Sandwich Muffaletta Style

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Erinnert ihr euch noch an die Fliegen, die mit einer Klappe? Hier folgt nun die letzte, ultimative Fliege des damaligen Streichs; zu Peters Event, dem Kick in ferne Töpfe. Peter „aus meinem Kochtopf“ wünscht sich Gerichte zur WM, die die Fans in den entsprechenden Ländern auf dem Teller haben könnten wenn sie sich die Spiele ihrer Mannschaft anschauen. Zumindest hab ich das so verstanden, und deshalb für die USA was Handfestes ausgesucht was sich unkompliziert aus der Hand essen läßt und bestimmt auch zum Bier ganz prima schmeckt. Ausprobieren müßt ihr das schon selber, ich trinke nämlich kein Bier, oder höchstens mal alle paar Jahre einen Schluck.

Do you remember the many birds, those to get with one stone? Here follows the last, ultimate bird caught with that stone; for Peter’s event. Peter gathers recipes from all countries participating in the football world championship, of that kind that fans all over the world watching the games would and could have on their plates. At least that’s what I understood and for the USA chose something that can easily be eaten by hand and I bet a beer will go very well with it. Of course that you have to try for yourself as I do not really like beer.

Das Muffaletta Sandwich stammt aus New Orleans, und liest man verschiedene Rezepte und die Kommentare dazu merkt man, es ist wie überall mit den traditionellen Gerichten- Einigkeit Fehlanzeige. Wieviel „Pickled“ also eingelegte Gemüse gehören in den Salat, Paprika oder nicht, und dergleichen Streitpunkte mehr. Oliven und Kapern, darin sind sich alle einig, ebenso wie dass der Salat mindestens eine Nacht und das Sandwich auch ein paar Stunden durchziehen sollte.

Muffaletta Sandwich origins from New Orleans- researching recipes and comments I found it’s like with every traditional dish everywhere- the one and only version does not exist. How much of pickles to put into the salad, bell peppers or no, all agree on olives and capers and that the salad as well as the sandwich should be prepared beforehand and rest a few hours.

Also legen wir schon wirklich frühzeitig los und backen Focaccia.

So we get an early start and bake a focaccia.

Für den Olivensalat werden alle Zutaten grob gehackt und mit den Würzzutaten vermengt, einige Stunden oder am Besten über Nacht im Kühlschrank.  ziehen lassen.

For the olive salad all ingredients get chopped roughly, mixed with the spices, and may rest a few hours or spend a night in the fridge.

Die Focaccia habe ich erst der Länge nach halbiert und dann jede Hälfte in der Mitte aufgeschnitten wie für ein Riesen- Sandwich. Dann kam die Schichtung: Olivensalat, Coppa, Schinken, Salami, Provolone, Schinken, Salami, Coppa, Olivensalat. Zusammenklappen und einigermaßen straff in Folie gewickelt einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

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The Focaccia I halved  lengthwise and then each half cut in two like for a giant sandwich. Then followed the layering: first spread olive salad on the bottom, followed by coppa, ham, salami, provolone, ham, salami, coppa, olive salad. Fold together, wrap tightly with foil, and put it into the fridge for a few hours.

Und zum Spiel- das Sandwich einfach in Streifen schneiden, und genießen!

So now the games can start- just cut the sandwich into stripes and enjoy!

1 Focaccia

Salat/salad

125 g gemischte Oliven/ mixed olives

2 kleine Stangen vom Sellerie (ca 75g)/ small stalks of celeriac

100g geröstete rote Paprika in Öl/ roasted red peppers in oil

15g Kapern in Essig/ capers in vinegar

2-3 eingelegte scharfe Peperoni/ pickled hot peppers

50g Balsamico-Zwiebeln/ onions in balsamico

Saft 1/2 Zitrone/ juice of 1/2 lemon

3 El Olivenöl/ tbsp olive oil

Salz, Pfeffer/ salt, pepper

Belag/ filling

Die Mengen hängen davon ab wie dünn die Scheiben sind, können also je nach Willen und Können des Metzgers variieren!

The amounts needed depend on how thinly cut the slices are, so they may vary with the goodwill and art of your grocer.

ca 250g Provolone in Scheiben/ provolone, sliced

ca 300g Prosciutto cotto oder Mortadella  in Scheiben/ cooked ham or Mortadella, sliced

ca 150g italienische Salami in Scheiben/ italian salami, sliced

ca 120g Coppa (getrockneter Schweinehals) in dünnen Scheiben/ coppa

Mississippi Mud Cake

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Kulinarischer Road-Trip durch die USA, so heißt die neueste Herausforderung die sich Bella von bella kocht für zorras kochtopf ausgedacht hat. Eine Herausforderung deshalb- wie soll ich mich für zwei Gerichte entscheiden? Hab ich doch etliche Bücher zum Thema, verfolge jedemenge amerikanischer Koch-Seiten und die Ideen purzeln nur so in meinem Kopf herum.

