Steak-Taschen/ Steak-Pierogi

und gezwiebelt

Anlaufschwierigkeiten nach dem Urlaub, wer kennt die nicht? Zwar hab ich schon gekocht –Linsen mit Spätzle!! Pasta alla Genovese! und gebacken- Linzer!! Brote mit Roggen! aber darüber schreiben? Da brauchte es schon was Besonderes um meine Experimentierfreude wieder zu wecken.

Initial difficulties following a vacation- who does not know about that? Indeed I did cook- lentils & spaetzle! Pasta alla Genovese! and bake- Linzer Torte!  Breads with rye! but write about all that?  There was something more special needed to wake up my love of experimentation.

Teigtaschen mit einer kräftigen Fleisch-Käse-Füllung, die die teils doch noch kalten Außentemperaturen leichter ertragen lassen, für Frühlingsgefühle einen gehackten Salat als Begleitung auf dem Teller passen perfekt nicht nur in die Jahreszeit sondern auch zu Zorras Event, Rezepte mit Sauermilchprodukten sind gefragt.

Pierogi contaninig a hearty filling of meat and cheese so we do not suffer from the partly cold outside; chopped salad for spring as company – fitting not only into this season but also for the latest event on Zorras Kochtopf– recipes using fermented milk products she is looking for.

Für den Teig werden einfach alle Zutaten gerührt, ähnlich wie beim Brotbacken,  bis sich der Teig von der Schüssel löst- das dauert eine ganze Weile. Danach sollte der Teig ruhen, mindestens eine halbe Stunde. Eher länger- denn die Füllung ist nicht soo schnell fertig.

For the dough all ingredients get kneaded until it comes clean off the bowl- similar as kneading bread- this may take some time. Afterwards it takes a rest, at least 30 minutes long, mostly longer as the filling needs more time.

Hierfür wird die Zwiebel- ich hatte eine Gemüsezwiebel- halbiert, in dünne Streifen geschnitten und in dem zerlassenen Fett schwitzen lassen- mindestens eine halbe Stunde, gelegentliches Umrühren nicht vergessen! Zu Ende der Zeit kommt der Sirup und die Paste dazu.

For that I halved the onion- I used a spanish onion- cut it into thin slices and put it into the melted fat, sauteed for at least half an hour and do not forget stirring now and then. Towards the end I added the molasses and the paste.

Dann wird das Fleisch, in handliche Stücke geschnitten, angebraten- ganz kurz auf jeder Seite, höchstens eine Minute. Gesalzen, gepfeffert, die Scheiben übereinander gelegt und kleingeschnitten. Den Räucherkäse hab ich gerieben, den Mozzarella kleingeschnitten, und alles mit dem Fleisch, der Hälfte der Zwiebeln und der Petersilie vermischt. Wer mag kann noch Salz, Pfeffer und weitere Gewürze hinzfügen, ich könnte mir auch gut Bärlauch anstelle der Petersilie vorstellen.

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Next the meat gets browned; first cut into handy pieces, into the hot oil-ghee-mix, only one minute on each side. Salted, peppered, piled and cut into small pieces and mixed with the grated smoked cheese, the mozzarella in small pieces, the chopped parsley and half of the sauteed onions. If you like you can add more pepper, salt, other spices or even substitute the parsley with bear’s garlic.

Jetzt wirds spannend, wie wird sich der Teig verhalten? Brav läßt er alles mit sich machen; ausrollen auf der bemehlten Arbeitsfläche, ausstechen, füllen, zusammenpressen, fertig, nächste.Das „Gebiß“ beweist wieder einmal seinen Wert.  Nebenbei fängt das Wasser im großen Topf schon an zu kochen….

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Now comes the exciting part- how will the dough behave? Quite nicely… rolled out on the floured counter, cut, filled, the ends pressed together, ready, next one. The „set of teeth“ once more proves it’s worth. Meanwhile water in the big pot starts boiling…..

Die fertigen Taschen werden portionsweise im gesalzenen Wasser ungefähr 4 min ziehen lassen, im Sieb abgetropft und zum Schluß noch kurz von jeden Seite im Fett angebraten, ganz am Ende kommen die restlichen Zwiebeln noch mit in die Pfanne.

Into the simmering salted water the pierogi go, for about 4 minutes, then wait in the colander until at last they are browned in the heated fat; at the end I added the remaining onions to the pan.

