden also gewaschen und von Kelchblättern und Staubgefäßen so gut als möglich befreit, in einen Topf gegeben, mit dem Zucker bestreut und mit den Händen gut vermischt und etwas verknetet. Diese Masse darf nun 2 Stunden ruhen. Dann wird sie unter Zugabe von 125 ml Wasser aufgekocht und ungefähr 10 minuten gekocht, dabei immer wieder umrühren- die Blätter schwimmen stark auf. Nach dem 10 min habe ich ein paar Runden mit dem Zauberstab gedreht, den Zitronensaft zugegeben, nochmals aufkochen lassen und dann heiß in die vorbereiteten Gläser gefüllt, – ein unbeschreiblicher Duft zog sich während dieser Zeit durch die Küche.

The rose petals get washed and the sepals and stamen cut off, filled into a pot, sprinkled with the sugar and mixed well by hand. Follows a two hour rest. Then 125 ml water is added, brought to a boil and let simmer for about 10 min. A few rounds with the immersion blender, add the lemon juice and fill into the prepared jars. O what a beautiful scent wafted through my kitchen…..

Allerdings, der Geschmackstest fiel unbefriedigend aus und so habe ich am nächsten Tag den Inhalt meiner Gläschen wieder zurück in den Topf geschüttet, nochmal Wasser zugegeben und 20 weitere Minuten gekocht. Vor dem Abfüllen kam nochmals der Pürierstab zum Einsatz- und jetzt, jetzt hatte ich dieses unvergleichliche Geschmackserlebnis dem ich so viele Jahre auf der Spur war.

But! the taste test did not satisfy me, so the next morning I poured the whole lot back into the pot, added some more water and let it boil for 20 more minutes. Before filling the jars again I pureed the contents of the pot- and now, now I had that taste adventure that I have been after for so many years….

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200g Rosenblütenblätter /rose flower petals

100g Gelierzucker 1+1/jam sugar

100g Zucker/ sugar

125 ml Wasser/ water

Saft 1/2 Zitrone/ juice of 1/2 lemon

noch ca 60 ml Wasser / ca 60 ml water

 

BBD 61 Gözleme (ein Versuch) (kind of)

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Grade geht es mir so, jedesmal wenn ein neues Thema ausgerufen wird, denk ich herrjeh, da hast du doch erst…. so ist es im Blogger-leben, der Blog will immer gefüttert werden und immer mit Neuigkeiten. Also gibt es hier und heute wieder einmal Experimentalbäckerei zum Thema „Stuffed bread“, was soviel heißt wie Brot in das was reingestopft wurde- dies wünscht sich Anusha vom blog Tomatoe Blues. Wobei, wie beim BBD üblich, Brot einfach ein Hefe- oder Sauerteig-Gebäck bezeichnet. Und Ähnlichkeit mit einem Brot hat mein Gebäck doch nur sehr entfernt, wer sich Bilder von Gözleme anschaut wie das die geübte türkische Bäckerin hinkriegt wird auch hierzu nur eine vage Ähnlichkeit feststellen- aber egal, Hauptsache es hat geschmeckt. Und das hat es!

Just now when reading the announcement of a new event I think – well I just did something like that! Maybe that’s what blogging is about- always asking for some news and variations. And so today comes another contribution to the category „experimental kitchen“- stuffed bread is what Anusha from tomatoe blues wishes us to bake.

Das Rezept hab ich, wie so viele meiner orientalischen Ideen, aus dem wundervollen Buch The Turkish Cookbook-. Zwar ist, wie für viele der Gerichte, kein Foto zum Gericht enthalten, schon die Einführungen zum Rezept sind des Lesens wert und wecken Reiselust. Zudem den Wunsch endlich ein türkisches Oklava Wellholz anzuschaffen, das müßte doch zu schaffen sein.

einfach schön geschrieben/ simply written beautifully
einfach schön geschrieben/ simply written beautifully

This recipe, like so many of my oriental ideas, I got from that wonderful turkish cookbook– and even if there’s no picture to the recipe, the words that introduce that special dish are quite worth-while reading, creating a bout of wanderlust…. and the need to finally purchase a turkish oklava rolling pin.

So, nun fangen wir aber endlich an! Zunächst gehts an den Teig- ich werfe alle Zutaten in die Küchenmaschine und rühre ungefähr 7 min auf Stufe 1-2. Dann wird der Teig komplett mit Mehl bedeckt und darf gehen, solange ich die Füllung zubereite.

