Wenn eine eine Reise tut…/ The one who travels….

Dann kann sie was erzählen- auch wenn das Ziel der Reise ein einfacher ruhiger Erholungsurlaub frei von jeglichen Verpflichtungen sein soll. Los gings schon am Fahrkarten-Automaten der S-Bahn auf dem Weg zum Flughafen, der all meine Geldscheine nicht leiden konnte und eine Wanderung über den Bahnhof notwendig machte, dorthin wo vielleicht ein  empfänglicherer Automat stünde. Nun mit einem gültigen Fahrschein in der Tasche gelangte ich ohne weitere Vorkommnisse zum Flughafen, checkte mich und mein Gepäck ein, suchte ein stilles Örtchen auf- um daselbst meine Bordkarte liegenzulassen. Einen Schweißausbruch und einen Spurt später hatte ich sie wieder in der Hand….. um dann, an der Personen- und Handgepäck-Kontrolle meinen Sonnenhut zu vergessen. Neuerlicher Spurt, neuerlicher Schweißausbruch, – der rote Hut wartete geduldig auf mich unter dem wachsamen Auge eines Sicherheitsbeamten, der zumindest einmal an diesem Tag einen Grund zu Lächeln hatte. Nun saß ich also wartend vor dem Gate, im Besitz aller notwendiger Dinge- und saß, und saß, – zum ersten Mal in meinem Leben hatte ein Flugzeug mit dem ich fliegen wollte Verspätung. Wegen Flügelschlags, wie der Pilot erklärte als wir dann endlich rein durften. Hoch gings, über die Wolken, erst wenige Minuten vor dem Zielort riß die Decke auf und gab den Blick frei, auf mein geliebtes Meer. Die Reise übers Meer bis an mein endgültiges Ziel verlief glücklicherweise genauso wie geplant- und der Erholung und der Genuß vieler Bücher, vielerlei vom Grill, viel Sonne, viel Meer, schwimmender- und schauenderweise konnte ungehindert stattfinden.

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Can tell a story, even if said traveling should only lead to some quiet days of recreation and free of obligations. It started with the ticket machine at the suburban railway station that did not seem to like my banknote and forced me to wander about the station in search of a more cooparative one. So being in possession of a valid ticket at last the journey continued to the airport, armed with my boarding ticket I went to the WC and promptly left said ticket there. Breaking a sweat I ran back and was so lucky to see it lying there on the floor- only to forget my sunhat at the security check. Well, as it posed no threat it rested there under the watchful – and smiling- eye of the security people. At least he smiled seeing me running for it…. Finally seated with all my necessary things in my possession I sat waiting at the gate. And sat. And sat. First time in my life a flight that I wanted to take was delayed- because of a bird collision as the pilot explained when we were finally seated. And up it went, above the  clouds that vanished a few minutes before landing and gave free the view of my beloved sea. The further journey across the sea and to my final destination was uneventful- recreation could finally begin, with many books, fine food from the grill, lots of sun and sea to look at and swim in, day after fine day.

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Und so kam der Tag an dem nur noch ein Buch ungelesen war, sämtliche Hirnwindungen entspannt und ausgeruht erschienen, kurz gesagt ich packte meine Siebensachen und machte mich wieder auf den Heimweg. Der, die geneigte Leserschaft wird es bereits ahnen, schon am Vorabend mit Problemen aufwartete. Für die zur passendsten Uhrzeit fahrende Katamaranfähre gab es nämlich keine Karten mehr- es dürfen nur so viele Karten verkauft werden wie Sitzplätze auf diesem Schiff sind. Nun ja, auf der anderen Seite der Insel fährt ja noch ein großes Fährschiff, das gewillt war mich mitzunehmen, was allerdings 4fach erhöhte Taxi-Kosten mit sich brachte. Was solls, Taxifahrer müssen auch leben und die Suche nach dem Bus der wo auch immer wann auch immer vom Seehafen zum Flughafen fährt ist schon mit genügend Zeitpuffer eine abenteuerliche Angelegenheit.

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So soon came the day when only one unread book was left, brain and mind seemed relaxed, time had come to say goodby and so I packed my belongings and started on my way home. Which, as you my gentle readers will already suspect, started even the evening before to get complicated as there was no ticket for me on the speedboat the next morning- there are only tickets available according to the number of seats on the boat. Alas, to the port on the other sinde of the island where the big ferry takes off- that one seemed to be willing to take me aboard. Of course this required 4 times taxi fare – but taxi drivers have to live too and the adventure of finding out where and when a bus will drive from seaport to airport is something one should try only with enough time on her hands. Which I thought I had not.