So, und nun hab ich mich zumindest wieder aufgerafft- fotografieren muß ich auch wieder üben, wie mir scheint…. ach, und schmecken tun sie, die fleischigen Taschen, sehr gut, nicht nur mir…

gebraten
gebraten

So now I’ve come back into  action, even if I need some practice taking pictures. Oh, and they taste very nicely, those pierogi- not only me said so.

 

 

Hard Facts

Teig/ dough

300g Mehl (Weizen, ich hab halb 550 und halb Ruchmehl genommen)/ wheat flour- all-purpose or bread flour

1 Tl Salz/tsp salt

1 Ei/ egg

4El Rapsöl/ tbsp rapeseed oil

200g Sauerrahm/ sour cream

Füllung/ filling

1 große Zwiebel/ large onion

2 El Rapsöl/ tbsp rapeseed oil

2 Rinderrouladen, (ca 250g) / beef (top round or roulades)

1 El Rapsöl / tbsp rapeseed oil

1 El Ghee/ tbsp

1/2 Tl Granatapfelsirup/ tsp pomegranate molasses

1 TL Gemüsebrühe-Paste/ tsp veggie broth paste

125g Räucherkäse/ smoked cheese

125g Mozzarella

3 El gehackte glatte Petersilie/ tbsp flat-leaf parsley, chopped

Pfeffer, Salz/ pepper, salt

zum Ausbacken Ghee und Rapsöl / for frying ghee and rapeseed oil

Gigantes Plaki

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Liebt ihr Vorspeisen? So ein wenig Naschen hier, ein Löffelchen da, und dies schaut vielleicht interessant aus! Am Schönsten ist diese Nascherei an einem Buffet oder noch besser in einer Küche die auf einer griechischen Insel gelegen ist. Im Handumdrehen ist der Teller mit Köstlichkeiten so vollgeladen dass man auf die Hauptspeise leider verzichten muß. Ist auch garnicht schlimm, denn wir befinden uns ja auf einer vegetarischen kulinarischen Weltreise– und griechische Hauptgerichte tendieren zu ordentlichen Fleischportionen.

Do you like appetizers? Taking a snack here, a spoonful there, and doesn’t that look interesting too! The best place for nibbling and tasting like that may be a buffet or even a kitchen situated on a greek island. In next to no time you have heaped a plate full of delicacies that there will be no chance to manage a main dish afterwards. Nothing lost for today as we are on a vegetarian culinary road trip and greek main dishes tend to be heavy on the meaty side.

Bei meinen Recherchen zum Thema bin ich sehr schnell auf diese wunderbaren Riesenbohnen gestoßen- immer mal auch erhältlich bei uns an Ständen mit Oliven und dergleichen Leckereien- leider läßt die Qualität häufig zu wünschen übrig und ich hab mir schon lange keine mehr gekauft. Schade drum, denn die Zubereitung ist denkbar einfach. In Anbetracht der entstehenden Menge- für weniger lohnt sich die Zeit nicht- wird dies wohl weiterhin ein seltener Genuß bleiben. Umsomehr freu ich mich über die Entdeckung dieses Rezepts!

Researching what to try my eyes fell upon those wonderful gigantic beans, you can get them now and then at stands that sell oives and the likes but more often than not of a poor quality and I refrain mostly bying those. Bit of a shame, that, as they are really easy to prepare. Amd so they will stay a rare treat as they should be prepared in greater quantities to develop their taste and justify the time involved. But all the more I’m happy having discovered this recipe!

Die Bohnen werden in genug Wasser über Nacht eingeweicht, dann abgegossen und wiederum mit genug Wasser (1/2 handbreit über den Bohnen) gekocht- hier kam ausnahmsweise mal wieder der Dampfkochtopf zum Einsatz, 15 min auf Ring 2. Während die Bohnen kochen gehts an die Tomatensauce, hierfür einfach die feingeschnittenen Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, den Granatapfelsirup zugeben und kurz mitschwitzen lassen. Dann wird mit dem Tomatensaft aufgegossen und mit der Brühe abgeschmeckt und das Ganze darf solange köcheln bis die Bohnen im abgedampft sind.

The gigantes beans get soaked overnight in enough water, then drained and again covered with enough water (1/2 hand’s breadth over the beans) boiled, for once I used the pressure cooker here, 15 min on high. As long as they cook I prepared the tomato sauce, just sautee the finely chopped onions and garlic in olive oil, add the pomegranate molasses and after a few minutes pour the tomato juice in. Add veggie broth to taste and let simmer until the beans are ready to come out of the pot.

