Feiner Mandel-Mandarinen-Kuchen

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Wann habt ihr zuletzt eine echte Mandarine in der Hand gehabt? Ich wette die meisten können sich nicht mehr dran erinnern. Mir ging es jedenfalls so, als ich auf der Suche nach einem Direkt-Lieferanten sizilianischer Blutorangen eine echte Mandarine aus eigenem sizilianischen Anbau kosten durfte. Schon beim Anritzen der Schale mit dem Daumennagel stieg ein dermaßen betörender Duft auf, der mich in meine frühe Kinderzeit zurückkatapultierte und es war um mich geschehen. So fand ich mich also mit einer 15 kilo-Kiste wunderbar aromatischer außerordentlich kernreicher Mandarinen wieder. Der Großteil wurde, trotz aller Kernchen, einfach so verspeist oder reicherte den Frühstücks-Saft an. Das tolle Aroma der Schalen wollte ich zumindest einmal in einem Kuchen einfangen. Das köstliche Ergebnis meiner intensiven mit Recherche und Nachdenken verbrachten Stunden stelle ich hiermit vor.

Der erste Schritt- die Eiweiß werden mit der Prise Salz zu Schnee geschlagen. Die Mandeln wurden mit der Stärke, dem Backpulver und der abgeriebenen Schale der Mandarinen gemischt. Als nächstes habe ich die Eigelbe mit dem Zucker zu einer hellen Creme aufgeschlagen in die ich dann nach und nach Ricotta, Mandelmischung, geschmolzene Butter, Mandarinensaft, und zuletzt den Eischnee untergehoben habe. Das Ganze in die gefettete Backform geleert und bei 180° Ober-Unterhitze in den vorgeheizten Ofen geschoben. Nach 40 min war die Stäbchenprobe zufriedenstellend und der Kuchen wurde sofort mit Puderzucker bestäubt- das Warten auf den Anschnitt fiel sehr schwer, der Duft – unbeschreiblich. Und der Kuchen- genau wie ich ihn mir vorgestellt hatte, luftig-leicht und soo mandarinig!

Hard Facts

5 Eier, getrennt, mittelgroß

Prise Salz

150g Zucker

120g Butter, geschmolzen

150g Ricotta

200g Mandeln, fein gerieben

50g Speisestärke

1/2 Päckchen Backpulver

3 Mandarinen- Saft und Schale

… it takes two

DUBB- schnelle Quarkbrötchen

näher hin!

So richtig will das Schreiben noch immer nicht in Gang kommen- na wie solls auch wenn ein Termin den nächsten jagt. Der Silberstreif am Horizont ist glücklicherweise erkennbar; nach diesem Wochenende sehe ich ein wenig Licht und Luft.

Und immerhin, dem Zeitmangel ist dieser Eintrag zu verdanken- für ein Hefe-oder gar Sauerteigbrot hätte ich Nachtschichten einlegen müssen. So kam mir dieses Rezept grade recht, an einem freien Vormittag an dem auch noch Wäsche gewaschen, gekocht und fürs Wochenende gepackt werden muß durchaus zu bewältigen.

Unsre Elsäßerin hat sie hier gefunden- somit haben sie bereits eine Reise durch 3 blogs hinter sich und qualifizieren sich damit- meines Erachtens nach- zu einem blockbuster; mit Nachmach-Empfehlung!

Zudem sind sie sehr wandelbar; ich habe jedemenge Mehl durch andere Zutaten ersetzt, ganz im Sinne der Kohlehydrat-Reduzierung; sehr gut könnte ich mir auch ein paar Rosinen oder ein Früchtemüsli als Einlage vorstellen. Und da mein Sauerteig dringend einer Auffrischung bedurfte habe ich die Überreste mit in den Teig gegeben- so kriegen die Brötchen doch noch was von einem “richtigen” Teig…..

Die Mohn- und Sonnenblumensamen habe ich in der Pfanne trocken angeröstet bis sie anfangen zu duften, und dann gemahlen in den Teig gegeben. Der Teig ist denkbar einfach, alle Zutaten abwiegen und in der Knetmaschine verkneten. Bei mir klebte der Teig ziemlich, so hab ich Mehl zum Formen zu Hilfe genommen- einen Klops geformt; wie einen Kuchen in 8 Teile geteilt, diese jeweils zu runden Brötchen geformt, mit Milch eingestrichen und mit Sonnenblumenkernen und Mohn bestreut. 20 Min in den auf 190° vorgeheizten Ofen- bei mir mit Stein und auf der Silikon-Backmatte- und zum Schluß noch 5 min bei leicht geöffneter Backofentüre mit Hochheizen (250°).

Schön luftig-leichte Brötchen, die nicht nur zum Frühstück schmecken! Ich hoffe Micha von vom Salzkorn freut sich über diese schnellen alltagstauglichen Brötchen; sie ist nämlich diejenige die die blog-buster sammelt!

Hard Facts

125g Ruchmehl (Typ 1200)/ Wheat flour (type1200 or whole grain)

50g Sonnenblumenkerne/ sunflower seeds

50g Mohn/ poppy seeds

200g Quark (hier- Ziege) /curd cheese, quark, (here-from goat’s milk)

50g Schmand/ sour cream

2 ELSauerteig (optinal, ich hatte meinen grade aufgefrischt)/ tbsp sourdough (optional, from refreshing)

1 Tl Salz/ tsp salt

1 Päckchen Backpulver/ sachet baking powder

1 Ei/ egg

Sonnenblumenkerne, Mohnkörner, Milch zum Aufarbeiten/ for brushing milk and decorating sunflower and poppy seeds

Steak-Taschen/ Steak-Pierogi

und gezwiebelt

Anlaufschwierigkeiten nach dem Urlaub, wer kennt die nicht? Zwar hab ich schon gekocht -Linsen mit Spätzle!! Pasta alla Genovese! und gebacken- Linzer!! Brote mit Roggen! aber darüber schreiben? Da brauchte es schon was Besonderes um meine Experimentierfreude wieder zu wecken.

