Cranberry-Walnuß-Zopf für den BBD

Mach einen Plan, sei ein großes Licht…. So war der Plan ein schönes Walnußbrot für den aktuellen Bread-baking day zu backen, zum Thema nussige Brote. Gesagt, getan, sogar an Fotos gedacht- das ist ja bei Broten nicht ganz so schwierig da sie doch meistens eine Verweildauer von ein paar Tagen haben bevor sie verschwunden sind.

Walnuß-Mehrkorn-Brot
Walnuß-Mehrkorn-Brot

Und dann kam die liebe Zorra mit ihrem kalifornischen Walnuss-Cranberry-Brot; mir fiel blitzartig einer meiner liebsten Hefezöpfe ein; -Zeit hin oder her, ich mußte mich erneut ans Backen machen.. Dieser Zopf hat mich wieder versöhnt, damals, vor vielen Jahren, als ich meinen Zopf immer  in einer Mühle- freitags frisch handwerklich gebackenen Zopf; sehr sehr gut, keineswegs zu vergleichen mit üblichen Bäckerei-Zöpfen und auch alle bis dahin selbst von mir gebackenen konnten diesem Zopf nicht das Wasser reichen.

Bis ich mich eines Tages  doch wieder an einen Zopf-Versuch wagte, dieser hier hatte es mir angetan. Und überzeugt- ich kriege doch einen guten Zopf hin! Mittlerweile immer wieder nachgebacken, mit der wachsenden Erfahrung durch das Brotbacken sowie dem Einzug der LM in den Kühlschrank das Rezept wieder und wieder angepaßt, erfreut er sich nach wie vor äußerster Beliebtheit.

Zunächst rührte ich den Vorteig zusammen, einfach so mit dem Löffel, und ließ ihn ungefähr 90 min bei Zimmertemperatur stehen. Zeitgleich habe ich heute meine Lievito madre aufgefrischt und ebenfalls 90 min im Warmen gelassen, genauer gesagt auf der Heizung. Dann kamen die weiteren Zutaten hinzu, außer den Cranberries- die sollten eigentlich immer in genügender Menge eingeweicht in einem aromatischen Likör vorhanden sein- in dem Gefäß befand sich aber nur noch ein wenig Flüssigkeit, weitgehen beerenfrei. So habe ich also ein Blitz-Einweichen durchgeführt, in der Mikrowelle, während die Maschine den Teig knetete. Es dauert ein Weilchen bis der Teig eine schöne Konsistenz hat- 10 min ungefähr hat die Maschine gearbeitet bis sich der Teig vollständig vom Schüsselrand löste. Ich hab ihn auf die bemehlte Arbeitsfläche gekippt, noch ein wenig mit den Händen durchgeknetet und dann von Hand die eingeweichten Cranberries- ohne Flüssigkeit- eingeknetet. Daran schloß sich eine Geh-Phase von ungefähr 90 min an, im Warmen, bei 35°C.

Danach hab ich den Teig in 3 geteilt, für einen klassischen Zopf, jedes Teil zu einer langen Rolle geformt und geflochten. Hierfür fange ich immer in der Mitte an, lege die drei Stränge übereinander und flechte dann zu den Enden hin. Nochmaliges Gehen des Meisterwerks, eine gute halbe Stunde, einstreichen mit einem Gemisch aus Eigelb und Milch, bestreuen mit Hagelzucker- wer mag! und in den vorgeheizten Ofen bei 190°, nach 40 min ist der Zopf fertig.

Et voilà – klar, er könnte- mit mehr Geh-Zeit- luftiger sein, er könnte- mit einem Kochstück- flaumiger sein, ganz nach dem Motto man kann etwas Gutes immer auch noch besser machen. Mir, mit Ricotta und der wunderbaren frisch gekochten Mandarinen-Marmelade, schmeckt er fabelhaft so wie er ist. Mit seiner Größe paßt er wunderbar auf den österlichen Frühstückstisch- früher oder später am Morgen.

Hard Facts

Vorteig 100g Weizenmehl 550

100ml Milch

5g Hefe

Hauptteig

den gesamten Vorteig

100g aufgefrischter Lievito Madre

600g Mehl Typ 550

200ml Milch

2 Eier

1 Eiweiß

100g Zucker

125g Butter

etwas Zitronenschale

Prise Salz

75g Walnüsse

175g Cranberries, in einem beerigen Likör eingeweicht

Streiche

1 Eigelb, 2 El Milch

Hagelzucker zum Bestreuen

23 Gedanken zu “Cranberry-Walnuß-Zopf für den BBD

  1. Sehr appetitlich! Ich verbacke gern Nüsse in meinen Broten, und ersetze in Rezepten Rosinen oft durch die säuerlicheren getrockneten Cranberries. Wenn man frische Cranberries nimmt, muss man sicher mehr Zucker nehmen, denn die sind schon ausgesprochen sauer.

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    1. Ich fand auch dass die frischen Cranberries zu sehr aussaften beim Backen, und bin so zu der eingeweichten Variante zurückgekehrt die einfach gut schmeckt und zudem auch noch gut haltbar ist. Und genau wie du nehme ich auch oft CRanberries anstelle von Rosinen.

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      1. Ja, ich habe schon einmal Cranberries in einem Discounter bekommen. Da waren sie aber im Sonderangebot, d.h. es gibt sie nicht immer. Mal sehen, vielleicht habe ich Glück. Ich mag sie nämlich auch getrocknet und pur sehr gern und würde mir dann gleich einen größeren Vorrat zulegen.🙂

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  2. Liebe Christine,
    die Idee, in der Mitte zu beginnen, nehme ich sofort mit, denn mit dem Flechten habe ich ohnehin immer ein Problem. Mal schauen, ob ich so die Kurve kriege.
    Walnüsse und Cranberries sind eine hervorragende Kombination. Ich kann es förmlich schmecken, wie toll dein Striezel schmeckt.

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    1. irgendwann kam ich mal auf die Idee mit der Mitte, die Technik hat sich für mich bewährt! Die Nüsse und Cranberries geben den besonderen Touch, und dann noch die Mandarinenmarmelade drauf…

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      1. Ich weiß garnicht wo ich die Idee hernahm, es hat sich jedenfalls bewährt! Da ist es auch nicht weiter schlimm wenn die Stränge bißchen unterschiedlich lang sind. Und die Cranberries sind einfach klasse.

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    1. der geht auch mit frischen Cranberries- das fand ich aber nicht so toll- höchstens wenn man sie zerhackt. ich mag die gerne- schon optisch machen sie mehr her als Rosinen und ich finde sie geben dem Zopf auch eine besondere Geschmacks-Note.
      Wobei- aus der menge kannst du auch zwei kleine fleichten- einen mit und einen ohne

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  3. In den Teig werden (siehe Foto) zwar nur die Cranberries eingeknetet, aber im Zopf sind dann wie durch Zauberhand auch die Walnüsse drin😉
    Sei´s drum, die Kombination Cranberries und Walnuss ist jedenfalls sehr schön, muss ich später mal nachbacken, denn mein Osterzopf mit süßem Starter liegt schon im Eis.

    Liebe Grüße
    Ulrike

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      1. Hab ich glatt übersehen, weil ich sie später vermutete. Bei mir kommen alle festen Einlagezutaten immer erst in den ausgekneteten Teig, damit sich das Gluten ungestört entwickeln kann.

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