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Watrushki

Russland! Was wißt ihr über Russland? Wie überhaupt ist Russland definiert? Die überwiegende Mehrheit von uns wird mit der UdSSR als Synonym für Russland aufgewachsen sein, die Maximal-Ausdehnung des russischen Reiches in geografischer und machtpolitischer Hinsicht.

Russia! What do you know about Russia? How would one define “Russia”? Most of us will have grown up with “USSR” as synonym for Russia, that maximum of geografic expanse and political power.

Mein Russland- Bild ist sehr stark durch Romane geprägt, ein Land von unglaublicher Ausdehung an dem zahlreiche Eroberer kläglich gescheitert sind, Herrscher in ungeahnten Macht-Positionen,- schon allein das Wort “Zar” hat einen ganz besonderen Klang. Geheimnisvoll, von tragischer Schönheit, und ein wenig unheimlich, so war und ist meine Vorstellung von Russland nach wie vor. Ob ich dies Land wohl einmal bereisen werde? Entlang der Ostsee-Küste, während der “hellen Nächte”, die Vorstellung reizt mich schon.

My Russia-image I have gained mostly from novels; a country of vast dimensions, fall-down of countless conquerors, emperors in unimaginable powerful positions- the word “Tsar” alone has a very special sound. Mysterious, of a tragic beauty, and a bit scary, such was and still is my picture of Russia and I wonder if  will have opportunity to look myself one time in my life? Travelling along the Baltic Sea coast, during the “white nights”, maybe …..

Zunächst einmal habe ich mich mit einem kulinarischen Ausflug nach Russland be- und vergnügt, Mellis Weltreise macht im Juli dort Station. Und lange hats gedauert bis ich mich für ein Rezept entschieden hatte- eins meiner geliebten Hefe-Gebäcke hat das Rennen gemacht, ganz knapp vor einem Schwarzbrot das ich auf alle Fälle auch noch versuchen möchte.

For now I pleasured myself with a culinary trip to Russia, this month’s destination of melli’s world-travel. And it took some time to decide, would it be the black bread or the yeasty watrushki? Well, the black bread will follow, sooner or later.

Losgehen tuts mit dem Hefeteig, den ich doch etwas verändert habe gegenüber der Vorlage- alle Zutaten hab ich 10 min auf kleiner Stufe in der Maschine verknetet und dann in einer geölten Schüssel ein paar Stunden bei Zimmertemperatur spazierengefahren gehen lassen, es schloß sich eine Nachtruhe im Kühlschrank an.

First the dough, everything put together and machine-kneaded for 10 min on low, then put into an oiled bowl and taken on a cruise let rise at room temperature for several hours, an overnight rest in the fridge followed.

 

Am nächsten Morgen dann kam der Teig aus dem Kühlschrank und durfte sich so ca eine Stunde akklimatisieren.

Come morning the dough came out of the fridge to acclimatise for one hour.

Die Füllung hab ich mit dem Rührgerät zusammengerührt, dann den Teig zu einer Wurst geformt, Stücke abgeschnitten, aufs Blech gesetzt und in der Mitte mit einem eingeölten Glas eine Mulde eingedrückt. Da hinein kommt dann die Füllung, die Beeren obenauf, den Rand mit der Eigelb-Milch-Mischung eingestrichen und den Ofen angeheizt – auf 160° Umluft.

 

The filling I made with the hand mixer, the dough I rolled into a sausage, cut pieces off, put them onto the prepared baking sheet, using an oiled waterglass pressed hollows into the middle of each piece to put the filling in. The berries on top, the rim glazed with the yolk-milk-mix and then pre-heated the oven (160°C circulating heat).

Nach einer Backzeit von ungefähr 40 min sahen sie recht appetitlich aus… na, schaut selber.

Durch den geringen Anteil an Zucker sind die Teilchen sehr gut fürs Frühstück geeignet- und ist der Teller nicht stilgerecht? Erinnert mich immer ein wenig an russisches Tee-Geschirr…..

