Huevos Rancheros

Eine Station hab ich ausgelassen, im September war ich statt blogwise in Marokko  „real life“  im Süden Deutschlands unterwegs, fern von Allem was irgendwie „Alltag“ heißt. Jetzt springe ich wieder auf auf den Zug und schaue dass ich mitkomme nach Mexico – wobei, da fährt ja von hier aus kein Zug hin, Melli Tomateninsel hat uns ein Flugzeug für diese Etappe der kulinarisch-vegetarischen Weltreise bereitgestellt.

One stop I skipped for during September instead of blogwise going to Morocco real life took me around the southern parts of Germany, far away from all that means all-day-life. Now I jump back on the train to Mexico- well, no train going there from here so Melli provided a plane for this stop at the culinary-vegetarian world travel.

Mexico- auch ein Land das noch auf meinen Besuch wartet- nahegekommen bin ich schon einmal, von Los Angeles aus planten wir einen Ausflaug nach Tijuana aus dem aber wegen zahlreicher Verkehrsstaus nichst wurde. Immerhin, in Los Angeles kann man schon eine Ahnung von mexicanischem Essen gewinnen.  Beliebt sind Bohnen und Chilies, Mais und Kürbis, nicht zu vergessen Schokolade!

Mexico is one of those destination still waiting to be visited by me; once I nearly made it to the town of Tijuana from L.A. – but turned around cause of the traffic jam along the route. But Los Angeles alos provides good opportunities to get a whiff of mexican food, with beans and chiles, corn and squash, not to forget chocolate!

Ein passendes Kochbuch wohnt in meinem Haus, beim Durchblättern fiel mir doch so einiges ins Auge. Die Entscheidung fiel sehr pragmatisch, nach dem Rumfort- Prinzip- Datteltomaten die ihre besten Tage fast schon hinter sich hatten, Chilies verschiedener Sorten reifen auf der Terrasse, und ein Übermaß an Eiern hat sich versammelt- alles für die  bei mir in Vergessenheit geratenen Huevos Rancheros, im ländlichen Mexico bei Farm-Arbeitern als zweites Frühstück sehr beliebt, geben auf den zugegebenermaßen nicht ganz stilechten Pfannkuchen Tortillas ein schönes Mittagessen für uns zwei Mädchen.

 

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A cookbook about Mexico lives in my household and browsing that I found a lot of interesting things. The decision came out of need somehow- there were datterini – small tomatoes- that needed to be eaten, chiles ripening and a lot of eggs suddenly appeared- everything pointed at those  Huevos Rancheros I had forgotten. In rural Mexico those are well-loved for the second breakfast, here they make a very nice lunch for us two girls, served on not so very mexican crepes tortillas. 

Zunächst hab ich zwei verschiedene Chilies in einem Topf Wasser aufgekocht und stehen lassen. Dann kam etwas Erdnuß-Öl in die ofenfeste Pfanne, eine gehackte Zwiebel drauf und die halbierten Tomaten, dies kam nun in den auf 230° vorgeheizten Backofen, so für 20 min.

Ein Duft!

First I took two different chiles into a pot, covered them with water, brought to a boil and let sit. Then a small amount of peanut oil into a oven-proof pan, a chopped onion, the halved tomatoes on top and into the oven, preheated to 230°C.

Aromatic waves in the air…

Aus dem Ofen, werden die Tomaten grob püriert, unter Zugabe von frischer Petersilie und Oregano und der eingeweichten, abgetropften und weitgehend von den Kernen befreiten Chilies, für die Konsistenz eventuell etwas von dem Chilie-Einweichwasser zugeben und salzen. Auf kleiner Flamme sanft zum Kochen bringen, geriebenen Käse drüberstreuen und wenn der geschmolzen ist die Eier hineingleiten lassen, eins nach dem anderen, Deckel drauf und ziehen lassen bis die Eier den gewünschten Gar-Grad erreicht haben- 6-10 min etwa.

Coming out of the oven, I pureed the tomatoes, added parsley and origano and the drained and mostly de-seeded chiles- if too try add some of the chile-fluid and salt. Bring to a simmer at low, grate some cheese on and let the eggs slide in, one after the other, cover the pan and let simmer until the eggs are done- 6-10 min.

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Mit Pfannkuchen Tortillas servieren, gut paßt auch noch ein grüner Salat dazu, oder Guacamole, oder frijoles … oder alles davon, ganz nach Möglichkeit und Geschmack und Hunger.