Culinary roadtrip through the USA is the newest challenge, created by Bella and presented on zorras kochtopf-cooking pot. Some challenge for me- what to choose? Several cookbooks I own, follow several us-american sites on cooking and so a lot of ideas tumble through my mind.

Dreimal war ich bereits in den USA, einmal in den späten 1970ern, 3 Tage New York und 10 Tage in Cleveland, Ohio mit einer Jugendgruppe, wir waren in Gastfamilien untergebracht und haben so ein Stückchen des damaligen american way of life kennengelernt. Eine Stadt in der es keine Gehwege zu geben scheint, die Menschen fahren ins Haus gegenüber mit dem Auto- zumindest kam es uns so vor. Alles ist größer, Kaffetassen, Pizzen, Kaugummi-Päckchen, die erste Rollschuhbahn meines Lebens- und die Autos! Damals noch viele Straßenkreuzer, vorne mit durchgehender Sitzbank, so dass locker von uns dünnen deutschen Teenagern 7 auf einen Streich von hier nach da gefahren werden konnten- im Gegensatz zu unsren amerikanischen Altersgenossen hatten wir ja noch keinen Führerschein.

Johnny Appleseed from Cleveland
Johnny Appleseed from Cleveland

Three times I’ve been to the USA- first time during the late 1970ies I was part of a youth group traveling- three days New York and 10 more in Cleveland, Ohio staying with guest families we saw a bit of the american way of life those days. A town with seemingly no sidewalks, we thought they even used the car to visit the house opposite on the street…. Everything is bigger, coffee pots, pizze, chewing gum packs, I saw the first skating ring in my life- and the cars, oh my! Real rooad cruisers could be found then, with bench seats in the front, seven of us skinny german teenagers could be chauffeured from here to there in one of those.

Die zweite Reise, Mitte der 1980er Jahre, war eine Besuchsreise, eine Woche Boston, 5 Wochen L.A., dort habe ich die amerikanische Küche kennen- und liebengelernt: Avocado, Chili, Bohnen, Cheesecake, fallen mir so auf Anhieb ein, überhaupt die Unmenge an frischesten Zutaten, fantastisch. Süd-Kalifornien im Mai wenn es frische Erdbeeren gibt- traumhaft. Leider kann ich euch keinen strawberrie shortcake mitbringen, denn wir haben Februar in Deutschland…

Second time during the 1980ies I visited with friends- one week Boston, 5 weeks L.A. , and that was when I fell in love with american food and cooking. Avocado, peppers of all colours and kinds, beans, cheesecake come to my mind, such a lot of freshest quality goods- fantastic. Southern California during strawberry season is really worth something. But as we have february in Germany, no way to present a strawberry shortcake here.

Und so habe ich euch etwas von der dritten Reise, 20 Jahre später mitgebracht. Die führte über New Orleans nach Tampa, Florida, viel Kultur, viel Meer, viel wunderbares Essen, die creolische und Cajun- Küche New Orleans ist auf jeden Fall eine eigene Geschichte wert.

And so I brought something from my third trip some 20 years later for you. That time I travelled from New Orleans to Tampa, Florida, lots of culture, lots of seaside, lots of wonderful food, creole and cajun kitchen are worth a story for themselves.

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Der Mississippi, Lebensader des Südens, gibt seinen Namen für diesen Kuchen her, von dem es etliche Varianten gibt. Wichtig: dunkel muß er sein, und feucht, wie ein Stück Schlamm vom Mississippi eben. Ich back ihn als Kuchen in der Kranzform, die will ja auch immer mal beschäftigt werden (mein Exemplar stammt im Übrigen auch aus den USA).

Mississippi, life line of the south, lends his name to this cake in all its varieties. Dark it has to be, and moist, like some piece of Mississippi mud. Mine comes as a bundt cake- as my baking tin comes from the USA too.

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Wie in vielen amerikanischen Rezepten üblich braucht man außer Schüsseln und Rührbesen keine besonderen Geräte- ich wiege immerhin die Zutaten ab, ist einfach genauer.

As often in US-recipes no special tools are required, just bowls and a whisk. I prefer to weigh the ingredients, for more accuracy.

Zunächst koche ich in der French Press einen starken Louisiana- Kaffee, d.h ich ersetze ca 1/4 des Kaffeepulvers durch Zichorienkaffee- hier hab ich den kennengelernt, fantastisch, sag ich euch! In dem noch heißen Kaffee löse ich die Schokolade auf und dann die Butter, ein wenig Wärme-Nachhilfe ist nötig. Das Öl kommt dazu,  Zucker und  Whiskey. Man findet Zuckermengen bis 350g in den Rezepten….

