Sterngucker, Sterndeuter

die sind sich in heutigen Zeiten uneins- exakte Wissenschaft gegen HokusPokus. Dabei haben die Menschen schon immer den Sternenhimmel beobachtet, und daraus Schlüsse gezogen, nach denen sie ihr Leben ausgerichtet haben, in früheren Zeiten kamen sie garnicht auf die Idee einen Unterschied zu machen zwischen der Prognose einer Mondfinsternis und was dieses Ereignis für einen Einfluß auf die Ernte, den Ausgang eines Feldzugs oder ihre ganz individuelle Situation nehmen würde. Erst mit der Entwicklung der Naturwissenschaften, dem Faible für Messbares und der Ablehnung dessen was sich nicht in konkrete Zahlen und Fakten fassen läßt kam es zur Trennung, mit dem Schicksal der Astronomie als anerkannte Wissenschaft und der Astrologie als deren charismatische, ziemlich ver- und entrückte Schwester.
Wie allerdings bereits an anderer Stelle erwähnt, – unser Verstand brüstet sich sehr gerne mit all seinen Fakten, Daten undsoweiter- die wahre Macht sitzt jedoch woanders- davon können alle die schon einmal versucht haben eine schlechte Angewohnheit abzulegen – wie Fingernägel-Kauen, beispielsweise, ein lautes Lied singen.
Die Erfahrung zeigt, die Wahrnehmung dessen was sich außerhalb der Grenzen unsres Verstandes in unsrem Wesen abspielt, ist bei den einzelnen Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt, und so kommt es dazu dass eine augenscheinlich intelligente Person doch tatsächlich in die Sterne schaut, um daraus etwas über sich selbst und die Zeit in der sie sich bewegt, zu erfahren. Und Andere dies nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen können- was ist denn bloß in die gefahren, bislang habe ich sie doch als ganz(!) vernünftig(!) eingeschätzt?

Einmal damit angefangen, erliegt man sehr schnell dem Zauber der Sterne, in beiden Zweigen der möglichen Betrachtung und Interpretation.

Gerade heute fand ich in unsrer Tageszeitung, wie die Hundstage entstanden sind- natürlich aus der Beobachtung der Sterne. Die Griechen der Antike haben das Erscheinen des Sterns Sirius aus dem Sternbild des großen Hundes für die Hitzewellen die zumindest über den  Mittelmeerraum sehr zuverlässig Ende Juli hereinbrechen verantwortlich gemacht, und so den Begriff der Hundstage geprägt. Zwar hat sich das Erscheinen dieses Sterns und des Sternbilds inzwischen verschoben, ist ja auch schon eine Weile her- der Name hat sich gehalten. Das Wetter dazu lassen wir an dieser Stelle besser unerwähnt.
Zudem befinden wir uns in einer Phase rückläufigen Merkurs, etwas das die Astronomie sehr gut erklären kann. Die Auswirkungen die die Astrologie diesem Phänomen zuschreibt, ob die der beobachtende Sterngucker wenn schon nicht ernst dann doch wenigstens zur Kenntnis nimmt? Wochen in denen man das Gefühl nicht loswird, die Dinge  sind gegen einen, funktionieren nicht richtig oder geben gänzlich den Geist auf, alle reden aneinander vorbei, täglich häufen sich die „Grrrr“- Momente.

Verträge abzuschließen, die Anschaffung von Geräten die der Kommunikation dienen, auch Reisen, es wäre gut dies ein wenig zu verschieben. Eine gute Zeit  um das Leben, oder wenigstens die Wohnung oder den Schreibtisch, in Ordnung zu bringen, die Steuererklärung und anderen Formularkrieg in Angriff zu nehmen.

Was sagt dir, liebe Leserin, lieber Leser, der Blick in die Sterne?

4 Gedanken zu “Sterngucker, Sterndeuter

  1. Menno …
    du und Maren ihr habt mich SOOOO neugierig gemacht…
    da hab ich mich auf die Suche bei dir begeben um nachzulesen,
    was du zum Thema Astrologie geschrieben hast……
    … und schon beim ersten Satz musste ich wieder grinsen:
    “ exakte Wissenschaft gegen HokusPokus (HoetusPoetus)“ 😀 DAS passt ja!

