DUBB- schnelle Quarkbrötchen

näher hin!

So richtig will das Schreiben noch immer nicht in Gang kommen- na wie solls auch wenn ein Termin den nächsten jagt. Der Silberstreif am Horizont ist glücklicherweise erkennbar; nach diesem Wochenende sehe ich ein wenig Licht und Luft.

Und immerhin, dem Zeitmangel ist dieser Eintrag zu verdanken- für ein Hefe-oder gar Sauerteigbrot hätte ich Nachtschichten einlegen müssen. So kam mir dieses Rezept grade recht, an einem freien Vormittag an dem auch noch Wäsche gewaschen, gekocht und fürs Wochenende gepackt werden muß durchaus zu bewältigen.

Unsre Elsäßerin hat sie hier gefunden- somit haben sie bereits eine Reise durch 3 blogs hinter sich und qualifizieren sich damit- meines Erachtens nach- zu einem blockbuster; mit Nachmach-Empfehlung!

Zudem sind sie sehr wandelbar; ich habe jedemenge Mehl durch andere Zutaten ersetzt, ganz im Sinne der Kohlehydrat-Reduzierung; sehr gut könnte ich mir auch ein paar Rosinen oder ein Früchtemüsli als Einlage vorstellen. Und da mein Sauerteig dringend einer Auffrischung bedurfte habe ich die Überreste mit in den Teig gegeben- so kriegen die Brötchen doch noch was von einem „richtigen“ Teig…..

Die Mohn- und Sonnenblumensamen habe ich in der Pfanne trocken angeröstet bis sie anfangen zu duften, und dann gemahlen in den Teig gegeben. Der Teig ist denkbar einfach, alle Zutaten abwiegen und in der Knetmaschine verkneten. Bei mir klebte der Teig ziemlich, so hab ich Mehl zum Formen zu Hilfe genommen- einen Klops geformt; wie einen Kuchen in 8 Teile geteilt, diese jeweils zu runden Brötchen geformt, mit Milch eingestrichen und mit Sonnenblumenkernen und Mohn bestreut. 20 Min in den auf 190° vorgeheizten Ofen- bei mir mit Stein und auf der Silikon-Backmatte- und zum Schluß noch 5 min bei leicht geöffneter Backofentüre mit Hochheizen (250°).

Schön luftig-leichte Brötchen, die nicht nur zum Frühstück schmecken! Ich hoffe Micha von vom Salzkorn freut sich über diese schnellen alltagstauglichen Brötchen; sie ist nämlich diejenige die die blog-buster sammelt!

Hard Facts

125g Ruchmehl (Typ 1200)/ Wheat flour (type1200 or whole grain)

50g Sonnenblumenkerne/ sunflower seeds

50g Mohn/ poppy seeds

200g Quark (hier- Ziege) /curd cheese, quark, (here-from goat’s milk)

50g Schmand/ sour cream

2 ELSauerteig (optinal, ich hatte meinen grade aufgefrischt)/ tbsp sourdough (optional, from refreshing)

1 Tl Salz/ tsp salt

1 Päckchen Backpulver/ sachet baking powder

1 Ei/ egg

Sonnenblumenkerne, Mohnkörner, Milch zum Aufarbeiten/ for brushing milk and decorating sunflower and poppy seeds

die Schale macht’s/ the peel’s the thing

Cranberry-Orange2

Dass ich gerne ich Hefegebäck backe, gelegentlich sogar hübsch geformtes, dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein. Besonders liebe ich daran die Wandelbarkeit, Rezepte sind nur Ideen-Geber, ich kann mit dem Teig experimentieren, Geschmacksnuancen testen, Formen ausprobieren, und bei Füllungen und Belägen sind der Fantasie eh kaum Grenzen gesetzt. Die Inspiration kam diesmal von hier.

I like my yeasty pastry, that’s no secret- even sometimes nicely shaped ones. There are endless varieties, shape, filling, the recipes are only inspirational, you can make everything your own.

So hab ich heut mal wieder eine schöne Variante mitgebracht, die Aroma gewinnt durch frisch geriebene Orangenschale. Damit ihr auch so gewinnende Aromen produzieren könnt gibt es heute auch noch was zu gewinnen hier.

Today’s variety was inspired from here, the combination of cranberries and orange is not so widely spread hereabaouts and I had to try!

Zunächst aber der Kuchen!

Wie nahezu immer gibt es einen Vorteig, , dafür die Zutaten einfach zusammenrühren und ungefähr eine Stunde bei Zimmertemperatur stehenlassen.

