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Musik-Erlebnis/ musical experience

Sonntag war es endlich soweit, die bereits im letzten Jahr gekauften Konzertkarten kamen zum Einsatz- und, was soll ich euch sagen? Die lange Wartezeit und Vorfreude haben sich absolut gelohnt, so ein fantastisches Konzert habe ich noch selten erlebt.

Sunday finally the tickets bought last year fulfilled their promise- and more, let me tell you! The long wait and anticipation were fully rewarded, this was such a fantastic concert as I seldom have seen.

Jamie Cullum, für den ist jede stilistische Schublade zu eng. Selbst das Wetter trug das seine zu einem tollen Abend bei, der Regen machte Pause, die Sonne guckte mal raus, zu Ende umspannte gar ein wunderbarer Regenbogen die Bühne und das neue Schloß in Stuttgart. Fantastisch.

Jamie Cullum for whom every style category seems too small. Even the weather made it’s contribution for a wonderful evening, the rain paused, the sun peeked out, and towards the end a wonderful rainbow appeared over the stage and the new chateau in Stuttgart. Fantastic.

Seine eigene Musik/ his own music

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Diese Energie, mitreißend, oder?/ all that energy, catching, isn’t it?

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Flügel als Percussion-Instrument…./ Grand Piano as a percussion instrument….

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Anleihen bei Rock-Größen/ borrowed from rock giants

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aufgefrischte Jazz-Klassiker/ freshed up jazz standards

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wer denkt dabei an Ella Fitzgerald? / whoever thinks of Ella Fitzgerald, hearing this?

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Und am Schluß, als es doch anfing zu regnen, die allerletzte Zugabe/ finally, the rain started, one last “encore”

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Knusperschälchen für Eis, oder so/ Crunchy Icecream Cups, or so

Heute ist Sommer, die Erkältung ist endlich im Rückzug begriffen und so ist es endlich Zeit mich mit einem weiteren neu hier eingezogenen Buch zu beschäftigen:

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The Perfect Scoop- David Lebovitz

Ein Buch das schon beim Lesen Spaß macht, ähnlich wie Nigel Slater oder Vincent Klink schreibt David Lebovitz nicht nur Rezepte sondern es gibt jedemenge drumherum zu lesen, informativ, heiter bis witzig- ein Buch das seinem Thema Eiscreme gerecht wird, voller Sommer-Spaß und Begeisterung.

Today it’s summer, my cold is finally retreating, time to take a look at another new book in my household- and one that is fun to read. As with Nigel Slater or Vincent Klink David Lebovitz not only shares his recipes, there are stories, more informations, funny and cheerful- like a summer’s day with icecream should be.

Als passionierte Bäckerin hat mich besonders das letzte Kapitel gereizt- Waffeln, Brownies, Kekse und dergleichen mehr mit oder gar in denen das Eis genossen werden kann. Sehr schön an diesen Rezepten, dass häufig Eiweiß, was ja in Mengen und Massen anfällt bei der Eismacherei Verwendung findet.

Passionate bakeress that I am I like especially the last chapter, waffles, cookies, brownies and the likes for serving with, around, above or below the icecream. Also some of the eggwhites that are left over from icecream-making are used up in that chapter.

Und so wagte ich einen Versuch Schälchen zu produzieren, 12 hättens laut Rezept werden können. Na, schaut selber- sehr schmackhaft sind sie geworden, Schälchen nur teilweise und wie das Eis in diesen löchrigen Gebilden halten soll?? Egal, ich werte den Versuch als Erfolg und werde versuchen den Tricks auf die Spur zu kommen.

So I tried my hand at some cups, the recipe talked of 12- well, look for yourself. Very nice tasting indeed, even if only some of them qualify as cups- and how they are supposed to hold icecream, holey as they are? Never mind, I find them a succes anyway and will keep on trying to discover the hidden secrets for cups.

So gehts:

Butter schmelzen, alle anderen Zutaten einrühren, ungefähr eine Stunde anziehen lassen.

And this is how it’s going:

Melt the butter, fold in all other ingrdients and let sit for about one hour.

Backofen auf 175° vorheizen.

Mit Hilfe eines Esslöffels Kekse auf Backpapier setzen- das Backpapier ist wichtig! und ungefähr 10 min backen, bis die Ränder braun werden. Die Kekse laufen sehr auseinander, also genug Abstand – das war schonmal ein Anfängerfehler den ich zukünftig vermeiden werde… David schreibt 4 Kekse auf ein Blech.

