Pain Chocolat „Brioché“

Frankreich! Die dritte Station der kulinarischen Weltreise die die Tomateninsel mit uns in diesem Jahr unternimmt. An Frankreich habe ich wunderbare Urlaubserinnerungen… direkt nach dem Abitur mit einer Freundin in deren nagelneuen Ford Fiesta mit herausnehmbarem Glasdach, Zelt und diversen Camping-Utensilien wie Gaskocher, Camping-Geschirr, Schlafsäcken, aber ohne Tisch und Stühle- die passten nicht in dieses Auto rein… machten wir uns auf den Weg in den Süden, nach Le Grau du Roi. Wir fanden einen hübschen Campingplatz, und machten uns ans Zelt-Aufbauen- nach geraumer Zeit kamen unsre holländischen Zeltnachbarn und meinten- sollen wir Ihnen unsren Gummi-Hammer ausleihen?

Sweet 19
Sweet 19

Wir genossen Sonne, Meer, Wärme, Freiheit, nahezu täglich eine Tafel Nestle Crunch dunkel, stellten fest dass ich Mallorca-Akne kriege von der man damals aber noch nicht wußte dass sie so heißt- und meine Freundin sehr beliebt bei Schnaken ist – und waren somit beide gleichermaßen rot bekrümelt.

France! The third destination of „Tomato Islands“ culinary travel around the world. I have beautiful memories of traveling in France…. directly after the „Abitur“ , the german high school diploma, two girlfriends in a brand-new Ford Fiesta with a removable glass roof, equipped with tent, camping cooking equipment, sleeping bags, but no desk and chairs, we left for the south of France, Le grau du Roi in mind. We found a nice camping site and went to put up our tent… after some time the two nice dutch neighbours came and asked- should we lent you our rubber hammer?

We enjoyed lots of sun, sea, warmth, freedom, nearly daily a whole bar of „Nestle Crunch dark“, discovered that I tend to get „Mallorca-Acne“ (which was yet to be named) and my companion was very palatable for the mosquitos, so we both had our shares of red dots too…

Mitgebracht von dieser ersten Reise in völliger Eigenregie hab ich außer einem ganzen schönen Koffer voll interessanter Erinnerungen auch die Liebe zu französischem Pain Chocolat, diesem wunderbaren Frühstücksgebäck. Selbst französische Supermarktware 3 Tage alt und aufgetoastet läuft jedem deutschen Schoko-Croissant locker den Rang ab- da hilft also nur selber ran.

Souvenir from that first real autonomously carried out trip besides a real load of beautiful memories is the love for this wonderful breakfast snack- „Pain Chocolat“ . Even if bought in a french supermarket, three days old and put into a toaster, it beats all of our german Chocolate croissants from the finest bakeries. So, no help for it- try for myself I had to.

Einmal habe ich mich schon versucht mit recht gutem Ergebnis– allerdings ist der Aufwand des Tourierens etwas das ich meinen Handgelenken ersparen möchte wenns geht. Und so habe ich heute Pain Chocolat „brioché“ gebacken- und bin ganz hin und weg.

One try I already had with really fine results, if it were not for the puff pastry, all that rolling out my hand do not like at all. So today I made „Pain Chocolat brioché“ – and am very pleased indeed!

Zunächst gibt es einen Vorteig, die Zutaten werden einfach mit dem Löffel zusammengerührt und eine Stunde gehen lassen, es sollte eine deutliche Entwicklung sichtbar sein.

First step is the starter dough, all ingredients just stirred with a spoon and let sit covered for about one hour, it should develop nicely.

Dann werden Mehl, Milch, Salz, Hefe und Zucker mit dem Vorteig in der Maschine gerührt bis sich alles vom Schüsselrand löst, erst dann kommt die weiche Butter in kleine Stückchen geschnitten hinzu und es wird wieder solange geknetet bis sich der Teig von der Schüssel löst- bei mir hat es 14 min gedauert.

Then flour, milk, salt, yeast and sugar join the starter and all gets machine-kneaded until a smooth dough has formed, then the smooth butter, cut into small pieces, comes in and gets kneaded until, again, a smooth dough has formed that comes clean from the sides of the bowl- that lasted about 14 min.