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With their low sugar content they make a perfect breakfast, and don’t they look nice on that plate? Reminds me always of russian tea things….

Hard Facts

Teig/ Dough

400g Mehl Typ 550/ flour type 550 (all-purpose)

1 Ei/ egg

50g Butter

200 ml Milch/ milk

1El Zucker/ tbsp sugar

Prise Salz/ Pinch of salt

6g Frischhefe/ baker’s yeast

1 El /tbsp Lievito Madre

 

Füllung/ Filling

300g Schichtkäse (oder Quark oder Topfen) / quark cheese

2 Eier/ eggs

1 El Zucker/ tbsp sugar

1 El Creme Fraiche (oder Frischkäse) /tbsp creme fraiche or cream cheese

je 1 Tl echter Vanillezucker, abgeriebene Zitronenschale, Zitronensaft/ 1 tsp each: real vanilla sugar, grated lemon peel, lemon juice

Johannisbeeren oder Rumrosinen (fakultativ) / redcurrants or rum-raisins, optional

Zum Bestreichen/ glaze

1 Eigelb/eggyolk

2 El Milch/ tbsp milk

Inspiration hier/here

 

 

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Scharfe Schätzchen/ Hot Treasures

Dass ich soo schnell was zu Susanne Magentratzerls Schatzsuche im Vorratsschrank beitragen könnte hätte ich nicht gedacht- die Sterne sind dran schuld oder eigentlich nur einer, nämlich Merkur, der neulich wieder eine seiner regelmäßig wiederkehrenden Phasen der Rückwärtsgewandtheit hatte. Dies sind Zeiten in denen sich gut räumen, sortieren und wegwerfen läßt. Was mir diesmal sehr gut gelungen ist- hauptsächlich bei der Arbeit aber auch das Wohn-Umfeld blieb nicht verschont. So geschah es dass ich beim Durchforsten eines meiner zahlreichen Gewürz-Regale auf eine stattliche Sammlung getrockneter Chili-Schoten stieß- wie diese Häufung wohl entstanden ist? Ein Rätsel. Jedenfalls, was tun damit? Weil zum Wegwerfen sind mir die dann doch zu schade. Also hab ich verschiedene Menschen um Rat gefragt und einiges an interessanten Tipps erhalten. Den ersten hab ich bereits umgesetzt und ein sagenhaft aromatisch-scharfes Würz-Öl fabriziert, es nennt sich “Malaiisches Chili-Schalotten-Öl” und schmeckt, scharf, klar, die Vielzahl der Aromen des Chili, der Schalotten und des Knoblauchs sind aber durchaus wahrnehmbar und ich freu mich schon das Öl einzusetzen- beispielsweise in der Pizza-Sauce, zur Hebung des Standard-Salat-Dressings, an Pasta-Saucen, in Füllungen von Teigtäschchen usw usfort.

That in no time at all I have something ready for Susanne magentratzerls treasure hunt in pantries  is mostly thanks to the stars, especially mercury who had one of his backward turns during June. Those are the best times to put things in order, clear out and sort wardrobes or pantries. And I have been succesful this time, mostly at work but the home also got it’s share. And so it happened that I found a somewhat large gathering of dried chilies- how that came about? I do not know. Anyway, what to do with all that hot things? Too good to throw away, they are. So I went and asked around and received some interesting tipps, one of those I already put into action and fabricated an aromatic- hot concoction that goes by the name of “Malaiian Chili-Shallot-Oil”. Hot, it is, of course, and the deeper notes of the chilies, shallots and garlic are also perceptible. I’m already looking forward to use it, in pasta sauce, pizza sauce, fillings for calzoni or boereks and to spice up my standard salad dressing.