Served on crepes tortillas, along with salad of greens, or guacamole, or frijoles, or all of that- depending on your possibilities and hunger!

Hard Facts

(2 Personen mit mäßigem Hunger) ( serves 2 if not too hungry)

1 mittelgroße Zwiebel/ middle-sized onion

250-300g kleine Tomaten/ small tomatoes

2 Chili-Schoten/ chiles

Petersilie, Oregano, Salz/ parsley, oregano, salt

4 Eier

Tortillas

Leider hab ich die LPs verschenkt….

very unfortunately I gave away the LP’s….

Auberginenröllchen à la Klink/ Roulades d’Aubergine à la Klink

Ein neues Buch hat bei mir Einzug gehalten- „Voll ins Gemüse“ von Vincent Klink. Dessen Art zu kochen und seine Rezepte schätze ich schon seit langem und habe immer wieder erfolgreich Dinge nachgekocht, noch mehr nachdem ich zwischenzeitlich tatsächlich einmal in seinem Restaurant Wielandshöhe zu Gast war. Nun endlich- nach über einem Jahr geduldig ertragener Wartezeit- ist sein im Eigenverlag erschienenes Gemüse-Kochbuch endlich da, ich trage es von hier nach da, lese und überlege was mir wohl grade passen könnte.

A new book found it’s way into my household- Voll ins Gemüse/ full into vegetables by Vincent Klink. I like his way of cooking and his recipes for a while and always succeded in working with his instructions- all the more since having been guest at his restaurant Wielandshöhe in Stuttgart . Now finally after more than one year of patiently waiting his book finally came out, I carry it from here to there and think about what would please me just now.

Heute passen die Auberginenröllchen, denn dafür muß ich bei dem Regenwetter überhaupt nicht aus dem Haus, dank der Biokiste, ergänzt mit Dingen die sowieso immer im Vorrat sind.

Today it’s the aubergine roulades, everything needed is already here and so I don’t have to go out into the July rain.

Die Aubergine wird längs in Scheiben geschnitten, meine waren wohl etwas zu dick, wenn ihr könnt macht sie dünner, 4mm ist der Rezeptvorschlag, dafür hätte ich eventuell die Maschine nehmen sollen. Die Scheiben werden 2 Minuten in Salzwasser blanchiert- das ist Vincents Trick dafür dass sie sich nicht so mit Öl vollsaugen beim anschließenden Anbraten in Olivenöl.

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The aubergine is cut lengthwise into slices, mine were too thick so if you can make them thinner, the recipe talks of 4 mm what I probably would habe managed using the machine. The slices get blanched for two minutes in salted water, Vincent’s trick to prevent that they soak up too much oil when they are afterwards sauteed in olive oil.

Die feingeschnittenen Zwiebeln werden angeschwitzt, die gewürfelten Tomaten dazu und so 10 min musig einkochen lassen. Ich hab noch einen halben Teelöffel Ras-el-Hanout zugegeben, wegen des Wetters, zur Bekämpfung der Erkältung und weil mir so war. Steht aber nicht im Rezept. Dann die Brotbrösel und den gewürfelten Feta sowie das Ei und die gehackte Minze untermischen.

The finely chopped onions get sauteed too, the diced tomates come in and all simmers or about 10 min. I added a little ras-el-hanout, because of the weather, and my cold, and just because. Not exactly following the recipe. Then the breadcrumbs, diced feta, egg and chopped mint come in and all ist mixed well.

Auf die gebratenen Auberginenscheiben ungefähr 1-2 Esslöffel der Füllung geben, aufrollen und in die gefettete Auflauf-Form geben. Da meine Scheiben so dick waren wurde die Form nicht voll und es blieb Füllung übrig- die habe ich einfach obendrauf gegeben. Parmesan drübergerieben und in den auf 200° vorgeheizten Ofen damit, so für 15 min ungefähr. Bis es eben verführerisch genug duftet….

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I heaped about 1-2 tablespoons of the filling onto each aubergine slice, rolled them up and put them into the oiled baking pan. Ma slices being so thick there were not enough to fill the pan, and I had filling left over which I simply put on top, grated parmesan topped everything and then into the oven, preheated to 200°C, for around 15 min. Just so long as you can stand the tantalizing smells….

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Da ein solches Gemüsegericht auch sehr gut kalt oder lauwarm genossen werden kann, (und ich nicht weiß ob die Zeit noch reicht meinen Lieblingstomatensalat hier reinzusetzen) ist dies mein Beitrag zum Event auf Zorras Kochtopf, das 100ste übrigens! , Simone von S-Küche wünscht sich Erfrischendes für die heißen Tage.