Nach dieser Zeit werden alle Zutaten für den endgültigen Teig zugegeben und die Maschine darf rühren, so knappe 10 min auf niedrigster Stufe hat es gedauert bis ich mit der Konsistenz zufrieden war. Dann kommt der Teig zum Gehen an einen warmen Ort, bis er sich mindestens verdoppelt hat, das dauerte eine ganze Weile, knappe 2 Stunden.

I started, no surprise, with the starter- just stirred together and let sit at romm temperature for about one hour. After that all other ingredients for the dough came in and the machine kneaded on low for nearly 10 min until the dough seemed right. Now the dough was set to rise until doubled in volume, that took nearly 2 hours.

Zeit für alles Mögliche…. ist es dann soweit die Zutaten für die Füllung bereitlegen. Der Teig wird auf der bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt zu einem Rechteckt, vielleicht 50x 35 cm. Dieses Rechteck wird mit Butter bepinselt, mit Zucker bestreut, die Cranberries hacke ich im Blitzhacker und verteile sie ebenfalls auf der Teigplatte, als Nächstes wird der Mohn- ebenfalls zerhackt- drübergestreut und zum Schluß  die Orangenschale drübergerieben. Aufrollen das Ganze, eine runde Backform gut einbuttern und den Boden mit Zucker bestreuen, die Rolle mit einem scharfen Messer in ca 5 cm breite Stücke schneiden, diese hochkant in die Form setzen- so dass noch etwas Platz dazwischen bleibt und mit dem leicht verquirlten Eigelb bepinseln. Es schließt sich eine weitere Geh-Phase von einer knappen Stunde an. Da meine verfügbare Zeit sich dem Ende zuneigte und ich fand ein wenig mehr Aufgehen könnte nicht schaden habe ich die Form in den kalten Ofen gesetzt und auf 160°Umluft geschaltet- so geht das Werk beim Backen noch mehr auf. Nach ungefähr 30 min hab ich dann umgeschaltet auf 180°Ober/Unterhitze und noch ca 10 min fertig gebacken.

Time to do other things, ….and gather all things needed for the filling.The dough gets rolled out on the lightly floured counter, into a rectangle maybe 50×35 cm . First comes a brush with butter, then a sprinkle of sugar; the cranberries chopped (food processor) and sprinkled above the sugar; the poppy seeds also lightly crushed and sprinkled on top of the cranberries and all that gets topped with the grated orange peel. The pan gets prepared- buttered well and sprinkled with sugar. Rolled into a log, then cut into pieces maybe 5 cm high, then put into the prepared pan – not too tight- brushed with the lightly whisked egg-yolk; the pan’s contents may rise another hour or so. As my time was limited and I found a little more proofing would do some good I put the pan into the cold oven, circulating heat 160° C, and after ca 30 min turned to 180°C top-bottom-heat for 10 more minutes.

Resultat war ein wunderbar duftendes, flaumig-weiches Gebäck das sich hervorragend sowohl zum Frühstück als auch zum Nachmittagskaffee oder Tee macht. Die Orangenschale im Teig gibt eine ganz besonders feine Note- in der Füllung kam sie garnicht so sehr zum Tragen. Angeschnitten habe ich den Kuchen wie einen Kuchen- leider aufgrund schlechter Lichtverhältnisse (es ist Winter!) davon kein Bild mehr, so müßt ihr mir einfach glauben dass es sehr appetitlich aussah….

Out came a wonderful fluffy cake that goes well for breakfast as for coffe-break in the afternoon. The orange peel in the dough lends a very special note and I will try that with other pastries too. Due to poor light- it’s winter, after all-, there’s no picture of a piece of this cake so you just have to take my word for how nice and appetizing it looked.

Residents of Germany and Austria have the chance to win one of 4 microplane graters- just leave a comment and state which is your favorite dish, cake, or else that makes use of some kind of citrus peel- ending sunday Feb 1st, midnight.

So, und nun seid ihr dran!

Contacto-Bander-Zesterfeile-Microplane

4 Exemplare dieser fantastischen Reibe- microplane- gibt es zu gewinnen! Schreibt mir einfach in einem Kommentar unter diesem Artikel welches euer liebstes Gericht ist in dem Schalen von Zitrusfrüchten Verwendung finden! **

Möglich machts die Firma Wayfair– dort gibt es „Alles für Ihr Zuhause“- und das in guter Qualität zu guten Preisen.

** teilnehmen können alle aus Österreich und Deutschland, woandershin klappts leider nicht. Schluß ist am Sonntag, 1. Februar, um Mitternacht.