Die Zubereitung ist recht einfach- die Chili werden mit den Schalotten und den Knoblauchzehen im Mixer zerkleinert. Hier gibt es zum wiederholten Male Minuspunkte für den Kenwood- Mixer; entweder mixe ich die falschen Sachen oder der taugt einfach nicht viel- schade denn der Rest der Maschine begeistert mich ja immer wieder. Nach dem Zerkleinern kommt das Ganze in einen Topf, wird mit dem Öl vermischt und darf auf kleiner Flamme köcheln bis die Zwiebeln eine schöne bräunliche Färbung angenommen haben- bei mir wars eine knappe Stunde auf wirklich sehr kleiner Flamme, grade nur so hier und da ein Blubb.

Easy to prepare, the chilies, shallots and garlic should get blitzed in the mixer. This is the only part of my Kenwood I’m not pleased with, and here it also gathers minuspoints. Maybe I try to mix the wrong things… a pity as the rest of that machine works really great.

So, well after the blitzing the results go into a pot with the oil and may simmer on really low heat for maybe 50 min, until the onions have taken a light brown colour.

Filtriert wird erst nach dem Abkühlen, ich hab die Masse erst durch das große Haarsieb gelassen, und was dort rauskam dann durch das mit Leinen ausgelegte kleine Haarsieb, das ging recht flott. Den Rückstand hab ich mittels einer gewichtigen Spezialkonstruktion leicht gepreßt für maximale Ausbeute.

After cooling off for a few hours I filtrated the concoction- first through the large hair sieve and then through a small one with a piece of linen in it. The pulp I pressed with a special construction for maximum yield.

Und nun stehen hier die Fläschchen und warten auf ihre Verwendung…. aus dem Vorrat für den Vorrat. Um weiteren Anhäufungen vorzubeugen  kriegt auch ihr die Chance so etwas eurem Vorrat einzuverleiben, wer mir bis zum 31. Juli einen Kommentar hierzu schreibt kommt in den Lostopf für 3 Fläschchen a 50 ml. (Versand nur innerhalb der EU).

So now the bottles stand here waiting to be used- out of the pantry into the pantry. To prevent further accumulations you also get a chance – write a comment before August 1. and win one of three bottles à 50 ml. (EU only)

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Hard Facts

100g getrocknete Chili-Schoten ohne Stiele/ dried Chilies, stems removed

270g Schalotten, geschält/ shallots, peeled

5 Knoblauchzehen, geschält/ cloves of garlic, peeled

1l Erdnußöl/ peanut oil

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Musik-Erlebnis/ musical experience

Sonntag war es endlich soweit, die bereits im letzten Jahr gekauften Konzertkarten kamen zum Einsatz- und, was soll ich euch sagen? Die lange Wartezeit und Vorfreude haben sich absolut gelohnt, so ein fantastisches Konzert habe ich noch selten erlebt.

Sunday finally the tickets bought last year fulfilled their promise- and more, let me tell you! The long wait and anticipation were fully rewarded, this was such a fantastic concert as I seldom have seen.

Jamie Cullum, für den ist jede stilistische Schublade zu eng. Selbst das Wetter trug das seine zu einem tollen Abend bei, der Regen machte Pause, die Sonne guckte mal raus, zu Ende umspannte gar ein wunderbarer Regenbogen die Bühne und das neue Schloß in Stuttgart. Fantastisch.

Jamie Cullum for whom every style category seems too small. Even the weather made it’s contribution for a wonderful evening, the rain paused, the sun peeked out, and towards the end a wonderful rainbow appeared over the stage and the new chateau in Stuttgart. Fantastic.

Seine eigene Musik/ his own music

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Diese Energie, mitreißend, oder?/ all that energy, catching, isn’t it?

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Flügel als Percussion-Instrument…./ Grand Piano as a percussion instrument….

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Anleihen bei Rock-Größen/ borrowed from rock giants

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aufgefrischte Jazz-Klassiker/ freshed up jazz standards

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wer denkt dabei an Ella Fitzgerald? / whoever thinks of Ella Fitzgerald, hearing this?

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Und am Schluß, als es doch anfing zu regnen, die allerletzte Zugabe/ finally, the rain started, one last “encore”

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