Huhn. Nudeln. Gemüse. Suppe? Chicken. Noodles. Veggies. Soup?

Inwischen hat es sich rumgesprochen, ich gehöre zur Fraktion der Suppenkasper. „Nein, meine Suppe ess ich nicht, ich esse meine Suppe nicht!“ Ganz im Gegensatz zur Mitbewohnerin, die Suppe liebt und mittlerweile groß alt genug ist um sich mindestens einmal wöchentlich ihre Suppenration selbst zuzubereiten. Ganz gelegentlich allerdings packt auch mich die Lust, dem französischen König Henri IV folgend, sonntags ein Huhn in einen (Suppen)Topf zu stecken.

Meanwhile it’s known that I do not like soup very much. In contrast to the other person living in this household, she loves soup and lucky for both of us she is meanwhile grown old enough to put her own pot of soup on the table at least once a week. Once in a while it happens-  I feel the need to put a chicken in a pot of soup, after the fashion of french King Henry IV.

Allerdings ist es mit dem Huhn nicht getan…. jedemenge Gemüse gehört dazu und als besonderer Luxus frisch hausgemachte Nudeln! Oder wenigstens frisch gebackenes Brot mit ordentlich Butter drauf.

But a chicken is never enough…. there has to be a lot o vegetables and as a special treat some home-made noodles! Or at least some fresh bread with butter.

Heute gibt es die Nudel-Variante, und in den Topf kommt ein französisches Freilandhähnchen von knapp 1,5 kilo. Der große Topf kommt auf den Herd, und die geschälte halbierte Zwiebel mit der Schnittseite nach unten  sowie etwas Fett aus dem Innern des Huhns kommen rein, dann das ganze Huhn auf den Rücken gelegt, wenn es ein wenig anfängt zu duften wandern die Gewürzkörner hinzu, die dürfen ein bis zwei Minuten mitschwitzen. Quatre-Epices drübergestäubt und mit dem Sherry abgelöscht der ziemlich einkochen sollte wird das Ganze dann mit Wasser aufgegossen bis das Huhn nahezu bedeckt ist. Nun schneide ich das Gemüse in eher größere Stücke und werfe es in den Topf, wer mag kann auch noch Gemüsebrühe-Paste oder etwas dergleichen zugeben, muß aber nicht sein. Wenn die Suppe anfängt zu kochen stelle ich den Herd auf ganz niedrig, so dass nur gelegentlich ein „blubb“ aufsteigt. Achja, die frischen Kräuter nicht vergessen!

Today there’s the noodle variety, with a french free-range chicken of around 1,5 kilo. The big pot comes onto the stove, the peeled and halved onion, cut side down, and some of the chicken’s fat go in first, the whole chicken follows, laid on its back. When it begins to smell nicely the wohle spices come in, after 2-3 min I sprinkle with the quatre-epices and pour the sherry in the pot and wait until it’s mostly reduced. Then I pour water into the pot, until the chicken is nearly covered. Now I peel and cut the vegetables into chunky pieces and throw them into the pot. If you wish you can also add some vegetable broth paste. When the water starts boiling I put the stove on „low“ so that just a few „blubbs“ emerge on the surface of the fluid. Oh, and don’t forget the herbs!

Nach einer halben Stunde sanften Köchelns gebe ich Salz hinzu- nicht zu viel, nachsalzen kann man immer noch, und lasse den Inhalt des Topfs für weitere ungefähr 45 min köcheln.

After half an hour of simmering I add salt-not too much! and the simmering continues for around 45 more minutes.

Die Nudeln hab ich nach meinem bewährten Rezept gemacht, diesmal ganz ohne aromatisierende Zutaten, auf der feinsten Stufe ausgerollt und ebenso fein geschnitten, ein Teil wurde zu etwas dickeren Spaghetti verarbeitet und direkt eingefroren.

The noodle recipe you can find here, this time no addition of aromatic spices, rolled to the finest level and cut in very fine stripes, part of the dough I cut into some thicker spaghetti and froze them immediately.