Heat up the oven to 175°C.

Put cookie-like heaps on a baking parchment, ca 1 tablespoon of the batter per cookie and the baking parchment is important! Bake for about 10 min, until they start browning. They spread, so give them room on the baking tray- this was my first mistake. 4 cookies per tray, says David.

Rausholen, sofort das Papier vom Blech ziehen und dann kommt die Kunst- die richtigen paar Sekunden erwischen wenn die Kekse kühl genug sind um nicht mehr auseinanderzulaufen und noch warm genug um formbar zu sein- dann werden sie über umgedrehte Teetassen gestülpt und so dürfen sie kalt werden.

 

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Out of the oven and immediatley remove the parchment from the tray. Now follows the tricky part, to catch those few seconds when the cookies are cool enough so that they don’t tear and still hot enough that they shape themselves around the upturned teacups where they are left to cool off.

 

Also, eine trickreiche Angelegenheit, dass ihr den ersten Versuch gleich zu sehen kriegt habt ihr der Frau Knusper vom Knusperstübchen zu verdanken, die den Knuspersommer sucht. Hier ist er!

So you see, this is a somewhat tricky affair and that yoz get to see my first try you have to thank miss knusper (crunchy) who is searching for the summer crunch.

Bis zum Eis müßt ihr noch etwas Geduld aufbringen, das wird eine umfangreichere Geschichte auf die ich mich schon freue.

And as for the icecream – you have to please patiently wait some more, this is going to be a story with a story…. and I’m looking forward to share it with you.

Hard Facts

45g Butter

85 g Zucker/ sugar

2 El Zitronensaft/ tbsp lemon juice

25g Mehl/ flour

40g Mandelblättchen/ sliced almonds

2 El Mohnsamen/ tbsp poppy seeds

 

Dazu kommts heute hoffentlich nicht…. this will hopefully pass us by today….

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Roggenvollkornbrot für den Götz/ Whole Rye Bread

Jetzt backe ich ja schon eine ganze Weile die unterschiedlichsten Brote; eines hinter dem ich so besonders her bin, das hatte sich mir bis jetzt entzogen. Vor etlichen bald 20 Jahren gabs in einer Ausgabe der e&t einen Strecke über Brote und Brötchen, mit einem Rezept für ein Vollkornbrot mit richtigen ganzen Getreidekörnern drin. Und obwohl ich, verglichen mit heute, keine Ahnung vom Brotbacken hatte, an diesem Brot hatte ich mich mindestens dreimal versucht- einfach weil der Geschmack so gut war, wenn auch die Konsistenz zu wünschen übrig ließ. Bei einem der zahlreichen Umzüge ist das Heft wohl verlorengegangen…. Irgendwann entdeckte ich dann bei Barbara dieses dänische Roggenbrot- mit ganzen Roggenkörner, tatsächlich! und jetzt ist es endlich soweit. Ich konnte Roggenkörner in der Mühle ergattern und legte irgendwann einmal los. Mit einem Sauerteigansatz… der wieder einmal eine ganze Woche im Kühlschrank zubrachte, weil erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Als ich dann absehen konnte es wird was mit der Bäckerei holte ich ihn hervor, gab einfach nochmal 100g Wasser und 100g Roggenmehl dazu und ließ ihn 12 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, gleichzeitig übergoß ich die Roggenkörner mit kochendem Wasser und ließ diese ebenfalls solange stehen.

Baking my own bread for a while I still did not manage one I longed for especially. Some 20 years or so in a german food magazine appeared some bread and rolls, one of them a real whole grain bread that had real whole grains in it. Even then, with no hints of the fine art of bread baking I have learned during the last years I baked that loaf a few times just because it tasted so good, even if it did not look the part. The recipe got lost…. Some day Barbara baked this danish ryebread, with real rye kernels in it, indeed! and now at last I have my try again at such a loaf. I found rye kernels at the mill and finally started the adventure. With a sourdough that , well, hat about a good week’s rest in the fridge, the unexpected seems to come regularly those days. So when I really started baking I activated this starter with 100g rye flour and 100g water and 12 hours at room temperature. At the same time I poured boiling water over the rye kernels and let those sit also for about 12 hours.