Die abgeschütteten Bohnen kommen in eine Backform- so eine für Lasagne beispielsweise oder das Unterteil eines Bräters- , die Tomatensauce wird drübergegossen und dann kommt das Ganze bei ca 160° für 90 min in den Ofen. Immer mal einen Blick reinwerfen und eventuell etwas Wasser nachgießen…

The drained beans go into a baking pan- something like you would use for lasagna maybe- the tomato sauce poured in and into the oven, for 90 min at 160°C. Take a look now and then, maybe you’ll have to add some water….

Nach der Zeit (oder auch mal zwischendrin) probieren ob die Bohnen den richtigen Weiche-Grad erreicht haben, etwas abkühlen lassen  und dann das Olivenöl und die gehackte Petersilie unterrühren und die Zwiebeln obenauf legen, wer mag kann auch noch Schafskäse drüberkrümeln. Dazu noch frisch gebackenes Olivenbrot- und wir fühlen uns fast wie im griechischen Götterhimmel.

After the 90 min (or maybe in between too) taste the softness of the beans, let cool a bit, fold in the olive oil and chopped parsley and sprinkle with the onion rings. If you like crumble some feta on top. A fresh loaf of olive bread to go with it- and you nearly  may feel in greek god’s heaven…..

Hard Facts

500g getrocknete Riesenbohnen (Gigantes)/ dried gigantes beans

1-2 Zwiebeln/ onions

1-2 Zehen Knoblauch/ cloves of garlic

1 Tl Granatapfelsirup (oder 1 Stück Würfelzucker)/ tsp pomegranate molasses (or 1 sugarcube)

2-3 El Olivenöl/Olive oil

1 l Tomatensaft/ tomato juice

Gemüsebrühepaste oder Pulver nach Geschmack

Zum Servieren/ for serving

3-4 El Olivenöl/ tbsp olive oil

frisch gemahlener Pfeffer / freshly grated pepper

1-2 rote Zwiebeln in Ringe geschnitten/ red onions sliced into rings

Zwei Fliegen mit einer Klappe/ Two Birds with one Stone

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Faschingsdienstag, Mardi Gras, Shrove Tuesday, Pancake Tuesday – auch für mich als Faschings-Abstinente dafür aber Pfannkuchen-Liebhaberin ein guter Grund heute mal wieder Pfannkuchen auf den Tisch zu bringen. Ein paar nette Worte habe ich bei Yotam Ottolenghi in seiner Guardian- Kolumne gefunden- es werden aus den vorhandenen Eiern Pfannkuchen gebacken und darin sämtliche Versuchungen die sich in den Küchenschränken und Speisekammern finden eingewickelt- damit ist der Haushalt klar für die Fastenzeit.

Faschingsdienstag, Mardi Gras, Shrove Tuesday, Pancake day- even for me as a non-carnevalistic person cause enough to bring some pancakes on the table today as those are well loved all around. Some nice words I found in Yotam Ottolenghi’s Guardian column- this is the day when

cupboards are cleared of all temptation ahead of Lent, and everything is piled into a pancake.

Ganz so üppig kommen diese Pfannkuchen nicht daher- dafür absolut köstlich und auch noch mit einem begrenzten Budget zu schaffen, weshalb sie den Weg zu Peters Kochtopf und dem Event „„Satte zwei für fünf““ finden, vielleicht mag er die ja lieber als meine Suppe neulich. Zumal zwei Varianten auf den Tisch kommen, erst eine angereichte Gemüsefüllung und dann die Apfelvariante mit hausgemachtem Schoko-Zimt-Zucker…

Not all that lavish but delicious anyway those pancakes are manageable even on a tight budget and so they make their to Peter’s event „„feed 2 on 5“; maybe he likes them better than my soup a few days ago, the more so as they come in two varieties, first with an enriched vegetable filling and afterwards a dessert pancake with apples and sprinkled with homemade choco-cinnamon-sugar.

Tatsächlich habe ich ein paar vederbliche Dinge aus meiner Speisekammer verwendet und nichts extra eingekauft hierfür, der Broccoli und die Möhren kamen vom samstag- abendlichen Späteinkauf beim Supermarkt, da wird die Frischware im Preis reduziert wie wir feststellen durften.

