3 Nüsse für – den Osterhasen?

image_2

Kürzlich hat es uns per Zufall auf eine kulinarische Messe im Kleinformat verschlagen, die Kulinart fand in Stuttgart statt, angekündigt war unter Anderem ein persönlich bekannter Grillweltmeister. Dieser war vor Ort zwar nicht zu entdecken, dennoch hat der kleine Messebummel Spaß gemacht und ein paar Mitbringsel wurden ins Auto geladen. Sekt vom „Cannstatter Zuckerle“, Kaffee von allen Orten geröstet in Gültstein- und die phänomenalen Haselnüsse aus dem Piemont, bereits neidvoll hier und da betrachtet.

image

Um die fabelhaften Nuß-Taler unsres Meisterbäckers Baier nachzubacken, ganze Haselnüsse auf einer Mürbeteigscheibe mit Schokorand….. – dafür fehlte es an Muße und Experimentiergeist; obig verlinkte Kekse fanden keinen Beifall und so habe ich mich an die piemontesische Haselnusstorte gehalten, schließlich sind die Nüsse ja von dort. Ein Tütchen zugekauft vom regionalen Bauernladen, die, so kann ich mir vorstellen, wenn geröstet und gehäutet ein ähnliches Aroma entfalten, schritt ich am verregneten Ostersamstag zur Tat.

Mahlte zunächst die Nüsse, schlug sodann mit der Hälfte des Zuckers und einer Prise Salz die Eiweiß zu glänzendem Schnee, daraufhin wurden die Eigelbe mit dem verbliebenen Zucker zu einer hellen Creme verschlagen. Die Butter wurde in der Mikrowelle geschmolzen und dahinein gab ich die Schokolade- durch Umrühren löste sich sowohl die Schokolade auf als auch die Butter kühlte ab. Die Stärke kam mit dem Backpulver in die Eigelb-Creme, dann die Nüsse, die Butter-Schokolade und ganz zum Schluß die Eiweiße; ich habe alles nur mit dem Teigschaber untergehoben. Sofort in die vorausschauenderweise bereist eingefette Springform, 26 cm ø, und in den Ofen- 160° Umluft ohne Vorheizen. Es dauerte ungefähr 50 min bis die Stäbchenprobe zufriedenstellend ausfiel- und vermutlich nicht einmal so lange bis das erste Stück probiert werden mußte.

image_2

Hmm. Hmm. Hmm. in immer höheren Tonlagen bekam ich zu hören- und konnte diese Äußerungen nur bestätigen. Ein fantastischer Kuchen- schade nur dass ich mir nicht gemerkt hatte wer der Anbieter dieser Nüsse war…. und ebenso schade dass zum Fotografieren nur ein mini-pad zur Verfügung stand- na, ihr werdets mir hoffentlich nachsehen.

 

Hard Facts

300g Haselnüsse, beste Qualität, geröstet und geschält

6 Eier, getrennt

225g Zucker

Prise Salz

70g Dunkle Schokolade

100g Butter

50g Stärkemehl

1/2 Päckchen Backpulver

ein wenig abgeriebene Zitronenschale

La Cenerentola, Rossinis Aschenbrödel, eher unbekannt und in der aktuellen Inszenierung der Oper Stuttgart absolut sehenswert!

Luxus- Gugl/ Luxury Bundt Cake

angeschnitten

Kennt ihr das auch noch, die Sammlungen von aus Zeitschriften rausgerissenen Rezept-Seiten? Als ich heute den „Trost-Gugl“ von Julia entdeckte fiel mir eine lange vernachlässigte Seite aus meiner Loseblattsammlung ein- immerhin eins das im Ringordner gelocht und abgeheftet wurde. Und eins das ich tatsächlich öfter gebacken hatte, damals, in Zeiten ohne die immerwährende Überflutung mit Rezepten aus internetz und Blogistan.

P1030462

Do you also remember the collections of recipes torn out from magazines? Reading about Julia’s „consolation gugl“ I remembered a long forgotten sheet from my collection, even one perforated and kept in a folder; one I baked regularly, during those times before the never-ending flood of recipes from internet and blogistan.