Hard Facts

Vorteig/ starter

50g Mehl Typ 550/ flour (type 550; all-purpose)

50g Milch/ milk

5g Frischhefe/ baker’s yeast

 

endgültiger Teig/ final dough

Vorteig/ starter

400g Mehl Typ 550/ flour type 550 (all-purpose)

2 Eier/ eggs

1 Eiweiß/ eggwhite

85 g Butter

50g Zucker/ sugar

100 g Milch/ milk

1 El LM / tbsp LM

abgeriebene Schale 1/2 Orange/ grated peel of 1/2 Orange

1 Prise Salz/ pinch of salt

 

Füllung/ filling

2 El Butter/ tbsp butter

2 El Zucker/ sugar

150g frische Cranberries/ fresh cranberries

3 El Mohn, grob gemahlen/ tbsp poppy seeds, roughly grated

Abgeriebene Schale 1/2 Orange/ grated peel of 1/2 orange

 

zum Bestreichen/ glaze

1 Eigelb, leicht veruirlt/ eggyolk, lightly whisked

 

für die Form/ for the pan

1-2 El Butter/ tbsp butter

1-2 El Zucker/ tbsp sugar

Orangen wachsen wo die Sonne scheint…./ Oranges grow in the sunshine

Tatsächlich rund! Round, indeed!

Genuß! Enjoy!

Der Knödel- ein Mysterium. Mutter, Omas und alle Tanten fabrizierten die besten Kartoffelknödel- hin und wieder, zu besonderen Gelegenheiten wie der obligatorischen Weihnachtsgans. Hin und wieder fachsimpelten die Damen, über das Verhältnis gekochter zu ungekochter Kartoffel, mit Füllung oder ohne, und wenn ja welcher Art; welcher Kartoffelsorte zu welcher Jahreszeit der Vorrang zu geben sei. Mysteriös fand ich das damals in meinen Kinderjahren, und wenn ich ehrlich bin finde ich das heute noch. Die Kunst des Knödels, sie erschließt sich mir nicht. Der einzige Versuch der kartoffeligen Variante endete in eine Kartoffelsuppe, für die in meiner Familie beliebten Semmelknödel habe ich den excellenten Ausweg des Serviettenknödels gefunden (für den ich inzwischen berühmt bin, manchmal entsteht ganz von selbst aus der Not eine Tugend). Und ansonsten gehe ich dem Knödel aus dem Weg.

The dumpling- a mystery. All the women in my family – mother, grandmother, aunts, –  proudly presented the best  potatoe dumplings on occasions that were worthy of that honour, like christmas and the obligatory goose. Now and then the ladies exchanged their opinions – on how many raw how many cooked potatoes, filling or no filling, if filling what kind of, what kind of potatoe in which season would be best for the dumpling.

During my childhood years I found that shop talk and the art of the perfect dumpling to be very mysterious, and if I’m true, I still do. This art simply is not my kind of art. The one and only attempt at potatoe dumpling ended as soup, for bread dumpling that my family likes so much I found a variety in the kind that’s cooked in the napkin and sliced (and am famous for that, so sometimes fame lies even in necessities). And otherwise I avoid dumplings.

Nun trifft es sich allerdings dass ich in einer Zwetschgengegend lebe, und wo Zwetschgen im Übermaß vorhanden sind ist der Zwetschgenknödel nicht weit. Den ich liebe, heiß und innig, wofern er aus Quarkteig hergestellt. Dies wiederum ist hier weitgehend unbekannt- und so heißt es immer wieder im Früh-Herbst, sei mutig und stelle dich dem Mysterium. Auch oder gerade weil  Quark keine Kartoffeln sind.

Now I happen to live in plum country- and where plums are abundant the plum dumpling is not far. Whom I love. From the bottom of my heart. If made from quark dough, that is. And that variety is not so well known around here- and so comes late summer I have to be brave and face the dumpling mystery. Even (better because) if quark is no potatoe.

Den besten Anlaß mutig zu sein liefert Wolfgang kaquu in diesem Jahr, er wünscht sich nämlich „Alles was rund ist“, gesammelt wird in zorras berühmtem Kochtopf.

This season Wolfgang kaquu provides the best reason for my bravery, he wishes for „all things round“  to be gathered in zorras famous kochtopf.

Und nun, Vorhang auf für meine tatsächlich wirklich richtig runden Zwetschgenknödel!

So I proudly present my indeed really truely round plum dumplings!

Ich fange schon am Tag vorher an, indem ich den Topfen (es geht auch anderer Quark, da tropft allerdings noch mehr Flüssigkeit raus – da würde ich mindestens 300g verwenden) in ein Haarsieb stürze zum Abtropfen und dabei gleich die Zitronenschale drüberreibe, so verteilt sich das Aroma schön im Quark.