    Ganz ehrlich….? Mit DER Astrologie habe ich mich noch nie wirklich beschäftigt…..
    ich rümpfe halt die Nase bei diesen skurrilen Texten aus Bunten Blättchen und am Radio.
    DAS habe ich noch nie ernst genommen.

    Und ausgerechnet ICH bin doch eine, die an nennen wir es mal „übernatürliches“ glaubt….
    da gibt es was …. was uns SO leitet, wie es sein soll….
    = ich weiß grad nicht, wie ich DAS in Worte fassen soll …. aber ich denke, du verstehst mich.

    Aber du schreibst auch:
    …“ Dabei haben die Menschen schon immer den Sternenhimmel beobachtet, und daraus Schlüsse gezogen, nach denen sie ihr Leben ausgerichtet haben….“
    DAS ist auch ein Stück, wo ich dann denke…. verfälscht man DAS dann nicht?
    wenn ich mein Leben nun danach ausrichte … „passe“ ich mich dann nicht SO an dem an …
    und wenn ich es nicht vorher in den Sternen gelesen hätte… wäre es dann anders gekommen… ?

    Au Backe… das sind ganz schön viele Fragen … WAS?
    DAS zeigt aber auch einmal mehr, dass ich noch keinen Plan davon habe.

    Du schreibst, dass du an anderer Stelle schon mal was erwähnt hast ….
    danach suche ich auch noch …

    … bis dahin ganz liebe Grüße … Katja

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    1. Liebe Katja

      die Sterne sagen ja nicht – mach dies dann passiert jenes, so einfach ist das nicht. Sie sagen dir eher- es wird ein schwieriges Jahr, oder- du hast gewisse Fähigkeiten, nutze sie, oder- hierfür lohnt es sich möglicherweise Energie aufzuwenden als hierfür. Letzteres finde ich immer wieder sehr hilfreich- manches einfach mal sich selber überlassen.

      In diesem Sinne-nochmals ein gutes 2015- und sei mutig!

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  2. Liebe Ninive,
    das letzte Mal, dass ich Sterne sah ist nur wenige Tage her, ursächlich hierfür war eine spontane Probeverkostung für eine Feier. Mein Bruder hatte Wein besorgt und ich Likör. „Wegen der abendlichen Affenhitze hatte ich einen Cuba Libré gemixt und wir wollten es uns mit unseren Frauen gemütlich machen. Die dann folgende Verkostung war eine plötzliche Eingebung meines Bruders. Nun ja, wir sind beide nicht ans Trinken gewöhnt (ein Segen) und so gab ein Wort das Andere. Irgendwann ist uns die Übersicht verloren gegangen und später die Vernunft. Die abschließende Strecken bestand aus mehreren Cuba Libré, zwei Fläschchen Wein und einer Flasche Likör. Irrsinn!
    Aber im Ernst, mein Glaube an die Macht der Sterne ist begrenzt, die an allgemeine Horoskope gleich null. Mit individuell erstellten Horoskopen habe ich mich zu wenig befasst, dass ich darüber urteilen mag. Ich denke aber es ist etwas daran, allerdings eher im Sinne von sich selbst erfüllender Prophezeiung.
    Mein Motto lautet: Jeder soll glauben woran er mag und mir soll keiner sagen was ich glauben soll!
    Liebe Grüße,
    maYo

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    1. Lieber Mayo

      das ist das Schöne an den Sternen, auch ganz ohne Wissenschaftlichen Hokuspokus lassen sie sich einfach betrachten und bezaubern selbst ein deutlich umnebeltes Hirn. (g)
      Und mit einem individuellen Horoskop – alles andere ist tatsächlich Hokuspokus- ist es ein wenig wie mit der Homöopathie. Wer „verabreicht“ das Mittel, wie fundiert ist die vorausgehende Analyse, – und welche Konsequenzen ziehe ich als Individuum daraus, das liegt ganz bei mir.
      Wobei für mich das Erlebnis meistens so war und ist, dass ich Bestätigung finde für Dinge, Sachverhalte, Tendenzen die ich deutlich spüre aber nicht deutlich zu- oder einordnen kann. Also eher das Gegenteil der self-fulfilling prophecy.

      Schönes Wochenende dir

      Ninive

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