Der mußte es heute ganz dringend sein- denn genau wie Julia plagt auch mich ein Schnupfen; Körper und Seele sehnen sich nach Trost und Wärme- und aus dem Haus gehen mag man deswegen nicht.

That one it had to be for today as I’m plagued by a head cold as well as Julia; body and soul are craving for consolation and warmth- without leaving the house, preferably.

Der Kuchen ist recht einfach in der Zubereitung, nur wenn er zu lange im Ofen war nimmt er das übel indem er Anflüge von Trockenheit zeigt.

The cake is simple to prepare, only when left too long in the oven it will show some sign of displeasure and become dry.

Also los gehts- Mehl, Stärke, Zucker, Mandeln, Zitronenschale, Backpulver werden in der großen Rührschüssel vermischt. In einer weiteren Schüssel werden Eier mit Milch verschlagen und unter die Mehlmischung gerührt- ich nehme hierfür das „Paddle“ von der Kenwood. Die Butter wird im Öl (ich hab Sonnenblumenöl verwendet) geschmolzen und ebenfalls untergerührt, zum Schluß kommen die Schoko-Drops und die etwas  abgetropften Rumsrosinen rein und werden nur untergehoben.

So let’s get going – put flour, starch flour, sugar, almonds, lemon peel, baking powder into the big mixing bowl. In another bowl mix eggs and milk, pour over the flour mix and stir- I use the „paddle“ attachment of my kenwood. Melt the butter with the oil and also pour into the flour mix and stir, and at last the lightly drained rumraisins and chocolate drops are just folded in.

Den ziemlich flüssigen Teig in die vorbereitete Napfkuchenform gießen und bei 170° Umluft eine Stunde backen. Etwas in der Form auskühlen lassen, stürzen, mit Puderzucker bestäuben- und ungeduldig warten bis endlich ein passender Zeitpunkt kommt für ein Probestückchen…..

Pour the somewhat liquid dough into the well-oiled bundt tin and bake, at 170° circulating heat for about one hour. Let cool a bit, then remove from the tin and sprinkle with powdered sugar. And wait… for the exact right moment to take a test- bite…..

Ach, fast hätte ichs vergessen- da ja alles aus meiner Vorratskammer kam, kriegt auch Susanne Magentratzerlein Stück für ihre Schatzsuche im Vorratsschrank.

 

Oh, I nearly forgot- as all things needed came from my pantry I give a piece to Susanne Magentratzerl for her treasure hunt in pantries.

Hard Facts

100g Rosinen, in Rum eingeweicht / raisins soaked in rum

375g Mehl Typ 405 / flour type 405 ( cake flour)

125g Speisestärke/ starch

150g Zucker/ sugar

50g geriebene Mandeln, davon 2 Stück Bittermandeln/  grated almonds with 2-3 bitter almonds

abgeriebene Schale von 1 Zitrone/ grated peel of 1 lemon

1 Päckchen Backpulver/ sachet baking powder

Prise Salz/ pinch of salt

4 Eier/ eggs

220 ml Milch/ milk

150g Butter

100g Pflanzenöl/ vegetable oil

50g Schoko-Drops (kleine, Zartbitter)/ chocolate drops (small, dark)

bleibt gesund!

 

Schokoladenkuchen, was sonst?/ Chocolate cake, what else?

P1030346

Bananen, wieder einmal. Dunkelgeschrumpft, trug ich sie von hier nach da und wieder zurück, völlig unschlüssig was daraus werden sollte und dennoch gewillt sie vor dem Verderben zu retten. Studierte und suchte, Pancakes- zuviel Aufwand vor dem Frühstück. Muffins- man isst doch immer den ganzen, auch wenns eigentlich zuviel ist…. Kuchen, nur wie? Mit Mandeln? Mit Schokolade? Pecanüsse, das hatten wir erst….Ein Blick in die Speisekammer offenbarte größere Vorräte an Walnüssen, das wär doch was! Schokolade und Kakao waren auch vorhanden, Mehl und Eier sowieso, also war die Richtung klar, eine dunkel-saftige Köstlichkeit erstand vor meinem inneren Auge.