First I brew a pot of strong Coffee, Louisiana style with part chicory- a special delight I tasted here for the first time, fantastic! In the still hot coffe I dissolve the chocolate and the butter, maybe heat up a bit so that everything comes together well. Oil, whiskey and sugar come in. The original recipes use up to 350g of sugar…

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In einer weiteren Schüssel mische ich Mehl, Natron und Vanillezucker und rühre dies nach und nach in die gut zimmerwarm abgekühlte Kaffee-Brühe. Zum Schluß mit dem Schneebesen die Eier einzeln untergerührt leere ich den Teig in die gefettete Kuchenform, dann kommt der Kuchen für ungefähr 75 min in den Ofen, 130° Umluft.

In another bowl I mix flour, baking soda and vanilla sugar. That mix I put in batches into the coffee brew and whisk well, at last come in the eggs one by one. The batter I pour into the prepared baking tin and the whole thing goes into the oven, 130°C, circulating heat, for about 75 minutes.

Es duftet….. gar köstlich.

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Smells…. fantastic.

Hard Facts

300ml starken Kaffee, wenn möglich die Louisiana- Variante/ strong louisiana coffee

160g dunkle Schokolade/ dark chocolate

200g Butter

50 ml Sonnenblumenöl/ sunflower oil

60 ml Whiskey

200g Zucker/ sugar

250g Mehl typ 405/ cake flour

1 Tl Natron/ tsp baking soda

1 Tl Vanillezucker echt 10%/ real vanilla sugar 10%

2 Eier/ eggs

Bridge-Club, Jackson, Mississippi

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Die Geschichte spielt in Jackson, Mississippi, Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Eine Zeit die einige unter uns als Kind schon miterlebt haben. Eine Geschichte die es verdient gelesen zu werden, ich habs nun schon zweimal getan und den Genuß dadurch deutlich erhöht. Was wohl auch daran lag dass ich beim zweiten Durchgang auf der Suche war, nach Genuß, dem Event Lesehunger sei Dank, nämlich was die „guten Geister“ in den Küchen der – mehr oder minder- herrschaftlichen Häuser auf den Tisch brachten. Mehr so beiläufig passiert das, für einen Geburtstag wird  Erdbeer- und Schokoladenkuchen gebacken, Okras oder Bohnen aus den Gärten werden zu den typischen Südstaatengerichten verarbeitet. Wobei, ein Schokoladenkuchen spielt eine sehr unrühmliche, sehr wichtige Rolle- das lest ihr am Besten selber. Heute spielen wir Bridge; das monatliche Treffen dient als Camouflage für 4 junge Frauen zu tratschen. Die schwarzen Dienstmädchen reichen hausgemachte Limonade, Eistee und gefüllte Eier, das gute Silberbesteck kommt auf den Tisch- und muß anschließend, Stück für Stück abgezählt, von der schwarzen Hilfe wieder aufgeräumt werden.

Im Radio läuft derweil, unter Anderem, Musik eines ungefähr 14jährigen Jungen

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Die Hauptrolle in dem Buch gehört diesen schwarzen Dienstmädchen, die Rassentrennung ist so selbstverständlich verankert im Alltagsgeschehen, – entsprechende Gesetze (ausführlicher hier) waren  bis Mitte der 60er Jahre in Kraft 1964/65- dass ich sehr zum Nachdenken angeregt wurde- wie wäre das gewesen, wärst du eines dieser weißen Kinder gewesen? Oder eines der Schwarzen? Welches Sozialverhalten hättest du lernen können- wäre das Wichtigste, einen möglichst reichen Mann zu ergattern und das möglichst vor dem 25. Geburtstag- oder, auf der anderen Seite, wie du bestmöglich zum Familienunterhalt beitragen könntest, möglichst unauffällig und angepaßt um dich und andere nicht in Gefahr zu bringen?

Eine junge Dame der besseren weißen Kreise fasst den Mut, hört sich die Geschichten der „guten Geister“ an, schreibt ein Buch darüber- anonym- und verläßt am Ende Jackson, Mississippi, in Richtung New York, in Richtung Freiheit, zieht ihre Berufung, das Schreiben, jedem Ehemann, sei er noch so reich und attraktiv, vor.