Dann gings ans Rühren des kompletten Teigs, ich hab die Maschine genommen und bin einige Male mit dem Teigschaber dazwischengegangen um wirklich das ganze Mehl in den Teig reingerührt zu kriegen, erst 10 Minuten, anschließend 20 Min Ruhe, dann nochmal 5 Minuten gerührt. Dann hab ich die Hälfte in eine Kastenform, gefettet und mit Haferflocken ausgestreut, eingefüllt; und unter die zweite Hälfte hab ich einen Teelöffel meines frisch gemixten Brotgewürzes verteilt, der Teig kam dann in eine zweite vorbereitete Kastenform. Beide kamen, mit Plastiktüten verhüllt, für ungefähr 20 Stunden auf die Terrasse, dort herrschten Temperaturen zwischen 6 und 14°, und das im Juli!  Zwei Stunden vor dem Backen hab ich sie ins Zimmer geholt- hätte auch etwas früher sein dürfen, der Rand der Formen war fast erreicht und die Brote gehen beim Backen nicht mehr hoch.Nächstes Mal dann…  Die Brote in den Backformen kamen in den kalten Ofen, hochheizen auf 180°, nach 80 Minuten rausgeholt und aus dem Formen gepfriemelt, kamen sie nochmal für 15 min in den Ofen.

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So then the dough was kneaded, I let the machine work at low speed and scraped the sides a few times so that all flour got mixed in, the dough is more fluid. 10 min kneading, 20 min rest, another 5 min kneading. Two loaf pans I prepared- oiled and strewn with rolled oats- half of the dough went into one of those and the other half got one teaspoon of my freshly created bread spice folded in and went into the second pan. Both pans I sealed into plastic bags and put them out onto my terrace, for around 20 hours. The temperature varied from 6°C to 14°C during that time- in July! Two more hours at room temperatur- could have been a bit longer, the dough did not reach the rim of the pans and did not rise any more during the baking. Next time… The breads in the pans went into the cold oven, heated to 180°C, after 80 min I put them out of the pans and baked them for another 15 min.

Tja, und dann muß man die so verlockend aussehenden und duftenden Brote 24 Stunden stehen lassen vor dem Anschnitt! Glaubt jemand ich hätte das geschafft? Hätte jemand anderes das geschafft? 12 Stunden warens immerhin, und seitdem vermindert sich das Brot rasant- es schmeckt aber schon ganz genau so wie ich es mir erträumt habe.

Well, and then, one should wait 24 hours before the first cut into such promising loaves! Does anybody really believe I managed that? 12 hours, max, and since then the bread vanishes rapidly and tastes really like I dreamed it would.

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Ich mag so ein Brot sehr gerne mit Butter- am besten französische Salzbutter- und Honig worüber sich mein immer noch etwas erkälteter Kopf sehr freut… aber auch Schinken, kräftiger Käse oder Salami machen sich sehr gut.

Such a bread I like best with nothing but french sea-salt butter and honey, and not only in times when I have a head cold, but salami, cheese or ham are also very nice.

Und für das Frühstücksbüffet eines Götz von Berlichingen- eine Zierde, ganz bestimmt. Ehrensache, als geborene Götze, dass ich dem Aufruf von Karin folge die nach einem enttäuschenden Frühstückserlebnis in der Götzenburg einen Brotkorb spendieren möchte…. dieses Brot braucht zwar ein wenig Zeit, Arbeit macht es aber sehr wenig und es schmeckt… fantastisch. Mir zumindest.

Breakfast for a knight those loaves make any day- no question that I, as a born “Goetze” follow the call from Karin- she spent a night at the home of legendary knight “Goetz von Berlichingen” and was disappointed by the breads on the brekfast table, so she decided to treat the hotel with a basket full of breads…

This one may take a little time, but not much work and tastes- simply fantastic. To me, at least.

Hard facts

Für 2 Brote/ 2 loaves

500g reifer Sauerteig (100 % hydr) / sourdough

200g Roggenkörner, mit kochendem Wasser übergossen und 12h stehenlassen/ rye kernels soaked with boiling water

500g Roggenmehl 1150/ rye flour type 1150

350g grober Roggenvollkornschrot/ cracked rye, coarse

350 g Bier/ beer

50g schwarze Melasse/ black molasses

300g Wasser/ water

17g Salz/ salt

 

Brotgewürz/ Bread spice

1 g Anis/ anise

1 g Koriander/ coriander

0,3 g Kümmel/ caraway

1 g Schabzigerklee/ Bird clover

gemörsert, gesiebt/ mortared, sieved