Such a fine vegetable dish also tastes great when served cold or luke-warm, so this is my contribution to the current event on zorras Kochtopf, the 100th! Simone from s-küche asks for refreshments for the hopefully still waiting hot days.

Hard Facts

1 Aubergine

1 kleinere Zwiebel/ smallish onion

2 mittelgroße Tomaten/ middle-sized tomatoes

1/2 Tl Ras-el-Hanout/ tsp

1/2 altbackenes Brötchen, grob gerieben/ stale bread roll, roughly grated

2-3 kleine Zweige frische Minze / twigs of fresh mint

1 Ei/ egg

100g Feta

frisch geriebener Parmesan/ freshly grated Parmesan

 

Achja, heute war ein erfrischender Regentag, hab ichs schon erwähnt?

Did I mention that today was a very refreshening rainy day?

Kartoffelsalat-ein Exkurs/ Potato Salad

Kartoffelsalat, ein Grundnahrungsmittel in allen Gegenden Deutschlands, und vielfach geliebt auch darüber hinaus. Selbst in den USA- Kochbüchern finden sich unterschiedliche Rezepte dafür…Julia von German Abendbrot möchte alle unsre Kartoffelsalat-Geheimnisse wissen!

Potato salad, a staple in all of Germany and furthermore, even my USA- cookbook boasts an array of recipes. Julia, from “ german abendbrot wants to learn all about our potato salad secrets!

Ich bin schon in früher Kindheit mit verschiedenen Kartoffelsalat- Varianten in Berührung gekommen, meine Mutter, aus Hessen, favorisierte eine mayo-freie Version mit ausgebratenen Speckwürfelchen die am Schluß drüberkamen. Meinem Vater zuliebe gab es gelegentlich auch „Berliner Art“- mit Mayo, Gurken und Tomaten. Den mochte ich viel lieber! Eingeweiht in die Zubereitung wurde ich dann auf schwäbische Art, mit Brühe, eine komplizierte Abfolge der richtigen Zubereitungsschritte in exakter Reihenfolge, die für ein gutes Ergebnis unumgänglich waren. Und weit entfernt von der bunten „Berliner Art“. Lange hats gedauert bis ich dem irgendwie nahekam, zumal die schwäbische Variante, aufgepeppt mit frischer Kresse oder dünn gehobelten Gurken sich innerhalb meiner Familie einer enormen Beliebtheit erfreute. Irgendwann dann begegnete mir ein „Frühlingssalat“ der in Kombination mit der schwäbischen Basis eine gute Annäherung an das von mir erträumte Geschmackserlebnis ergab- und das Beste, die zwei Komponenten, der „Frühling“ und die Kartoffelsalat-Basis werden erst nach persönlichem Gusto am Teller zusammengemischt, so kann jeder selber entscheiden wieviel „Frühling“ er oder sie auf dem Teller haben möchte, oder ob überhaupt.

Even during my childhood I encountered wildly differing versions. My mother, a hessian, liked crispy bacon pieces on top of her potato salad. Whereas my father favored a „Berlin Style“ – with mayonnaise, cucumber and tomatoes, and I followed him with that! Initiated into preparing potato salad myself I was in the suebian way, with broth, and a complicated sequence of steps that had to be followed exactly to gain the promised result. And a far cry from my colourful „Berlin style“! It took some time for me to come near that taste, hindered by the craving my family developed for the suebian way, that could be varied with cress, cucumber, endive and more. Some time I encountered a „spring salad“ that, combined with my basic salad came somewhat near the taste I longed for. And what’s best, the two components can be mixed individually on the plate, so that everyone decides for him- or herself how much spring goes into the potatoes, or if none at all.

Dieser Tage kam mir das neueste Buch vom Vincent Klink in die Finger- „Voll ins Gemüse“ – dort beschäftigt er sich auf drei Seiten mit dem geliebten Kartoffelsalat, der ja bei uns Schwaben mit auf jeden Beilagen- oder gemischten Salatteller gehört. Er macht eine Prise Curry dran, um sich damit ein wenig dem „Maggi“ anzunähern – im Sterne- Restaurant ist das genauso verpönt wie in meiner Küche. Nur, warum auf Curry zurückgreifen wenn es doch dieses wunderbare Kraut gibt das „Maggi“ im Namen führt? Zwar hat der Liebstöckel in meinem Garten bislang Probleme sich niederzulassen, ein paar Blättchen, grade genug für den Salat, langts allemal.

