nein, es ist kein food-blog oder worüber schreibe ich eigentlich hier?

Wieder einmal ereilt mich in meinem Leben das bekannte Dilemma, nicht genau zu wissen wohin ich eigentlich will. Schreiben, soviel ist klar- und allein die Tatsache angefangen zu haben, und das auch noch schnell, erscheint besonders lobenswert.

„Nur zur Übung“, als Spielwiese und Experimentierfeld- angefangen. Ausprobieren, worüber schreibe ich gerne, (und gut), wie schreibe ich gerne, (und gut),  wann schreibe ich gerne, (und gut), welche Worte und Themen liegen mir? Experimentierfeld, und ein weites noch dazu.

Geschrieben hab ich schon immer gerne, Briefe hauptsächlich; während meiner Grundschulzeit schrieb ich ein leider verlorengegangenes Stück für Kasperletheater- einzige Leserschaft waren meine Eltern. (Und ich kann mich nicht mehr erinnern, was sie davon hielten- vermutlich waren sie zurückhaltend mit Lob, wie immer- aber das ist eine andere Geschichte).

Immer schon wichtig war und ist es, Publikum zu haben- im Falle von Geschriebenem also Leserschaft. Die Briefe, deren Haupt-Empfängerin meine Oma war, wurden intensivst gelesen, hergezeigt und vorgelesen, fanden so eine kleine respektable und wohlwollende Bühne. Nun lebt meine Oma schon lange nicht mehr, und das Schreiben fiel, lebensbedingt, ziemlich flach, über viele Jahre.

Erst mit der Entdeckung des Internets und seinen Kommunikationsmöglichkeiten (ewigen Dank, liebe S.)  fand ich wieder zum geschriebenen Wort zurück- vom einen oder anderen handgeschriebenen Brief mal abgesehen, den gab und gibt es nach wie vor – ein besonders zelebriertes Ereignis, auf schönem Papier, mit schönem Stift und in Ruhe und mit Zeit verfasst.

Internet, mails, später Foren verschiedenster Art- und worüber schreibt es sich unverfänglich, begeisternd und regelmäßig? Klar, übers Essen. Zumal ich gerne und gut koche und noch lieber backe. Da bin ich mir des Erfolgs und der Anerkennung sicher, meine Backstube hat einen guten Ruf- in Wort, Bild und praktischen Ergebnissen.

Meine Idee allerdings ist nicht, mich in den Reigen der food-blogs zu stellen, der Ausschnitt ist mir zu klein. Zudem hasse ich Schubladen. Aber! In der Backstube fühle ich mich sicher, das ist gewohntes Terrain auf dem ich souverän agiere.

Andere Themen- dafür heißt es Souveränität und Wohlfühl-Zone verlassen. Und das ist ganz schön schwer, da muß ich mir schon den einen oder anderen heftigeren Schubs verpassen. Der kann sich zudem noch aussuchen, in welche Richtung er schubst- denn die Musik ist ebenso anspruchvoll, auch noch Singen, – kein Festhalten an einem Instrument, Singen geht ohne Netz und doppelten Boden, und wer richtig gut sein will sollte die Hosen runterlassen können, wenns drauf ankommt. (und üben, üben, üben…..)

Grade jetzt, hier und heute, mit zwei Teig-Ansätzen in Küche und Speisekammer, für Pizza und Sauerteig-Brot, überfällt mich die Einsicht, wie schwierig es ist etwas zu tun von dem nur klar ist was es nicht sein soll. Die Backstube hat ihren Platz, das steht außer Frage, nur wie bringe ich den Rest meiner Ambitionen, den undefinierten, ins Blickfeld, in Formen, womöglich auch noch an Publikum?

Erstmal was essen…..

4 Gedanken zu “nein, es ist kein food-blog oder worüber schreibe ich eigentlich hier?

  1. Also ich lese, wenn Du geschrieben hast und KOMME vorbei, wenn Du gebacken hast :o)

    Guten Tag Ninive,

    ein interessanter Beitrag. Meine Meinung zu diesem Thema ist geteilt und sicher ist die Gleichberechtigung keine Frage der richtigen Titulierung. Erzieherin oder Erzieher, ich denke nicht in diesen Kategorien. Gut, ich bin ein Mann, dadurch ist es wohl schwer für mich, die linguistische Bedeutung für Frauen in Gänze nachzuvollziehen. Zudem stellt sich mir die Frage, kann es sein, dass dieses Thema mal wieder ein typisch deutsches ist? Jedenfalls treibt die Verweiblichung der deutschen Sprache an vielen Stellen bunte Blüten und eigentlich warte nur auf den Hebammerich.

    Viel wichtiger als die Gleichberechtigung in der Sprache, ist mir die Gleichberechtigung bei der Besetzung von Stellen und Posten. Aber auch da sind wir nicht fertig wenn die Hälfte aller Stellen durch Frauen besetzt wurde, sondern wenn Stellen jeweils mit den geeignetsten Personen besetzt werden und niemand mehr darüber nachdenken muss, ob das nun eine Frau oder ein Mann ist. Auch die Lohngerechtigkeit ist Thema. Was hat eine junge Frau davon, wenn sie einen weiblichen Titel hat, aber mit einer verachtenden Selbstverständlichkeit weniger Lohn bekommt, als der männliche Kollege. Wichtig ist, dass von der Basis an, alle Verantwortlichen umdenken. Chancengleichheit für alle. Ich für meinen Teil mache das seit Jahr und Tag und nicht zuletzt für meine eigene Tochter, damit spätestens diese irgendwann über unsere Sorgen zu dem Thema schmunzeln kann.

    Liebe Grüße,
    maYo

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