And now we finally start! First the dough- I simply throw everything into my kenwood, and stir on low for about seven minutes. Then the dough gets covered in flour and rests as long as I prepare the filling.

Schön bunt / nice colours
Schön bunt / nice colours

Dies geht denkbar einfach, alle Zutaten werden gemischt, wer mag kann noch etwas Salz zufügen- ich fand das Salz aus den Käsesorten gerade ausreichend.

This is really easy- just everything thrown together in a bowl, if you like you can add some salt- for me the cheeses provided just enough salt.

Inzwischen ist ungefähr eine halbe Stunde vergangen, so viel Zeit möchte ich der Hefe schon geben obwohl im Rezept nur 10 min angegeben sind.

Der Teig wird auf die bemehlte Arbeitsfläche gestürzt, in 4 Teile geteilt und diese auf viel Mehl möglichst dünn zu Kreisen ausgerollt, ähnlich Strudelteig.

bis hier noch dem Original nahe/ still similar to the original
bis hier noch dem Original nahe/ still similar to the original

Meanwhile half an hour has passed, – that much time I want to allow for the yeast to work, the book thinks 10 minutes would be enough.

I drop the dough onto the heavily floured surface and divide it into 4 parts. Those I roll into circles-„the dough should be as close to paper-thin as possible“ says the book.

Dann die Füllung auf alle Kreise verteilen, und dann das Schwierigste, die Kreise zusammenklappen. Dies ist mir mäßig gut gelungen,

hier sieht es eigentlich ganz einfach aus….

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Next spread the filling onto those circles and fold them together- in the video above this looks a lot easier as I found it to be.

meine Päckchen/ my packages
meine Päckchen/ my packages

Dann in einer beschichteten Pfanne von beiden Seiten backen- eine Crepe- Pfanne wäre gut , ich nehm meine Grill-Pfanne, verwende eine Butter-Olivenöl- Mischung zum Anbraten und spare mir dafür das Einstreichen mit Butter nach dem Braten.

Schnell genießen- mit dem Bauernsalat ein wunderbar sommerliches Essen.

Bake on a griddle – as I do not own such a thing I used my non-sticking grill pan and added a little butter and olive-oil. Otherwise you can brush the baked gözleme with a little butter.

They should be enjoyed at once, and with that village salad they make an excellent summer dish.

Hard Facts

Teig/ dough

225g Mehl Typ 550/ flour 550

5 g Frischhefe/ bakers yeast

1 Tl Salz/ tsp salt

200-220g Wasser/ water

Füllung/ filling

65g frische Spinatblätter, geputzt und in grobe Stücke geschnitten/ fresh spinach leaves, washed and coarsely chopped

3 Frühlingszwiebeln mit Grün feingeschnitten/ spring onions finely chopped crosswise

3 El Feta zerkrümelt/ tbsp crumbled feta

3-4 El geriebener Parmesan oder Kaskaval/ tbsp grated parmesan or kaskaval cheese

1 kleine rote und gelbe Paprika in feine Würfel geschnitten/ small red and yellow pepper chopped

frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack/ freshly ground pepper to taste

Olivenöl, Butter zum Ausbacken oder Einstreichen/ olive oil, butter for the pan or to brush after baking.

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Und wem es in der Sonne zu heiß ist- der lege sich des nachts aufs Dach in den Mondschein.

And who thinks the days too hot may enjoy the moonshine on the rooftop at nights

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Cevizli Acma – Walnußbrötchen zum Tee/ tea time walnut rolls

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Der Bread Baking Day feiert Geburtstag, und zorra, die wunderbare, die ihn vor 6 Jahren ins Leben gerufen hat, wünscht sich zur Party Brot mit „Streiche“ – also ein Hefe- oder Sauerteig-Gebäck dass irgendwann im Laufe seiner Vollendung mit irgendwas eingestrichen wird. Ich nutze die Gelegenheit und stöbere in verschiedenen Büchern- nachdem ich in zwei Büchern schon auf etliche Ideen gestoßen bin, lasse ich das Bücherregal nun in Ruhe- und entscheide mich für etwas türkisches, in diesem Buch steckt noch jedemenge Inspiration!

Bread-baking day celebrates its birthday, and wonderful zorra who created that event 6 years ago would like to bake us  bread with a glaze for the party- a yeast- or sourdough-based baked goody that at one step in the process gets glazed somehow. Nice occasion to browse through some books, after two of them I have already collected more than enough ideas, leave the book-shelves alone and decide on something turkish, that book holds a lot of inspiration for me!