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Jackson, Mississippi, at the beginning of the 1960ies, is where the story unfolds- at a time when some of us where already around as children. A story worth reading- I indulged myself twice already. For I was looking for indulgements, thanks to the event Lesehunger – Appetite for books– what came out of the capable hands of „the Help“, kitchenwise. This happens more casually, a birthday cake is needed- strawberry or chocolate? Okras and beans from the garden crop transform into those wonderful souther-style dishes. Ah yes, there is a chocolate cake that plays a part that is as important as it is disrespectful- read the book, and you will know.Today we look in on the brigde- club, a monthly excuse for 4 young ladies to exchange gossip. The black help serves iced tea, home-made lemonade and deviled eggs, the silver is put on the table and afterwards has to be put back, counted piece for piece, by the black maid while she listens to a young boy of about 14 years on the radio (see above). And more music, of course.

The leading part belongs to those black maids, the colour bar is firmly in place and dominates the day-to- day-life, segregation laws were valid until 1965. And I started reflecting- what if you would have been one of those white girls? Or one of the black ones? What kind of social consciousness would you have been able to develop when the highest achievement would have been a substantial husband before the 25th birthday? Or, on the other side of town, to contribute to the family sustenance as soon as possible, preferably in a nondescript manner as not to attract danger to you and your family?

A young woman from the white upper circles takes heart, listens to the stories those black maids have to tell, writes a book, – anonymously- and in the end brakes free from Jackson, Mississippi, to live as a writer in New York- no husband in sight.

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Also, stellen wir uns in die Küche, um die Ladies stilecht zu bewirten, pressen Zitronen aus, schneiden weitere Zitronen in möglichst dünne Scheiben, Zucker, Salz, kaltes Wasser dazu, die Eiswürfel und Minze-Blättchen wandern direkt in die Gläser.

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So, lets work in he kitchen to serve the ladies in proper style. We squeeze lemons, cut other lemons in small slices, mix with sugar, salt, cold water; ice cubes and mint leaves go into the glasses before serving.

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Eier kochen auf Südstaaten-Art geht so- das Wasser soll über den Eiern stehen, sie werden kalt aufgesetzt, Salz und Essig ins Wasser,  schnell hochgekocht und dann sofort von der Hitze genommen, nach exakt 10 Minuten kalt abgeschreckt- dabei sollten die Eierschalen gleich angeknackst werden um  eine Blau-Färbung der Dotter-Ränder zu verhindern- das klappt tatsächlich!

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Eggs boiled „southern style“- they should be covered with water, salt and vinegar added, bring to boil and remove from the heat immediately. After sitting in the hot pot for exactly 10 minutes run cool water over the eggs, cracking the peel in the process to prevent blue-coloured yolks- and that does work! 

Dann werden die Eier geschält, halbiert oder von oben ca 1/3 abgeschnitten, die Dotter vorsichtig (!) ausgehoben. Hier stellt sich heraus dass die Kopf-ab-Methode für mich nicht die Richtige ist, das Eigelb läßt sich nicht ohne Schaden für die Eiweiß-Hülle hinausbefördern. Mayonnaise zu den Dottern- selber gekaufte, selbstgemachte wäre natürlich um Vieles feiner-, und die restlichen Zutaten gut vermischt, erst mit der Gabel, dann kurz mit dem Pürierstab. In die Eihälften eingefüllt, mit feinsten Schnittlauchröllchen garniert….

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So, und wer spielt nun Bridge mit mir? Könnt ihr? Oder kommt wenigstens zum Tratschen……

I peel the eggs, cut them lenghtwise or remove 1/3 of the top, remove the yolks and note- the head-removing method is not the best for impatient me, the white shells do suffer. Add mayonnaise to the yolks (store-bought; homemade would be even better) and all the other ingredients, mash first with a fork then use the hand-held blender. Fill the egg-whites with the mix, garnish with fine-cut chives…..

And now, who will come to play bridge? Can you? Or come to gossip, at least…..

Hard Facts

Lemonade

3/4 Tasse frisch gespreßter Zitronensaft/ cup freshly squeezed lemon juice

3/4 Tasse Zucker/ cup sugar

1 gr Salz / salt

1 Zitrone in dünnen Scheiben/ lemon thinly sliced

Minze-Blättchen/ fresh mint leaves

Gefüllte Eier/ Deviled Eggs

4 Eier / eggs

1Tl Salz / tsp salt

1/2 El Essig/ vinegar

Füllung/ filling

4 Eigelbe/ eggyolks

3 Prisen Salz/ pinches salt

1/4 Tl Zucker/ tsp sugar

4 El Mayonnaise/ Tbsp mayonnaise

2 Tl Senf / mustard

1 El Sahne/ cream

Garnierung/ Garnish

Schnittlauch/ chives

Meine inspirierenden Quellen

Inspiration found here

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Ups, hab ich doch glatt vergessen das Silber rauszuholen…. immerhin hab ich die passende Musik aufgelegt- für Zeit und Gegend dieser Gegend- denn:

Ooops, I forgot to lay out he silver….. at least I played the right kind of music- according to time and place- because:

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The Times they are a-changing

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