A few days ago I received the latest book from Vincent Klink „fully into vegetables“ (german only, sorry) and he also deals with potato salad- three pages long! Here in Suebia potato salad belongs on each and every plate of mixed or side salad, and star-cook Vincent puts a pinch of curry into his version in order to provide some „Maggi“- taste, as the use of Maggi itself would not be tolerated in his highly acclaimed restaurant- neither is it in my kitchen. And why should I, as the beautiful (or at least tasteful) herb named after „Maggi“ (in German Maggi-herb) lovage grows in my small garden? Not much of it, but just enough for a potato salad now and then.

So nun aber genug theoretisiert und geschwafelt, ran an den Salat!

Zunächst werden die Kartoffeln mit der Schale gegart, gelegentlich wenn der Backofen eh an ist lege ich sie einfach da mit rein, ansonsten eben in genug Salzwasser kochen, abschütten und ungefähr eine Stunde abkühlen lassen, dann pellen und in dünne „Rädle“ schneiden. Sodann werden diese Rädle mit der heißen Gemüsebrühe übergossen und der Essig kommt dran. Diese Mischung darf nun mindestens eine Stunde ziehen.

Enough blabla… let’s get going here!

First step is cooking the potatoes, either in the oven (when it’s turned on anyway) or in salted water, and let cool for about one hour. Then I peel and slice them thinly, and let those soak in the hot broth and vinegar for around one hour.

In der Zwischenzeit beschäftige ich mich mit dem Frühling- Tomate und Gurke werden gewürfelt, die Radieschen gehobelt, die Kräuter gehackt und alles mit dem Yoghurt vermischt.

Meanwhile I try my hand at the spring part- tomatoes and cucumber cut into cubes, radishes slices finely, herbs chopped and all of that mixed with the yoghurt.

Nun gehts an die Vollendung- 2 -3 Esslöffel von der Kartoffelsalatbrühe kommt in ein Gefäß in dem es sich gut rühren läßt, ein bis zwei Teelöffel scharfen Senf dazu, mit dem Schneebesen dieses verrühren und dann das Öl nach und nach zugeben und reinschlagen. Wenn ich genau weiß der Salat wird in der nächsten Stunde tatsächlich weggeputzt, und ich habe ein gaaaanz frisches Ei zur Verfügung, dann kommt das auch noch mit dazu, das gibt dann eine ganz besonders feine cremige Note. Heute nicht…

Diese Öl-Mischung wird nun über die Kartoffeln geleert, untergemischt, und voilà die schwäbische Basis ist fertig und kann nach Belieben mit Geschmacksnoten versehen werden, Zwiebeln, Speckwürfelchen, frische Kräuter, Feldsalat, Gurke, was immer ihr mögt.

Bei mir kommt für heute nix weiter dran, – außer dem vorbereiteten Frühling, natürlich. Und etwas frisch gemahlenen Pfeffer.

A few more steps towards completion; 2-3 tablespoons of the broth in the salad bowl go into a mixing jar, mixed with the mustard, and then the oil ist beaten in bit by bit. If I can be sure the salad will be eaten in less than one hour and I have a real fresh egg  I use that to emulsify this sauce, this results in a winderful smooth note. Not today…..

This oil- mix now gets poured over the potatoes, stirred under, and voilà you suebian basic salad is done and can be refined to your taste and mood, with onions, bacon, fresh herbs, cucumber, whatever you like. 

Today I like nothing else but my prepared spring, of course. And some freshly grated pepper.

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Hard Facts

400g gekochte Kartoffeln, überwiegend festkochend /boiled potatoes

1 El Gemüsebrühe-Paste, mit 250 ml kochendem Wasser aufgelöst/ tbs veggie-broth- paste in 250 ml boiling water

3 El scharfer Essig/ tbsp vinegar

1-2 Tl scharfer Senf/ tsp hot mustard

100- 150 ml  Sonnenblumen oder Raps-Öl/ sunflower or rapeseed-oil

200g Naturyoghurt/ plain yoghurt

2 mittelgroße Tomaten/ middle-sized tomatoes

1/3 Salatgurke/ cucumber

6-8 Radieschen/ radishes

1 Handvoll gemischte Gartenkräuter- Schnittlauch, Petersilie, Zwiebelgrün, und natürlich Liebstöckel

handfull of mixed herbs from the garden- chives, parsley, green onions and of course lovage. 

Kleine Beilage/ small side-order