Wieder eine Stunde Geh-Zeit an einem mollig-warmen Plätzchen, dann wird der Teig- der eine wunderbare Konsistenz hat- dünn ausgerollt und in 6-12 längliche Stücke geschnitten, jenachdem wie groß euer Frühstückshunger ist. Jedes Stück wird an einem Ende mit Schokolade belegt, aufgerollt und auf ein Backblech gesetzt. Nach nochmals 45 min werden die Pains mit verquirltem Ei bestrichen und im auf 180° vorgeheizten Ofen ungefähr 20 min gebacken.

Another hour rising time in a cozy and warm place and then the wonderful smooth dough is rolled out and cut into long rectangles, 6-12 depending on your breakfast hunger. Each rectangle gets a piece of chocolate, rolled up and placed on a baking sheet where it may rise for around 45 min. A brush with whisked egg and into the oven, pre-heated to 180°C, for around 20 min.

Wann gibts endlich Frühstück?

So when do we have breakfast?

Inspiration hier/here

Hard Facts

Vorteig/ Starter dough

75g Mehl Typ 550/ flour type 550 (all-purpose)

75g Milch/ Milk

1 El Orangensirup/ tbsp orange syrup

10g Frischhefe/ baker’s yeast

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endgültiger Teig/ final dough

175g Mehl Typ 550/ flour type 550 (all-purpose)

30g Milch/ milk

1 Prise Salz /pinch of salt

1 El Zucker/ tbsp sugar

8g Frischhefe/ baker’s yeast

100g weiche Butter in kleinen Stücken/ smooth butter in small pieces

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ca 100g dunkle Schokolade, möglichst in länglichen Stücken/ dark chocolate in oblong pieces

1 Ei/ egg

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Das meistgehörte Lied dieses Urlaubs- die Cassette muß noch irgendwo sein….

The favourite song during that days of travel- the audiocassette has to be somewhere….

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Nid d’Abeilles- Bienenstich Elsäßer Art

Einer meiner Lieblingskuchen, der leider viel zu selten auf den Tisch kommt, ist der Bienenstich, wie ich ihn vor vielen Jahren in dem schönen Buch Frankreich-eine kulinarische Reise gefunden habe.

France- a culinary travel
France- a culinary travel

Also ging ein Lächeln in mir auf beim Lesen der Ankündigung des Elsaß-Events das Sabine von bonjour alsace mit zorra vom kochtopf veranstaltet- dieser Kuchen gehört da unbedingt auf den Tisch.

One of my favorite cakes- and what better occasion to put it on the table than the event „Alsatian Kitchen“ that Sabine from bonjour alsace and zorra from kochtopf are hosting is this „bee sting cake“ that I found years ago in above mentioned book.

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Und wer nach den Feiertagen genug von Süßkram hat- dieser Kuchen eignet sich auch prima als Nachtisch und kommt mäßig süß daher.

Also, los gehts, wie so häufig in meiner Backstube, mit einem Vorteig der eine Stunde auf der warmen Heizung in Gang kommt, um dann die Nacht in der kühlen Speisekammer zu verbringen.

And for all those who really can’t stand any more sweets just now- this cake can be served as dessert, and is not overly sweet.

Now, let’s get going- with a starter dough, although the book does not mention this. One hour to get started in a warm place, the rest of the night spending in the  cool pantry.

Am nächsten Morgen aus dem Vorteig und den restlichen Zutaten einen weichen Teig kneten, die Hefe dabei direkt ins Mehl reiben; bei mir knetet die Maschine 2 min langsam und 5 min schnell (2/3 der Leistung). Der Teig wirkt ziemlich speckig durch die viele Butter- das muß so sein.

Dann kommt wieder eine Geh-Zeit im Warmen, eine gute Stunde, das Volumen sollte mindestens verdoppelt sein.

Come morning, complete the dough- rub the yeast directly into the flour, put all other ingredients together and stir – 2 min low, 5 min high (2/3 of the capacity of your mixing tool). The resulting dough is very shiny and buttery and gets to rise again – in a warm place- for about one hour, until it has at least doubled the volume.

Dann wird der Teig in eine vorbereitete Form gedrückt – ich hab eine 28er Springform- und darf nochmals aufgehen, bis er sich wiederum verdoppelt hat.

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Then the dough comes in a prepared pan- I use a  28-cm- springform pan- and has to rise again, for about one hour or at least until it has doubled its volume.

In der Zwischenzeit wird der Belag vorbereitet- Butter und Honig geschmolzen und mit Zucker und den Mandelblättchen verrührt.