And indeed I did clear my pantry from some perishables and nothing was especially bought for todays meal, broccoli and carrot were leftover from saturday night’s shopping at the supermarket- a time to buy cheap off the fresh counter as we found out.

Den Teig rühre ich schon ein paar Stunden vorher an, gleich nach dem Frühstück, die Quellzeit bekommt ihm gut.

Directly after breakfast I stir the batter, so it can develop a nice consistency.

So ungefähr eine Stunde bevor wir essen wollen fange ich mit der Gemüsefüllung an- die geschälten Zwiebeln werden in Halbringe, die Karotte in dünne Scheiben geschnitten und der Broccoli in kleine Röschen geteilt. Butter und Öl in der Pfanne warmwerden lassen, dann kommen die Zwiebeln dazu und werden bei kleiner Hitze ungefähr 20 min blondiert, in den letzten 5 min kommen die anderen Gemüse hinzu. Dann kommen Gewürze, Senf, Schmand und geriebener Käse hinzu. Nebenher habe ich die Pfannkuchen ausgebacken- nicht allen Teig verbrauchen, wohlgemerkt, nur so 2/3 ungefähr für 4 Pfannkuchen. Eine Auflauf-Form wird eingefettet und die Pfannkuchen werden in der Form gefüllt und gerollt. Ein paar Butterflöckchen und noch etwas geriebenen Käse obendrauf und das Ganze kommt für eine halbe Stunde in den Backofen bei 180°.

About one hour before we want to eat I start to prepare the vegetable filling; onions are peeled and cut into half-rings, the carrot into small pieces and the broccoli is parted into small florets. Butter and oil heat up in a pan and the onions get sauteed to a blond colour, about 20 min on low heat. 5 minutes before done the other veggies go in, and then sour cream, spices, mustard and grated cheese. Meanwhile my pancake pan heats up, and about 2/3 of the batter I bake into 4 thin pancakes. Into an oiled casserolle I put the pancakes, divide the filling between them and roll each one up. Some flakes of butter and some more grated cheese on top, the whole thing goes into the oven, preheated to 180°C, for about 30 min.

Derweil reibe ich den Apfel in den verbliebenen Pfannkuchenteig, backe daraus 3 weitere Pfannkuchen und bestreue sie erst direkt vor dem Essen mit meinem hausgemachten Choco-Zimt-Zucker- wir mögen das sehr wenn der Zucker so ein wenig zwischen den Zähnen knirscht.

Time to prepare the apple pancakes- I grate the apple into the remaining batter, bake some (3) more pancakes and before eating I sprinkle them with my homemade choco-cinnamon-sugar, I like the crunchy feeling of the sugar crystals between my teeth.

Hard Facts

150g Mehl (welches ist Geschmackssache) (0,10) / flour- whatever you like for your pancakes

3 Eier (0,75) / eggs

ca 300 ml Milch (0,30) / milk

Prise Salz/ pinch of salt

Fett zum Ausbacken der Pfannkuchen (0,25) / fat for the baking

3-4 mittelgroße Zwiebeln (0,60) / onions middle-sized

1 El Butter (0,10)

3 El Pflanzenöl (0,10)/ vegetable oil

1 große Möhre (0,40) / big carrot

1 kleiner Stengel Broccoli (0,30 – Samstag abends reduzierter Preis)/ small head of broccoli 

200g Schmand, saure Sahne oder Creme Fraiche (0,55) / sour cream or creme fraiche

1 El Senf (0,10) / tbsp mustard

100g geriebener Käse (0,60) / grated cheese

Gewürze- Pfeffer, Salz, evtl etwas Chilipulver/ spices- pepper, salt, some powdered chili if you like

1 Apfel (0,30) apple

1-3 Tl selbstgemischter Schoko-Zimt-Zucker (0,10)

noch keine 5 Euro, also bleibt Raum für Schnittlauch in der pikanten Füllung und die kleine Anreicherung des Pfannkuchenteigs mit 1-2 El Kastanienmehl. Oder einen grünen Salat dazu. Oder ein Klacks Sahne auf dem Apfelpfannkuchen.

The budget still leaves some room for maybe chives or a little chestnut flour for the pancakes. Or a salad of greens. Or some whipped cream to go with the apple variety.

Übrigens die Idee für die Füllung hab ich auch aus dem Guardian– diesmal von Nigel Slater. Reinschauen lohnt sich!

Oh by the way, the idea for this kind of filling comes from the Guardian too, Nigel Slater this time-  those columns are worth reading any day!