I start the night before by dropping the quark (topfen would be best, otherwise increase to 300g ) into a hair sieve and let it drip  overnight, I also grate the lemon peel on top so the taste can spread.

Am nächsten Tag wird die Butter schaumig gerührt, Eigelb, Salz  und Vanillezucker gut untergerührt, dann das Mehl und zum Schluß der abgetropfte Quark, so dass eine gleichmäßige formbeständige weiche Masse entsteht. Diese sollte nun mindestens eine halbe Stunde ruhen.

The next day the butter gets beaten until foamy, add the eggyolks, salt and vanilla sugar and mix well, then the flour and last the dripped quark and stir until smooth and firm. This should rest for at least half an hour.

Nun wird es Zeit einen großen Topf mit Wasser aufzusetzen und die Zwetschgen vorzubereiten- entsteinen und in die Mitte je 1/4 Tl Choco-Zimt-Zucker geben. Um die Knödel zu formen bestreue ich ein Brett mit Bröseln, bebrösele meine linke Hand und gebe da mit einem Esslöffel von der Knödelmasse drauf, drücke eine präparierte Zwetschge rein, verschließe die Teigmasse über der Zwetschge und rolle das Ganze auf dem Bröselbrett bis eben ein runder Knödel entstanden ist. Diesmal ergab die Masse 6 Knödel- das hängt sehr von der Größe der Zwetschgen ab. Die kommen dann in das Wasser- ich gebe etwas Salz dazu, lasse es einmal aufkochen und wenn die Knödel drin sind darf höchstens ab und zu mal ein kleines Bläschen aufsteigen.

Warten auf den Kochtopf/ waiting for the cooking pot
Warten auf den Kochtopf/ waiting for the cooking pot

Now it’s time to bring the water to a boil in a big pot and prepare the plums- pit them and put 1/4 tsp of cocoa-cinnamon-sugar in the middle of each plum. For shaping I put breadcrumbs on a cutting board and into my left hand, put a spoonful of dough into said left hand, press a prepared plum into the mass, close the dough above with the fingertips and roll the whole thing on the breadcrumbed board until it resembles a round dumpling. I got 6 of those out of this batch- that depends mostly on the size of the plums. When the water has boiled once I put a pinch of salt into the pot and add the dumplings- there should be no more bubbles, just simmering.

Während die Knödel ihrer Vollendung hoffentlich entgegenkochen mache ich die Garnierung fertig- der Zucker und der Mohn werden gemeinsam gemahlen, die Butter kommt in einen kleinen Topf, wenn sie geschmolzen ist gebe ich ca 1,5 El des gemahlenen Mohn-Zucker-Gemischs hinein. Die Zwetschgen schneide ich klein, und wenn das Butter-Zucker-Gemisch einmal aufgeschäumt hat gebe ich die kleingeschnittenen Zwetschgen dazu, noch einen Schuß Rum und lasse das Ganze ein bißchen dünsten, die Zwetschgen dürfen ruhig noch etwas Form behalten.

As long as the dumpling simmer along to maybe perfection I prepare the garnish- poppy seeds and sugar get grated together, melt the butter in a small pot, add ca 1,5  tablespoons of the poppy-seed-sugar-mix, cut the plums in pieces and and add them when the mix starts to foam. Add the rum and let stew for a few minutes, the plums may stay in shape- a bit.

ganz schön rund/ nice and round
ganz schön rund/ nice and round

So, es ist soweit, nach ca 17 min Kochzeit kommen die Knödel auf den Teller, ein wenig Mohnzucker drübergestäubt, ein wenig von der Zwetschgensauce dazu- Voila! Sind sie nicht wunderschön, rund?

Well, the deed is done, after 17 min cooking time the dumplings come ontp the plate, a little poppy-seed-sugar on top, a little plum sauce besides, and – Voila! Aren’t they beautiful, round?

Genuß! Enjoy!
Genuß! Enjoy!

 

Hard facts

250g Topfen (Quark)/ curd cheese, quark

60g Butter

100g Mehl/ flour

3 Eigelb/ eggyolks

1 Prise Salz/ pinch of salt

1 Tl Vanillezucker echt 10%/ real vanilla sugar 10%

abgeriebene Zitronenschale/ grated lemon peel

6-8 Zwetschgen/ plums

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Garnierung/ garnish

1 El Butter/ tbsp butter

1 El brauner Zucker/ tbsp brown sugar

2 El Mohn/ tbsp poppy seeds

6-8 Zwetschgen/ plums

Schuß Rum/ dollop of rum

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