Wenn der Teig sich dick genug gemacht hat wird der Ofen angeheizt- 190° Ober/Unterhitze- und der Belag aufgetragen. Man kann den Belag auch früher drauf machen, nach der halben Geh-Zeit, hier hat sich der Teig doch etwas erschrocken.

Und ab in den Ofen damit- für ca 25 min- der Farbe nach.

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Time enough to prepare the topping- melt the butter with the honey and stir sugar and almonds in.

The dough having risen sufficiently, you pre-heat the oven (190°C top-bottom-heat) and put the topping on. The topping can also be put on earlier in the process- it seemed a bit of a shock today, for my dough.

And into the oven it goes- ca 25 min- the right colouring is important. P1000693

Ein paar Minuten in der Form abkühlen lassen, dann den Rand lösen und vollständig abkühlen lassen. 

Nun wird die Füllung vorbereitet- die Eigelbe mit dem Zucker cremig rühren, das Mehl drübersieben und untermischen, in der Zwischenzeit kocht die Milch. Die wird nun unter die Eiercreme gerührt, und das Ganze nochmals auf den Herd gestellt, immerfort rühren bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Das ist- zumindest für mich- schwierig zu  beurteilen, zu fest soll die Creme nicht sein und davonlaufen soll sie auch nicht.

Irgendwann hab ich entschieden jetzt ist gut- dann kommt das Kirschwasser hinzu und nun geht das Warten los. Die Creme wird immer wieder umgerührt, damit sich keine Haut bildet- so sehr fest wird sie nicht. Ob das mal gut geht?

Den Kuchen habe ich zwischenzeitlich mit einem großen Messer durchgeschnitten und den Deckel mit Hilfe des Tortenhebers abgehoben.

Ich wage es und streiche die Creme drauf…

läuft sie- läuft sie nicht....
läuft sie- läuft sie nicht….

After a few minutes I take the rim off the pan and the cake and let it cool completely. Time enough to prepare the filling.

For this, I mix the eggyolks with the sugar until it is creamy white, then the flour gets stirred in. In the meantime, the milk shoud be cooking and comes into the egg-cream, stirring until everything is combined well. Then, with very little heat, on top of the stove, always stirring, until, alas, it has thickende enough- I find it very difficult to decide when….

The Kirsch comes in at last and, stirring once in a while, the cream cools down.

The cake I have cut in two halves and the upper half removed, then courageously I spread the cream on top of the lower half. Does it keep, or does it flow away? Well, mostly it keeps. The upper half comes on top- and here we are.

Naja, sie läuft schon etwas, vor Allem als ich den Deckel wieder draufsetze. Dem Geschmack allerdings tut das keinerlei Abbruch…

geht doch!
geht doch!

Hard facts

Vorteig/Starter

50g Mehl Typ 550/ flour type 550

6 El Milch/ Tbsp milk

5g frische Hefe/ fresh yeast

Endgültiger Teig/ final dough

200g Mehl typ 550/ flour type 550

100g weiche Butter/ butter, room temperature

2El Zucker/ tbsp sugar

3 Prisen Salz/ pinches of salt

12g frische Hefe/ fresh yeast

eine Spur Zitronenschale/ just a hint of lemon peel

Belag/ Topping

70g Butter/ butter

2 El Honig/ tbsp honey

80g Zucker/ sugar

100g Mandelblättchen/ almonds thinly sliced

Füllung/ filling

1/2 l Milch/ milk

3 Eigelb/ egg yolks

100g Zucker/ sugar

50g Mehl/ flour

1El Kirschwasser, bevorzugt Kirsch aus dem Elsaß, natürlich/ cherry brandy, preferably Kirsch d’alsace

Eine Notiz zum Schluß- vielleich versuche ich beim nächsten Mal wie beim Pudding, das Mehl mit etwas Milch glattgerührt, in die kochende Milch bis es anzieht und dann erst mit der Eiercreme vereinen- oder was meint ihr?

One word regarding the filling- maybe I will try to stir the flour togehter with some cold milk into the hot milk and stir until it thickens, and only then combine with the egg-yolk-cream, for it was a bit on the liquid side again. What do you think?

 

Flammkuchen, neujahrstauglich /Tarte Flambee au choucroute

So, nun ist es da, noch ziemlich neu, dieses Jahr 2013 und wir müssen uns erst aneinander gewöhnen. Ein paarmal hab ich mich dabei ertappt, wie ich letztes, dieses, nächstes Jahr durcheinander gebracht habe. In ein paar Tagen wird auch das Geschichte sein und wir sind drin, in 2013.

