Cocido de Lentejas

oder Balearischer Linseneintopf, mit dem entführe ich euch auf die nächste Etappe der kulinarischen Weltreise, es geht mit der Tomateninsel nach Spanien. Mit Spanien hatte ich bislang noch eher wenig am Hut, im Land selber noch nie gewesen, nur einmal zu einer Fortbildungswoche auf Fuerteventura, wo es leider wenig Raum gab um Land und Leute kennenzulernen. Dafür hab ich viel anderes dort gelernt- und die wunderbare Atmosphäre dort tief in mich aufgesogen, mehrmals dem rasanten Sonnenaufgang am menschenleeren Strand zugeschaut, täglich im warmen Meer  geplantscht und das Licht, das unbeschreibliche Licht hat mich zum Strahlen gebracht. Und so werde ich sicherlich dort wieder einmal hinreisen, mit mehr Muße im Gepäck um dies Alles noch mehr zu genießen und zu erforschen.

or balearic lentil stew will be the next stop on the culinary world travel– Spain is the destination with tomateninsel in March. With Spain, traveling or otherwise, I don’t have any experience save one week devoted to professional development spent on the island of Fuerteventura. Even if there was not much time to explore the land and its people (I learned  a lot of useful things anyway) I enjoyed the special atmopshere there, watched the beautiful and quick sunrise a few times at the beach, bathed daily in the sea and the light, this fascinating light, brought sparkles into my eyes. So it will not be the last time hopefully with more time on my hands I will visit again.

Für heute muß es ein balearischer Linseneintopf sein, und ich lobe mir wieder einmal meine Time-Life-Bibliothek mit ihren Quellenangaben zu jedem Rezept- im Band „Nährmittel und Hülsenfrüchte“ wurde ich fündig.

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So for today this balearic lentil stew will have to do. Once again I feel lucky with my Time-Life-book-series where mostly the sources of the recipes can be found, very useful in this case.

Zwar stolperte ich zunächst über die dort erwähnte Wurst, es sollte doch was Vegetarisches sein! da diese Wurst- „Butifarrón“ eh so speziell ist dass ich mir hier keine Hoffnung machen brauch sie zu kriegen hab ich sie einfach weggelassen und dafür den Eintopf mit den speziell für diese Wurst erwähnten Zutaten-Pinienkerne, Mandeln und Zimt- angereichert.

The recipe calls for a special kind of sausage- „Butifarrón“ – as the chances to lay my hands upon it here are quite small – and melli wants to travel vegetarian- I decide to leave that one out and spice up the stew with the special ingredients the book lists for that Butifarron: pine nuts, almonds  and cinnamon.

Im Rezept steht man solle die Linsen einmal mit Wasser bedeckt aufkochen und abschütten- ob das wirklich nötig war fürs Gelingen? In Sinne der Authentizität hab ichs jedenfalls getan, in der Zwischenzeit die gehackten Zwiebeln und  den gehackten Knoblauch im Olivenöl angeschwitzt. Und die grünen Bohnen kommen zu diesem Zeitpunkt auch mit in den Topf.

The recipe says to cover the lentils with water, bring to a boil and rinse- if this is really necessary? I did it anyway and in the meantime sauteed the chopped onions and garlic in olive oil. And the green beans  come also into the pot right now.

Wenn das alles fein duftet und die Zwiebeln weich sind, die Pinienkerne, Zimtstange und die Mandeln zugeben, salzen und pfeffern, die abgetropften Linsen und die in Würfel geschnittenen Kartoffeln zugeben, das Ganze mit Wasser bedecken so daß es ungefähr 1 cm übersteht, und langsam der Vollendung entgegenköcheln lassen, so eine gute halbe Stunde etwa je nach Alter der Linsen.

When all this smells really nice and the onions are soft the pine nuts, almonds and cinnamon go in, season with salt and pepper, add the drained lentils and the diced potatoes and let simmer into perfection, a good half hour should do.

Ja und dann bleibt nur noch- Löffel rausholen und genießen- und wieder einmal feststellen Linsen sind einfach klasse. Diese schmecken einfach so, mit etwas Schafskäse oder Chorizo, oder auch eine Guacamole kann ich mir dazu gut vorstellen.