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Wie schon hier und da erwähnt ändere ich zur Zeit meine Essgewohnheiten, mit dem Ziel mehr Eiweiß und weniger Kohlehydrate;  ins Bewußtsein geholt während des Seminars auf der schönen sonnigen Insel Fuerteventura. Eiweiß braucht der Organismus ais Baustoff und für vielerlei Stoffwechselvorgänge, Kohlehydrate liefern Energie. Und von letzterer brauchen wir im Alltag eher weniger- außer wir sind Kraftsportler mit täglich mehreren Stunden Trainingseinheiten, oder Schwerarbeiter. Ich hab zumindest den Vorteil eines „bewegten“ Berufs, an einem durchschnittlichen Arbeitstag komme ich auf 7000-10 000 Schritte, alles in Allem. Zum Glück! Denn die vielen Brote, Kuchen, Nudeln undsoweiter schmecken einfach zu gut!

As already mentioned here and there I’m changing my eating habits, more of proteins and less of carbohydrates; blame the seminary week on that beautiful island in the sun, Fuerteventura. Proteins are vital for a lot bodily functions, carbohydrates provide energy. So, how much energy do we need, if we are not a strength athlete with daily training hours, or a heavy construction worker? I’m lucky that my profession keeps me moving, around 7000-10 000 steps on an average day- as those breads, cakes, pasta and so on taste so good, I could never go without!

Was das Alles mit den Walnußbrötchen zu tun hat? Eiweiß in Form von Yoghurt, Milch, Ei und Walnüssen ist in wohlschmeckendster Form bereits in dem Brötchen drin, dann noch schön Quark und einen Klecks Honig oder Marmelade drauf- ein wunderbares Frühstück. Zum Tee. Oder Kaffee, wenn ihr den lieber mögt.

So, where is the connection to those walnut rolls? Well, they are full of tasty proteins from yoghurt, milk, egg and walnuts,  put some soft white cheese and a dollop of honey or jam on top and you have a very nice breakfast. With tea. Or coffee, if you like that better.

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Diesmal halte ich mich ziemlich ans Rezept und löse die Hefe und den Zucker in dem lauwarmen Wasser auf, das bleibt so lange stehen bis Bläschen aufsteigen- eine knappe halbe Stunde etwa.

This time I stay mostly true to the recipe and start with dissolving yeast and sugar in luke-warm water, this rests until small bubbles start to rise- about half an hour.

Dann kommen alle restlichen Zutaten dazu- erstmal wenig Milch- und die Maschine knetet das Ganze zu einem weichen Teig. Da er mir zu weich war, hab ich noch ungefähr 3 Esslöffel Hartweizengrieß dazu gegeben. Gehzeit ist ungefähr 90 min- der Teig sollte sein Volumen verdoppelt haben.

Then the machine kneads the dough out of all ingredients- be careful with the milk! The dough was so soft that I added 3 tablespoons of wheat durum semolina. Let it rise until doubled in volume- around 90 min.

Dann wird der Teig in 14 ungefähr gleiche Portionen geteilt, diese werden auf der bemehlten Arbeitsfläche mehr oder weniger rund ausgerollt, mit flüssiger Butter bestrichen, und mit Walnüssen bestreut.

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Then I part the dough into 14 equal-sized pieces, on the floured surface rolled into (more or less) circles, brushed (no, glazed!) with melted butter and sprinkled with walnuts.

Jeder Kreis wird aufgerollt

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each circle gets rolled into a log

in sich verdreht

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twisted around itself

zur Schnecke aufgerollt und in die gefettete Backform gesetzt. jenachdem wie groß ihr diese wählt mit mehr oder weniger Abstand….

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scrolled into buns and placed in the prepared baking pan- with more or less space in between, depending on the size of your pan.

Eingestrichen! mit der Eigelb-Milch-Mischung

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brushed (no, glazed!) with the egg-milk-brush

kommt das Ganze in den auf 180° vorgeheizten Ofen, für ungefähr eine halbe Stunde.

the whole thing goes into the oven (preheated to 180°C) for about half an hour.

Bis zum Frühstück am nächsten Morgen schon deutlich dezimiert….

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Hard facts

Teig/ dough

120 ml Wasser

1 Tl Zucker

10g Hefe

500g Mehl typ 550

120 ml Öl

120g Yoghurt

50-100 ml Milch

1 Ei, 1 Eiweiß

1 Tl Salz

Füllung/ filling

115 g geschmolzene Butter

115 g fein gehackte Walnüsse

Streiche/ glaze

1 Eigelb, 1 El Milch

Und die Sonne lächelt dazu

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even the sun smiles…..

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