Tatsächlich konnte ich einmal am Flughafen angekommen, sofort durch check-in und Passkontrolle, schlenderte noch ein wenig durch den gut ausgestatteten Shop um mir dann ein schönes Sitzplätzchen zu suchen auf dem ich mit meinem Buch die Zeit bis zum Abflug verbringen konnte. Dies gefunden, konnte ich beobachten wie der Himmel dunkler und dunkler wurde, es regnete, schüttete, stürmte, Blitz und Donner trieben ihr Unwesen- kurzgesagt kein Wetter in dem ein Flugzeug starten oder landen könnte und so flog die für mich bestimmte Maschine weiter entlang der Küste zum nächsten Flughafen wo sie erst einmal eine Weile stehen und sich ausruhen durfte. Flugzeuge kamen und flogen wieder ab, der Himmel wurde blau, endlich endlich, die gute Nachricht- es ist da! Inzwischen hatte ich sowohl mein Buch ausgelesen wie auch meinen Sitzplatz aufgegeben und wanderte, von der Anzeigentafel zur Kaffebar und zurück, immer wieder. Da, endlich, der Flug wird aufgerufen, keine halbe Stunde nachdem er eigentlich zuhause sein sollte…. kaum saßen alle Passagiere drin wurden wir vom Kapitän begrüßt mit der schönen Nachricht dass – wegen eines Flügelschlags, wo hatte ich das schon einmal gehört??? – die Maschine gewartet werden mußte und nun „nur noch“ auf die dazugehörenden Papiere gewartet werden müsse. Die Aushändigung derselben war wohl ungemein schwierig für das Flughafenpersonal, denn bis zum tatsächlichen Start verging nochmals fast eine ganze Stunde.  Aber dann! Kaum 4 Stunden später als gedacht erfolgte die Landung, mein Koffer war unter den ersten die aufs Band gepurzelt kamen und so stand ich wieder vor einem Fahrkartenautomaten- dieser wollte nun partout überhaupt kein Geld – sein Nachbar war zum Glück kooperativer und dennoch, diese Verzögerung verdankte ich den Blick auf die  Rücklichter der abfahrenden S-Bahn…..

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Indeed, arriving at the airport check-in was already open, after strolling around the airport shop I found a comfortable seat to spend the time till departure with my book. Now and then looking out the window I observed the sky getting darker and darker, finally rain, storm, thunder and lightning- no weather to land an aeroplane and so the one destined for my return flight flew to the next airport along the coast. To rest, obviously, because other planes came and went, the sky turned blue again, ah finally- flight soandso has landed! Having finished my book and abandoned my seat I wandered from shop to coffe bar to announcing board and back, and back, and back. Ah finally the flight is called, a mere half hour after it should have landed at home…. all passengers seated we were greeted with fine news from the flight captain- a bird, on top of all delays, again, made a maintenance of the engines necessary and we would „only“ have to wait for the relevant documents. The delivery of those seemed to be a truly difficult enterprise for the airport personnel- it took nearly another hour until , take off, at last! So a mere 4 hours after schedule we landed, my luggage came out first and soon I found myself before a ticket machine for the suburban railway- that, you may not believe me- would not accept any of my precious coins…. the neighbour machine was more cooperative but- I could watch the backlights of the train on my descend to the station….

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Freundlich zuhaue begrüßt/ a friendly greeting waiting at home
Freundlich zuhause begrüßt/ a friendly greeting waiting at home

Urlaub ist was Wunderbares!

Vacation is wonderful, isn’t it?

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14 Gedanken zu “Wenn eine eine Reise tut…/ The one who travels….

  1. Ninive schön dass du trotz Widrigkeiten gut zu Hause angekommen bist. Seid ihr in Zadar zwischengelandet, da härte ich nämlich das ein Flugzeug das Gewitter abwarten musste, vielleicht war es deines!

    Ich darf noch 2 Tage hier verweilen bis wir zurück müssen.
    Liebe Grüsse!

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  2. Ich hoffe, Du hattest trotzdem einen schönen Urlaub?