So now nothing more to do than grab a spoon and tuck in – and once again state that lentils are really something good. Those one taste nice all on their own, with a little sheep’s cheese or some chorizo , also I can imagine a guacamole to go with it.

Die Fotos sind vor und nach der Lektüre dieses Beitrags von Chestnuts & Sage entstanden- durchaus bemerkenswert, was ein wenig Aufmerksamkeit an der richtigen Stelle ausmacht.

The pictures were taken before and after reading this post from Chestnut & sage- remarkable how a little bit of attention at the right moment can make a difference.

Hard facts

200g Heckengäulinsen (oder grüne du-Puy)/ small green or brown lentils like du-Puy

50g rote Linsen/ red lentils

4 El Olivenöl/ tbsp olive oil

1 große Zwiebel/ large onion

2 Zehen Knofi/ cloves of garlic

200g Tomaten aus der Dose (oder 4 frische in der Saison)/tomatoes from the can- or 4 fresh when in season

125g grüne Bohnen/ green beans

150 g Kartoffeln/ potatoes

1 Stange Zimt/ stick of cinnamon

1 El Pinienkerne/ tbsp pine nuts

1 El gehackte Mandeln/ tbsp chopped almonds

Wasser, Salz, Pfeffer/ water, salt, pepper

21 Gedanken zu “Cocido de Lentejas

    1. ja gell… als ich eben das Rezept nochmal anschaute fiel mir auf dass ich den Kreuzkümmel ganz unterschlagen habe… wobei ich bei Tisch immer noch mit etwas Garam Masala nachwürze, da kommt der ja dann mit.

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  1. Der Eintopf schaut wirklich lecker aus! Ich liebe Linsen und stelle gerade wieder fest, dass sie hier viel zu selten auf den Tisch kommen. Sollte ich dringend ändern🙂

    Ich muss es nur irgendwie dem Italiener untermogeln😉

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  2. Dein Linsengericht hätte Esau möglicherweise auch verführt. Ich finde es eine gute Idee, die wesentlichen Zutaten der geheimnisvollen Wurst einfach so dazuzugeben. Der Zimt, der auch in den venezianischen Gerichten meines Mannes häufig verwendet wird, ist ein Erbe der Mauren, ich würde bestimmt nicht darauf verzichten.

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    1. ja, in Spanien ist der maurische Einfluß ja noch viel größer als anderswo in Europa. Daher wundert mich immer wieder etwas die „Gewürz-Armut“ der spanischen Küche… der Zimt macht sich jedenfalls gut und schmeckt kein bißchen hervor.

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  3. Ohhhhhh wie sämig das ausschaut!!!

    Und ob ich mir ´nen Löffel raushole…. zu blöd nur, dass der BildschirmSCHONER im Weg ist 😛
    Das Rezept habe ich mir sofort kopiert …. mal sehen, wann ich dazu komme ….
    Es juckt mir ja schon in den Fingern …. aber das Essen für die nächsten Tage ist geplant und die kommenden Tage muss ich arbeiten ….. Grrrrrrrrr….

    Zauberhafte Grüße … Katja

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  4. Vielleicht hat das Aufkochen und abschütten den gleichen Effekt wie das Einweichen und wegschüttetn des Einweichwasser – die Linsen werden dadruch bekömmlicher, da ein Teil der Lektine ins Einweichwasser gelöst wird, vielleicht? Schöner Eintopf auf jeden Fall und ja, Linsen sind wirklich wunderbar wandelbar.🙂

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  5. Oh mei, ein balearischer Linseneintopf!!! Je länger die Aktion noch geht, desto erstaunter bin ich wer denn noch alles Linsen so gerne wie wir Schwaben isst. DAs ist ja der Hammer und der Eintopf klingt so lecker, vor allem die tolle Gewürzmischung, den muss ich auch mal machen…

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    1. Die Linsen im Kochtopf sind ja rum, die gehen auf kulinarisch-vegetarische Weltreise- und hat mir wirklich sehr gut geschmeckt! Sogar die un-schwäbischen Kartoffeln, die haben in dem Topf ein richtig gutes Aroma entwickelt.

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