Beim Gemüse zum Servieren hab ich mich um möglichst gleich große kleine Stückchen bemüht, da fehlt es mir leider doch etwas an Geduld.

The vegetables for the serving I tried to cut in even – and small-pieces and have to admit for a lack of  patience here.

Nun kommt ein kleiner Topf zum Einsatz, in den wird etwas Brühe durch ein Haarsieb gegossen, dazu kommen zunächst die härteren Wurzelgemüsesorten, nach 3 min die zarteren, nach weiteren 2 min die Nudeln, nochmal 2 min kochen- fertig. Ein Hühnerbein muß noch in den Teller…

Now a smaller pot appears on the stove, some broth is poured through a sieve and first some of the harder root vegetables, after 3 min the other vegetables, after 2 min the noodles, another 2 min of cooking and my plate of soup is ready. Ah, I need a chicken leg on my plate!

Und als ich dann meinen fertigen Teller so betrachte überlege ich, ob das wohl noch als Suppe durchgeht? Was meint ihr?

P1030092

So now, looking at my plate, I ponder- will this qualify as soup? What do you think?

 

Hard Facts

1 Huhn, küchenfertig ausgenommen/ chicken, ready to prepare

1 große Zwiebel/ large onion

1 TL Pfefferkörner/ tsp peppercorns

1 Tl Senfkörner/ mustard seeds

4 Lorbeerblätter/ bay leaves

1 Tl Quatre Epices/ tsp quatre-epices

100ml Sherry

1 Lauchzwiebel mit Grün/ scallion with green

2 Möhren/ carrots

1 kleine Sellerie-Knolle/ small bulb celeriac

1 Petersilienwurzel/ parsley root

1 weiße Rübe/ wild turnip

1 Stange Sellerie mit Blättern/ stalk celery with leaves

ein paar Kohlblätter (heute: vom Broccoli, mit ein paar Stückchen vom Strunk)/ some cabbage leaves (here from broccoli with a piece of the stem)

Stengel von einem Bund Petersilie/ stalks from a bunch of flat-leaf parsley

Liebstöckel, Rosmarin/ rosemary, loveage

Salz nach Gusto/ salt after your taste

 

zum Servieren/ for serving

Gemüse in passender Größe, hier und heute Broccoli, frische Erbsen, Möhren, Petersilienwurzel, weiße Rübchen

vegetables cut in adequate pieces, today there was broccoli, peas, carrots, parsley root, wild turnip

frisch hergestellte feine dünne Suppennudeln/ freshly made fine thin noodles

Pfeffer, Salz, Schnittlauch, Petersilie/ pepper, salt, chives, parsley

 

 

 

 

20 Gedanken zu “Huhn. Nudeln. Gemüse. Suppe? Chicken. Noodles. Veggies. Soup?

  1. Frischgemachte Nudeln sind das Beste. Ich bin gerade dabei mir meine neue Nudelmaschine auszusuchen da meine alte beim Umzug verlorgen gegangen ist. Habe nur leider gerade im Moment zu wenig Zeit um mir die Richtige auszusuchen

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  2. Also, ich esse Suppe IMMER und in jeder Lebenslage!!! Ich liebe alle Arten davon und auch Abarten, ganz besonders in der kühleren Jahreszeit, weil absolut NICHTS so aufwärmt wie eine heiße (vornehmlich Hühner-)Suppe, auch kein Tee (den ich ebenfalls sehr mag). Bei Deiner Variante hätte ich das Fleisch aber doch schon von den Knochen gezupft, denn Messer und Gabel müssen m. E. beim Suppentopf nun wirklich nicht sein (höchstens noch Stäbchen bei asiatischen Varianten) – Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden. Aber noch ist es hier bei uns zu warm für schweißtreibende Süppchen, aber das kommt sicher noch. Aus dem Süden Europas grüßt ganz herzlich Elvira

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