Pasta alla Genovese

Rezepte für Sieger, so heißt das neue Motto zu den Feierlichkeiten zum 8. Geburtstag von zorras kochtopf, einzige Vorgabe ist die Verwendung einer Küchenmaschine oder eines Stabmixers.

Genueser Basilikum

In meinem kleinen Gärtchen ist diese Saison wunderbares Basilikum gewachsen, das noch bevor wirklich kalte Nächte einsetzen abgeerntet und einer feinen Verwendung, womöglich noch haltbarer Art zugeführt werden möchte- kurz gesagt die Pesto- Produktion steht an. Mit Hilfe eines Stabmixers, natürlich, stilechter wäre zwar zu mörsern- aber meine Handgelenke mögen den Stabmixer lieber.
Pasta alla Genovese ist das traditionelle Pesto-Gericht schlechthin, ist es auch ein Rezept für Sieger? Ich meine ja, in mehrfacher Hinsicht.
Die bäuerliche Bevölkerung in Ligurien hat mit diesem Gericht “aus dem Garten der Natur” den Hunger besiegt; das Pesto hat von hier aus seinen Siegeszug um die Welt angetreten. Und noch ein ganz persönlicher Grund- ich habe die Zubereitung dieses Gerichts bei einem Kochkurs kennengelernt, den ich in einer Zeitschrift gewonnen hatte – also genug und gute Gründe für meine Wahl.

Los geht’s!

Um die Mengenverhältnisse hinzukriegen, wiege ich meine Basilikum- Ernte, es sind ca 180g- mit Stumpf und Stiel. Dafür brauche ich je nach Größe 3-6 Knoblauchzehen, die, geschält und kleingeschnitten, zusammen mit grobem Meersalz, ungefähr ein gut gehäufter Teelöffel, mit Hilfe des Pürierstabs fein gehäckselt werden.

Derweil fangen 60g Pinienkerne auf dem Herd an leise zu duften; angeröstet ohne Fett folgen sie dem Knoblauch nach in den Häcksler. Beides wandert nun in eine größere Schüssel, die Basilikumblätter, gewaschen, trockengeschleudert und von Stumpf und Stiel befreit kommen dazu und werden sachte püriert, ich möchte kein Mus haben! Zwischendurch mische ich durch, damit sich Knoblauch, Pinienkerne und Basilikum gut verbinden. Nun kommt esslöffelweise Olivenöl und geriebener Pecorino dazu, vom Öl ungefähr 10-12 Esslöffel, vom Pecorino 5 gehäufte, und werden untergemixt- der Pürierstab darf immer nur sekundenweise in Aktion treten.

frisches Pesto

Ein gar köstlicher Duft durchzieht die Küche und macht Appetit.

Also, Wasser aufsetzen in einem großen Topf- es muß schließlich Einiges rein, in den Topf

Bohnen, Kartoffeln, Pasta

Die Bohnen, ungefähr 400g, kommen aus dem Eisschrank, die Kartoffeln sind gewaschen und in kleine Würfel geschnitten, so ca 300g schätze ich; und die Pasta ist ebenso wie das Salz das großzügig ins Kochwasser kommt aus Italien

italienisches Meersalz

Das Wasser kocht, Salz, Bohnen und Kartoffeln kommen rein, die Eieruhr auf 7 Minuten gestellt. Nach dem Gerappel, sprich 7 Minuten sind rum, darf die Pasta zu dem Gemüse in den Topf und das Ganze kocht für weitere 8 Minuten.

Ich habe mich für die Barilla Bavette No 13 entschieden, da sie eine gut vorhersehbare Kochzeit haben- was bei dieser Zubereitung als “Eintopf” wichtig ist. Die bronzegezogenen Tagliatelle und Trofie warten mit einer Kochzeit von 6-11 Minuten auf- da könnten die Kartoffeln schon zerfallen oder noch hart sein. Die Pasta separat zu kochen würde dem Gericht jedoch ein Stück seines Charmes nehmen…..

Nun hat alles endlich genug gekocht und wird in ein großes Sieb geschüttet, vorsichtig denn es soll etwas Kochwasser im Topf verbleiben, so fingerbreit hoch. Dahinein werden ca 4 gute Esslöffel voll vom frischen Pesto, was knapp die Hälfte der angefertigten Menge ist, gerührt, der Inhalt des Siebes- also Pasta mit Kartoffen und Bohnen- kommt dazu und alles wird kräftig geschüttelt, im Topf mit Deckel obendrauf.

Pasta alla Genovese

Endlich ist es soweit, und das Wetter spielt auch mit so daß ich dieses feine gelungene Gericht auf der Terrasse genießen kann.

Hmmm, so gut …..

 

 

 

 

 

 

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