Initial difficulties following a vacation- who does not know about that? Indeed I did cook- lentils & spaetzle! Pasta alla Genovese! and bake- Linzer Torte!  Breads with rye! but write about all that?  There was something more special needed to wake up my love of experimentation.

Teigtaschen mit einer kräftigen Fleisch-Käse-Füllung, die die teils doch noch kalten Außentemperaturen leichter ertragen lassen, für Frühlingsgefühle einen gehackten Salat als Begleitung auf dem Teller passen perfekt nicht nur in die Jahreszeit sondern auch zu Zorras Event, Rezepte mit Sauermilchprodukten sind gefragt.

Pierogi contaninig a hearty filling of meat and cheese so we do not suffer from the partly cold outside; chopped salad for spring as company – fitting not only into this season but also for the latest event on Zorras Kochtopf- recipes using fermented milk products she is looking for.

Für den Teig werden einfach alle Zutaten gerührt, ähnlich wie beim Brotbacken,  bis sich der Teig von der Schüssel löst- das dauert eine ganze Weile. Danach sollte der Teig ruhen, mindestens eine halbe Stunde. Eher länger- denn die Füllung ist nicht soo schnell fertig.

For the dough all ingredients get kneaded until it comes clean off the bowl- similar as kneading bread- this may take some time. Afterwards it takes a rest, at least 30 minutes long, mostly longer as the filling needs more time.

Hierfür wird die Zwiebel- ich hatte eine Gemüsezwiebel- halbiert, in dünne Streifen geschnitten und in dem zerlassenen Fett schwitzen lassen- mindestens eine halbe Stunde, gelegentliches Umrühren nicht vergessen! Zu Ende der Zeit kommt der Sirup und die Paste dazu.

For that I halved the onion- I used a spanish onion- cut it into thin slices and put it into the melted fat, sauteed for at least half an hour and do not forget stirring now and then. Towards the end I added the molasses and the paste.

Dann wird das Fleisch, in handliche Stücke geschnitten, angebraten- ganz kurz auf jeder Seite, höchstens eine Minute. Gesalzen, gepfeffert, die Scheiben übereinander gelegt und kleingeschnitten. Den Räucherkäse hab ich gerieben, den Mozzarella kleingeschnitten, und alles mit dem Fleisch, der Hälfte der Zwiebeln und der Petersilie vermischt. Wer mag kann noch Salz, Pfeffer und weitere Gewürze hinzfügen, ich könnte mir auch gut Bärlauch anstelle der Petersilie vorstellen.

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Next the meat gets browned; first cut into handy pieces, into the hot oil-ghee-mix, only one minute on each side. Salted, peppered, piled and cut into small pieces and mixed with the grated smoked cheese, the mozzarella in small pieces, the chopped parsley and half of the sauteed onions. If you like you can add more pepper, salt, other spices or even substitute the parsley with bear’s garlic.

Jetzt wirds spannend, wie wird sich der Teig verhalten? Brav läßt er alles mit sich machen; ausrollen auf der bemehlten Arbeitsfläche, ausstechen, füllen, zusammenpressen, fertig, nächste.Das “Gebiß” beweist wieder einmal seinen Wert.  Nebenbei fängt das Wasser im großen Topf schon an zu kochen….

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Now comes the exciting part- how will the dough behave? Quite nicely… rolled out on the floured counter, cut, filled, the ends pressed together, ready, next one. The “set of teeth” once more proves it’s worth. Meanwhile water in the big pot starts boiling…..

Die fertigen Taschen werden portionsweise im gesalzenen Wasser ungefähr 4 min ziehen lassen, im Sieb abgetropft und zum Schluß noch kurz von jeden Seite im Fett angebraten, ganz am Ende kommen die restlichen Zwiebeln noch mit in die Pfanne.

Into the simmering salted water the pierogi go, for about 4 minutes, then wait in the colander until at last they are browned in the heated fat; at the end I added the remaining onions to the pan.

So, und nun hab ich mich zumindest wieder aufgerafft- fotografieren muß ich auch wieder üben, wie mir scheint…. ach, und schmecken tun sie, die fleischigen Taschen, sehr gut, nicht nur mir…

gebraten
gebraten

So now I’ve come back into  action, even if I need some practice taking pictures. Oh, and they taste very nicely, those pierogi- not only me said so.

 

 

Hard Facts

Teig/ dough

300g Mehl (Weizen, ich hab halb 550 und halb Ruchmehl genommen)/ wheat flour- all-purpose or bread flour

1 Tl Salz/tsp salt

1 Ei/ egg

4El Rapsöl/ tbsp rapeseed oil

200g Sauerrahm/ sour cream

Füllung/ filling

1 große Zwiebel/ large onion

2 El Rapsöl/ tbsp rapeseed oil

2 Rinderrouladen, (ca 250g) / beef (top round or roulades)

1 El Rapsöl / tbsp rapeseed oil

1 El Ghee/ tbsp

1/2 Tl Granatapfelsirup/ tsp pomegranate molasses

1 TL Gemüsebrühe-Paste/ tsp veggie broth paste

125g Räucherkäse/ smoked cheese

125g Mozzarella

3 El gehackte glatte Petersilie/ tbsp flat-leaf parsley, chopped

Pfeffer, Salz/ pepper, salt

zum Ausbacken Ghee und Rapsöl / for frying ghee and rapeseed oil