Bourbon Pecan Pie

Manchmal verschenke ich Bücher. Manchmal gelingt das sogar bei Kochbüchern- allerdings werden die immer so rechtzeitig gekauft dass ich sie vorher gründlich studieren kann – und die eine oder andere Seite wird möglicherweise rauskopiert, sehr häufig um dann in den Tiefen irgendwelcher Kartons, Ordner oder sonstiger Zettelsammlungen zu verschwinden, häufig auf Nimmerwiedersehen.

Zu Weihnachten war es wieder mal soweit, ein Wunsch nach „allen Jamie-Oliver-Kochbüchern“ wurde an mich herangetragen, bei meinen Recherchen stieß ich auf dieses  Buch – angelehnt an den fantastischen Roman von Jules Verne, in 80 Tagen um die Welt. Ein sehr schönes Buch zum Verschenken, gespickt mit Auszügen aus dem Roman und mit Gerichten von allen Orten die Phileas Fogg mit seinem Diener Passepartout besuchte.

Now and then I give books away as a present. Now and then even cookbooks- but those only after I spent some time with them for thorough studies, and the odd page may even get copied, often to vanish into boxes, folders or other papery ragbags- in many cases never to be looked at.

Last christmas somebody uttered the wish for „all Jamie Oliver cookbooks“ – and my researches led to this one. Following the route of Phileas Fogg and his servant Passepartout the books serves 80 dishes that they may have encountered on their adventure trip, it makes a very nice present, with excerpts from Jules Verne strewn in.

In diesem Buch stolperte ich über diesen Kuchen, der seitdem in meinem Kopf herumspukt, Whiskey wurde besorgt, Pecannüsse waren immer im Haus, nur die passende Gelegenheit fand sich bislang noch nicht.

Bis jetzt, dank sei Nina und ihrer Idee der „foodblogger-charts„- nach einem passenden Lied brauchte ich garnicht zu suchen, das war ebenso präsent wie der Kuchen.

Und so gehts los, kaum zurück aus dem Urlaub von der Herbstwitterung kalt erwischt, paßt der nämlich sehr gut.

So this book brought the idea for this pie that stays in my mind ever since, I even bought whiskey, and pecans I have in store anyway. So now I’m very glad for Nina with her foodblogger-charts presenting the perfect opportunity- to find a fitting song was no challenge at all.  Caught as I am in the autumn chills after days in the mediterranean sun, this pie makes perfect sense.

Zunächst gehts an den Teig, alle Zutaten werden von Hand auf der Arbeitsfläche gut verknetet bis eine Kugel entsteht- durch den Kakao sieht man sehr gut ob alles gleichmäßig verteilt ist. Diese Kugel darf nun eine Stunde in der Kühle (Terrasse, ist es nicht schrecklich?) ruhen bevor er nach meiner bewährten Methode  eine Backform auskleidet- es bleibt etwas Teig übrig, aus dem ich blattförmige Kekse forme.

Die Form wandert nun nochmals für ca 20 min in den Kühlschrank, anschließend direkt in den auf 170° vorgeheizten Backofen für 17 min.

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First the crust, pile all ingredients on the working top and knead by hand till it comes together- the cocoa is a good indicator that everything is mixed well. The ball of dough should rest, cool (on the porch, would you believe it?) before its goes into the baking dish after my foolproof method. Out of leftover dough I shape some leaves….

The baking dish goes into the fridge for about 20 min and then immediately into the oven, preheated to 170°C.

In dieser Zeit wird die Füllung vorbereitet- die Eier mit dem Zucker, Sirup und Honig glatt  verrühren, Gewürze und Butter gut unterrühren, zum Schluß der Whiskey, nach jedem Löffel gut umrühren.

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Time to prepare the filling, mix the eggs, sugar, honey, syrup until combinde well, add spices and butter, stir under well, last comes the whiskey, each spoonfull thoroughly folded in.

Nun kommt die Form aus dem Ofen, sofort die gehackte Schokolade draufgeben und nochmals für 1 min in den Ofen- so daß die Schokolade grade schmilzt und den Teigboden bedeckt.