    Ähnlich und doch anders war es bei uns. Beim Landen auf den Kanaren musste der Flieger durchstarten, er war zu schnell wegen des Winds. Also kurz den Boden berührt und mit Vollschub wieder nach oben. Das veranlasste die Damen in der Reihen neben an, sich zu übergeben… Nicht schön… vorallem der Geruch…
    Hotel, Essen, Wetter – alles versöhnte uns in der darauf folgenden Woche wieder, bis es am letzten Tag ganz dicke kam. Wir wurden gegen 13.30 Uhr im Hotel abgeholt, damit man uns um 14 Uhr am Flughafen mitteilt, dass die Maschine defekt ist. Der Flieger startet erst um 23 Uhr, wir werden um 16 Uhr zum Abendessen in ein Hotel gebracht und um 22 Uhr gehts wieder zurück. Super, dass ich schon Online eingecheckt habe und wir nun 2 Std am Flughafen rumsitzen… Als der Bus um 16 Uhr dann kam, wurde uns direkt mitgeteilt, dass der Flieger garnicht mehr fliegt und auch kein Ersatzflieger bereit steht. Wir fliegen am nächsten Tag um 10 Uhr. Beim Abendessen wurde uns dann mitgeteilt, dass der Flieger nicht um 10 Uhr sondern um 13 Uhr fliegt – Wahnsinn! Gott sei Dank waren neben dem Hotel ein paar Supermärkte, u. a. ein Carrefour, da habe ich erstmal ein bisserl geshoppt. Und so sind wir dann mit fast 24 Std Verspätung wieder heimgekommen… schon etwas nervig. Und am Flughafen haben wir uns noch erzählen lassen, das einige auch schon auf dem Hinflug 10 Std Verspätung hatten… *örgs*

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    1. Da hatte ich ja noch Glück mit meinen paar Stunden Verspätung, immerhin war ich doch am geplanten Tag zuhause. Einmal ist wohl immer das erste Mal. Wenn ich mit dem Zug fahre, da rechne ich schon garnichtmehr mit Pünkltichkeit denn das klappt ja höchstens in 20% der Fälle…
      ansonsten war dein Urlaub hoffentlich schön!

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  3. Ach, Ninive, selten so gelacht – obwohl’s für Dich sicher nicht ganz so lustig war… Aber Hauptsache ist doch, dass Du Dich gut erholt hast! Saluti von Elvira

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    1. na, es ist ja alles gut gegangen und bis auf den Verzicht auf die Chorprobe gestern abend gabs auch keine Verluste zu beklagen…. und ein klein wenig Auregung darf auch bei einem reinen Erholungsurlaub sein.
      Grüßle von Ninive

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  4. Ohne solche Zwischenfälle wäre ein Urlaub doch langweilig.🙂 Ja wenn ich da zu Hause im Trockenen sitze, Deiner schönen Musik lausche, dann kann ich gut schmunzeln, während ich Deine tragische, aufregende Geschichte lese. Du Arme. Hast Du am Schluss wieder ein Taxi nehmen müssen? Aber da ich eine Reiseparanoia habe, kann ich in Wahrheit sehr gut mit Dir fühlen. Ich habe immer Angst, dass das Flugzeug ohne mich abfliegt.🙂 Einmal schaffte ich es meinen Mann soweit zu bringen, dass wir 1 Stunde vor dem Abflug auf dem Schwechater Flughafen waren. Wir passieren die Passkontrolle und genießen in aller Ruhe den Dutyfreeshop, dann einen Kaffee, als mein Mann die Karten auspackte und zu unserem Schreck feststellte, dass das noch gar keine Karten sind. Wir hatten in einem Reisebüro gebucht und sollten mit diesen Scheinen unsere Flugkarten ausserhalb der Passkontrolle von ihrem Stand die Karten abholen. Na dann musse er aber laufen! Er durfte nicht durch den Eingang zurück, sondern nur über den Ausgang, der wieder ganz woanders hinführte. Um ein Haar erhielt er dann noch von dem schließenden Stand die Karten. Wir schafften dann in letzter Sekunde sozusagen den Abflug. Hat nicht sehr zum Abbau meiner Reiseparanoia beigetragen.🙂

    Aber wie ich Deinen Reisebericht entnehmen kann, hattest Du die übrige Zeit sehr stressfrei eine Menge Bücher lesen können. Allerdings fragte ich mich die ganze Zeit, was mag sie da wohl alles gelesen haben.🙂 Ich bin auch kein bisschen neugierig.

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Romane, viele Romane, viele davon auf englisch hab ich gelesen. Und Reise- Paranoia, die hab ich nicht, im Gegenteil ich verreise sehr gerne und das seit eh und jeh. Mit den Tickets, Pässen undsoweiter das macht mich allerdings immer sehr nervös….
      Liebe Grüße zurück!

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      1. Nein, ich reise auch sehr gerne. Die Paranoia bezieht sich darauf, dass ich immer denke ich komm zu spät und der Zug oder das Flugzeug ist schon abgeflogen. Eben vor so etwas, dass die am Schluss passiert ist.🙂 Ich lese auch gerne in Englisch wenn das Original in Englisch ist….

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      2. oh ja- ich träume manchmal von sowas, stehe am Check-in und habe keinen Reisepaß- so wie ich früher geträumt habe ich ginge in Hausschuhen zur Schule oder Ähnliches.
        Unter Anderem habe ich „The Kitchen Daughter“ gelesen, und die Rosen-Trilogie von Jennifer Donelly, das ist was zum Schmökern und die Zeit vergessen.

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