Bananas once again, brown and shriveled, I carried them from here to there and back again, truly undecided what to do with them, decided to save them from being thrown away. Researched and studied; pancakes? Too much bother before breakfast. Muffins- I see them with a critical eye, because of course you have to eat a whole one of that size- even if you feel it may be too much.Cake- but how? With almonds? With chocolate? Pecans we had not long ago…. a look into the pantry revealed walnuts, lots of them; chocolate and cocoa I’m never short of, eggs and flour also, so a dark beauty came to my mind.

Nach amerikanischer Manier habe ich zunächst die trockenen Zutaten vermischt- Nüsse grob gemahlen, Mehl, Backpulver (Knoten machen- und nächstes Mal ans Durchsieben denken!), Kakao, Schokosplitter. Dann in der Kenwood Eier und Zucker aufgeschlagen, Öl und Bananen und die Sauermilch dazu, kurz rühren- mit dem Paddle geht das ganz hervorragend. Die trockenen Zutaten auf einen Sitz dazugeschüttet, nochmal kurz gerührt und ab in die gut gefettete Backform damit. Statt einer Glasur hab ich den Kuchen vor dem Backen mit der Gewürz-Zucker-Mischung bestreut und bei 180° Umluft 50 min gebacken.

In the american way I mixed the dry ingredients- nuts, roughly grated, flour, baking powder(try to remember to use a sieve nexyt time!!!) cocoa, chocolate chips. The machine beat eggs and sugar, oil, bananas and curdled milk, stirred with the paddle equipment, such a nice thing, the dry mix came in all at once and stirred until just mixed, then I poured the batter into the prepared loaf pan. Instead of glaze I sprinkled the cake before baking with the sugar-spice-mix and baked the whole thing at 180°C circulating heat for 50 min.

Und- schaut gut aus- oder? Schön saftig durch die Bananen, die nur eine dezente Geschmacksnote beisteuern, sehr schokoladig durch den Kakao und ein wenig knuspert der Zucker obendrauf…. gut würde sich bestimmt eine mit Rum aromatisierte Sahne dazu machen, ob das allerdings das Richtige ist für die Pause während des Arbeitsnachmittags?

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Looks nice, doesn’t it? Smooth because of the bananas, the lend only a subtle note to the chocolatey aroma, and the sugary crust provides even a little crunch. Imagine a rum-flavored whipped cream to go with that, at least if you don’t have to work after your afternoon coffee break.

Der Kuchen geht an Susanne Magentratzerl, ihre Suche nach Dingen die sich so im Vorrat finden traf hier in die Vollen- Bananen und sauer gewordene Milch vor der Entsorgung gerettet und Walnüsse, Schokosplitter und Kakao als spontan gefundene  Zutaten aus der Speisekammer.

This one is for Susanne Magentratzerl– her search for goodies out of the pantry and other stored goods cut the point; with bananas and curdled milk saved from being thrown out, walnuts, chocolate and cocoa jumped the wagon.

 

Hard Facts:

200g grob gemahlene Walnüsse/ roughly grated walnuts

200g Mehl (Typ 405)/flour (type 405, cake-flour)

2 El Kakao-Pulver/ cocoa dark

1/2 Päckchen Backpulver/ sachet baking powder

100g Schokosplitter dunkel/ dark chcocolate chips

2 Eier/ eggs

100g brauner Zucker/ brown sugar

100g Pflanzenöl (Erdnuß- oder Sonnenblumen)/ vegetable oil as sunflower or peanut

150g Sauermilch/ sour milk

1 Tl Vanillezucker (echt, 10%)/ tsp vanilla sugar (real, 10%)

3 kleine Bananen, reif/ small ripe bananas

Topping

1/2 Tl Lebkuchengewürz mit 1 El braunem Zucker vermischt/ 1/2 tsp gingerbread spice mixed with 1 tbsp brown sugar