Dann wird die Füllung in die Form gegossen, die Nüsse eingestreut und die Teigblätter dekorativ verteilt, dann gehts wieder in den Ofen. Bei mir dauerte es ungefähr 50 min bis die Füllung hochkam- nach einer halben Stunde habe ich immer wieder geschaut und verlängert, geschaut und verlängert. Bis ich endlich zufrieden war.

vor dem Backen/ yet to be baked
vor dem Backen/ yet to be baked

The crust comes out of the oven, the chocolate sprinkled on top and for 1 min again into the stove, so that chocolate is just melted and covers the crust. Then pour in the filling , add the nuts , arrange the leaves nicely and put the whole thing back into the oven. My pie needed around 50 min until the filling began to rise, after half an hour I looked every few minutes until I was satisfied.

nach dem Backen/ baked already
nach dem Backen/ baked already

Hard facts

Teig/Crust

175g Mehl Typ 405/ flour type 405

20g Kakaopulver ungesüßt/ unsweetened cocoa- powder

110g Butter

1/4 Tl Hirschhornsalz/ tsp ammonium bicarbonate

2 El Sauerrahm/ tbsp sour cream

Prise Salz/ pinch of salt

.

Füllung/ filling

2 Eier/ eggs

1 El Melasse (oder 2 El Rübensirup)/ tbsp molasses (or 2 tbsp treacle or golden syrup)

100g heller flüssiger Honig/  fluid honey, not dark

25g brauner Zucker/ brown sugar

20g Butter, zerlassen und wieder abgekühlt/ butter, melted and cooled

3 El Whiskey/ tbsp whiskey

1/2 Tl echter Vanillezucker 10%/ real vanilla sugar 10%

1/2 Tl Lebkuchengewürz/ tsp gingerbread spice

200g Pecannüsse/ pecans

.

50g gehackte dunkle Schokolade/ dark chocolate, chopped

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P1010531

Dazu ein Klacks geschlagene Sahne, mit Whiskey aromatisiert und das Wetter kann mir egal sein.

Whipped cream flavored with a splash of whiskey to go with it- and the weather doesn’t matter anymore.

Und hier kommt der passende Hit- ein Stück aus dem Jahr 1927, der Text stammt von Bertold Brecht.

So here the fitting song at last- written 1927 by famous Bert Brecht

.

 

 

15 Gedanken zu “Bourbon Pecan Pie

  1. Eine meiner Lieblings-Pies, mein Rezept von „Cook’s Illustrated“ ist allerdings ohne Schokolade. Ich habe auch so eine Zettelwirtschaft, schreibe mir auch gern Rezepte aus Kochzeitschriften, die ich beim Friseur oder Arzt-Wartezimmer lese. Wenn ich Glück habe, finde ich sie dann irgendwann mal wieder🙂

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    1. Bei meinem Umzug vor 4 Jahren habe ich etliches weggeworfen; und seit dem blog wächst ja die Anzahl der interessanten Rezepte die mir begegnen ins Umermeßliche…. trotzdem macht es auch Spaß in Zetteln und Büchern zu schmökern. Meistens stecke ich die Zettel in ein Buch zum Thema, das erhöht die Chance des Wiederfindens doch beträchtlich.
      Eine kurze Internet-Recherche ergab viele Varianten des Bourbon Pie, lustig dass er in D weitgehend unbekannt ist…

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      1. Haha, die Zettel enden leider oft als Lesezeichen in Büchern, die nichts mit dem Thema zu tun haben. Ich glaube, Pies werden erst langsam in Deutschland populär, und Pecans waren ja schwer zu kriegen und sehr teuer. Als ich das erste Mal durch England kreuz und quer mit dem Auto fuhr, habe ich mich geradezu von Apple Pie ernährt.

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  2. Liebe Ninive,

    vielen Dank für Deinen Beitrag zu den Foodblogger-Charts. Die Pie sieht nicht nur toll aus, sie hört sich auch so an, als würde sie ganz meinen Geschmack treffen – mmhhh!

    Liebe Grüße

    Nina

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