Feiner Mandel-Mandarinen-Kuchen

Wann habt ihr zuletzt eine echte Mandarine in der Hand gehabt? Ich wette die meisten können sich nicht mehr dran erinnern. Mir ging es jedenfalls so, als ich auf der Suche nach einem Direkt-Lieferanten sizilianischer Blutorangen eine echte Mandarine aus eigenem sizilianischen Anbau kosten durfte. Schon beim Anritzen der Schale mit dem Daumennagel stieg ein dermaßen betörender Duft auf, der mich in meine frühe Kinderzeit zurückkatapultierte und es war um mich geschehen. So fand ich mich also mit einer 15 kilo-Kiste wunderbar aromatischer außerordentlich kernreicher Mandarinen wieder. Der Großteil wurde, trotz aller Kernchen, einfach so verspeist oder reicherte den Frühstücks-Saft an. Das tolle Aroma der Schalen wollte ich zumindest einmal in einem Kuchen einfangen. Das köstliche Ergebnis meiner intensiven mit Recherche und Nachdenken verbrachten Stunden stelle ich hiermit vor.

Der erste Schritt- die Eiweiß werden mit der Prise Salz zu Schnee geschlagen. Die Mandeln wurden mit der Stärke, dem Backpulver und der abgeriebenen Schale der Mandarinen gemischt. Als nächstes habe ich die Eigelbe mit dem Zucker zu einer hellen Creme aufgeschlagen in die ich dann nach und nach Ricotta, Mandelmischung, geschmolzene Butter, Mandarinensaft, und zuletzt den Eischnee untergehoben habe. Das Ganze in die gefettete Backform geleert und bei 180° Ober-Unterhitze in den vorgeheizten Ofen geschoben. Nach 40 min war die Stäbchenprobe zufriedenstellend und der Kuchen wurde sofort mit Puderzucker bestäubt- das Warten auf den Anschnitt fiel sehr schwer, der Duft – unbeschreiblich. Und der Kuchen- genau wie ich ihn mir vorgestellt hatte, luftig-leicht und soo mandarinig!

Hard Facts

5 Eier, getrennt, mittelgroß

Prise Salz

150g Zucker

120g Butter, geschmolzen

150g Ricotta

200g Mandeln, fein gerieben

50g Speisestärke

1/2 Päckchen Backpulver

3 Mandarinen- Saft und Schale

… it takes two

23 Gedanken zu “Feiner Mandel-Mandarinen-Kuchen

  1. Mandarinen sind einfach großartig! Ich glaube, ich habe mich über den Winter fast nur von Mandarinensaft ernährt, der ist einfach großartig.

    Das Rezept ist mal vermerkt, ich warte dann wie Susi, auf die nächsten Mandarinen…

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    1. Sind zwar viele Eier drin- aber du bist ja findig und geübt im Backen und findest bestimmt eine Alternativ-Methode. Und ich finds prima dass du auch Saft daraus machst- wir mischen hier, Zitrone, Mandarine und Blutorange (den meist aus dem Kühlregal), das peppt jedes Frühstück ungemein auf.

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  2. Echte Mandarinen sind durch nichts zu ersetzen! Ich mag sie trotz der vielen Kerne so gern. Leider habe ich keine mehr, aber ich nehme mir dein Rezept mit für die nächste Lieferung aus Italien, falls da noch welche dabei sein sollten. Und ich freu mich, dass du auch zum Mandarinen-Fan-Club gehörst!

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    1. ja, liebe Susannne… der Kuchen schmeckt aber auch mit Zitronen oder Orangen. Und für die nächste Saison- ich weiß nun wo ich welche kriege, 15 kilo-weise, wovon ich nur zu gerne was abgebe!

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  3. Manchmal schaue ich äusserst ungern in Deine Artikel😦

    … weil ich einen dermassen Heisshunger bekomme.

    Und wenn ich dann noch die Musik höre,
    dann möchte ich mich am liebsten ins Auto setzen,
    zu Dir kommen und ein Stückchen Kuchen mit Dir geniessen
    🙂

    Ich glaube es wird mal wieder Zeit für einen BackMob. Du weisst, was ich meine.
    Hast Du eigentlich schon mal hier im Blog einen vorgeschlagen?

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    1. ist doch schön wenn du dich so wohlfühlst hier. In Blogistan gibts schon so viele Events, Synchronbacken und dergleichen… da halte ich mich bislang vornehm zurück und nehme nur teil ohne selber zu initiieren.

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  4. Ich hatte das Glück, kürzlich auch ein paar echte Mandarinen geschickt zu bekommen, herrlich! Genau wie dein Kuchen, hach, ich hätte jetzt auch gern ein Stück, hier herrscht gerade Kuchenflaute…😉

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  5. Von dem Kuchen hätte ich jetzt gerne ein Stück. So als zweites Frühstück😉 Ich finds auch total doof, dass es fast immer nur Clementinen gibt. Die schmecken mir meist nicht, zu süß und zu wenig geschmack und oft einfach laff.
    Liebe Grüße
    Emma

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    1. Ich weiß nicht wann ich zuletzt Mandarinen gesehen habe, das muß schon sehr viele Jahre her sein. Von Clementinen werd ich mich zukünftig fernhalten- ich weiß ja nun wo ich Mandarinen herkriege.
      *Stückchen rüberschiebe*

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