Was tut man nicht alles damit es ein gutes Jahr werde? Wir wünschen uns das alle gegenseitig-Wünsche die von Herzen kommen und ehrlich gemeint gehören sicherlich zu den besten Glücksbringern. Bräuche kulinarischer Art gibt es ebenso zuhauf, die mit dem Jahreswechsel verbunden sind. Und es trifft sich gut dass einer Köstlichkeit die sonst nur selten auf unsren Tisch kommt eine positive Wirkung auf das neue Jahr nachgesagt wird- nämlich das Sauerkraut. Seine langen Fäden sollen Geldscheine darstellen, die dann bitteschön in diesem Jahr niemals knapp werden.

Now it is here, the new year 2013, and we have to get used to each other. Next year, this year, last year, I still mix them up – a few more days into the year and this will also be history and we will truly have arrived, in 2013.

And what don’t we do, to make sure it will be a happy year? Wishes from one to another- if they come heartfelt and sincere we don’t need much more good luck charms.

There are also a lot of culinary customs to be found at the turn of the year. One delicious thing that does not find its way very often on our table is sauerkraut, the long shapes of it are said to symbolize bank notes, and if you enjoy sauerkraut on new years day you will – maybe- never be short of those.

Also fiel die Wahl dieses Jahr auf einen Flammkuchen mit Sauerkraut, zum Abschluß eines ausgedehnten Frühstücks. Und natürlich ist das ein passender Beitrag zum blog-event Elsaß, das Sabine von Bonjour Alsace und zorra gemeinsam durchführen.

Die Zutaten für den Teig werden erst mit einem Löffel zusammengerührt, dann mit den Händen verknetet bis ein glatter Teig entsteht- der darf gerne eine Weile ruhen, auch mehrere Stunden schaden nicht. Ohne diese Ruhe läßt er sich weniger gut weiterverarbeiten..

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And so, this year, I choose Tarte Flambeé au choucroute to finish a nice breakfast-brunch.And, of course, this is perfect for the blog-event around the Alsace that Sabine from bonjour Alsace and zorra are hosting.

All ingredients for the dough get stirred together, first with a spoon, then by hand until you have a smooth dough. This dough may rest for a few hours- the further handling is easier as without the resting time.

Nun zum Belag- Quark und Schmand verrühren und würzen

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Zwiebel in feine Ringe schneiden

Sauerkraut abspülen, lockern und abtropfen lassen

Now the topping- quark and sour cream and spices stirred together

Onion sliced in thin rings

Sauerkraut rinsed, loosened and let drain in a sieve.

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Ofen vorheizen auf 250° Ober-Unterhitze

Teig ausrollen (ich mach das direkt auf dem eingeölten und bemehlten Blech)

Quarkmasse draufstreichen

Als erstes kommen die Speckwürfel, dann die Zwiebelringe, dann das Sauerkraut, und zum Schluß due geräucherten Garnelen- und ab in den Ofen damit.

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Direkt auf den Boden des Backofens und umschalten auf Umluft/Unterhitze.

Nach 10 Minuten sich vor dem Ofen platzieren und den richtigen Zeitpunkt zum Genießen abpassen….

Pre-heat stove 250°C (top-and bottom-heat)

Roll out the dough (I do this directly on the baking sheet which is oiled and dusted with flour)

Spread the sourcream-quark-mix on top of the dough

Then- first come the bacon bits, then the onion rings, then the sauerkraut, then the smoked shrimp.

Place on the bottom of the stove and turn on circulation with bottom heat.

After ten minutes, place yourself before the oven and wait until the whole thing looks most promising to enjoy….

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Hard facts:

Teig/dough

200g Mehl Typ 1200/flour type 1200

125ml Wasser/water

3 Essl Öl/ 3tbsp oil

Prise Salz/pinch of salt

Belag/ Topping

200g Quark

200g Schmand/sour cream

Salz und Quatre-Epices / Salt and Quatre-epices

100g Speckwürfelchen/ bacon bits

1 rote Zwiebel/ red onion

100g Sauerkraut

geräucherte Garnelen (nach Geschmack) /smoked shrimp, if you wish

Auf ein gutes 2013!

Natürlich haben wir einen excellenten Crémant dazu genossen, von Arthur Metz aus Marlenheim.

And of course we choose an excellent Crémant d’Alsace to go with that, from Arthur Metz, Marlenheim.